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    BAD NEUSTADT

    Berater

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    Es gibt Dinge auf dieser Welt, die kann man einfach nicht verstehen – so viel man sich auch immer bemüht. Warum zum Beispiel ist es immer so, dass – wenn man es gerade besonders eilig hat – im Supermarkt die Kassen-Schlange zur langsamsten wird, an der man gerade ansteht? Oder: Warum ist der Sprit immer dann am teuersten, wenn gerade die Ferien losgehen? Antworten darauf fallen schwer.

    Die Liste des Unverständlichen ließe sich jetzt noch lange fortführen. Man muss sich da zum Beispiel nur einmal die Deutsche Bundesbahn vornehmen. Obwohl ich ein großer Freund des Reisens mit der Bahn bin, muss ich trotzdem feststellen, dass die Bahn ein großer Quell des Unverständlichen ist.

    Erst dieser Tage ist es mir wieder passiert, dass ein Zug morgens in aller Frühe schon 20 Minuten Verspätung hatte und es dann im Lauf der Fahrt sogar noch schaffte, den zeitlichen Hänger auszubauen. Dass gegen Ende des Tages die eine oder andere Minuten an Verspätung zusammenkommen kann, das wäre ja noch nachvollziehbar und vielleicht sogar verzeihlich. Aber schon am frühen morgen – unverständlich!

    Gottlob ist dann wenigstens auf die Konsequenz der Deutschen Bahn Verlass. Denn der zeitlich eigentlich überhaupt nicht mehr mögliche Umstieg in den Anschlusszug klappte dann trotzdem – und sogar noch ziemlich kommod. Denn – Sie werden es schon erraten haben – der hatte natürlich auch schon anständig Verspätung.

    Wenn so ein Schienendampfer schon morgens mit dem Fahrplan praktisch nichts mehr zu tun hat, dann kann das nicht immer daran liegen, dass der Zugführer verpennt hat. Die Probleme scheinen deutlich höher in der Hierarchie angesiedelt zu sein. Jüngste Meldungen bestätigen das. Da hat die Bahn doch tatsächlich ehemaligen Vorständen Geld für Beraterverträge in den Rachen geworfen.

    Externe Berater sind heutzutage ja sehr beliebt. Obwohl das ja eigentlich nur belegt, dass man selber nix auf die Reihe kriegt und im Zweifelsfall die Verantwortung auf jemand anders schieben kann. Aber wenn schon Berater, dann sollten es wenigstens kompetente sein. Wenn man sich aber Leute holt, die – siehe Bahn – schon vorher in der Firma nichts hingekriegt haben, dann ist das Ergebnis absehbar. Das Geld, das man denen hinterher geschmissen hat, wäre in funktionierende Zugtoiletten besser investiert gewesen.

    Bearbeitet von Hubert Herbert

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