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    Bad Königshofen

    Berufsfachschule für Musik: Grundstein für Neubau gelegt

    In eine Wandnische der neuen Berufsfachschule für Musik in Bad Königshofen wurde die Kupferschatulle eingemauert. Kräftig mitgeholfen haben Landrat Thomas Habermann (2. von links), Kreisbaumeister Herbert Bötsch (links), Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel (4. von links), Schulleiter Professor Ernst Oestreicher (3. von links), Mathias Gerstner (2. von rechts), Mitglied des Berufsfachschulausschusses und Bezirksrätin Klara May. Foto: Hanns Friedrich

    Mit einer eigens für diesen Anlass von Stephan Adam, Dozent der Berufsfachschule für Musik Bad Königshofen, komponierten Fanfare, wurde am Freitag der Grundstein für den Neubau der Schule gelegt. Schulleiter Professor Ernst Oestreicher dirigierte das Blechbläserensemble. Eröffnet wurde der Festakt mit Fanfare und Chorus von Dietrich Buxtehude, bevor der Schulleiter zahlreiche Ehrengäste begrüßte, darunter Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel, Landrat Thomas Habermann, Kulturdirektor Professor Klaus Reder und stellvertretender Bürgermeister Philipp Sebald. 

    Ein Blick in das blank polierte Musikinstrument zeigt die zahlreichen Gäste, die zur Grundsteinlegung gekommen waren. Foto: Hanns Friedrich

    Professor Ernst Oestreicher dankte Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel als maßgeblicher Ideengeber für den Neubau der Schule. Die neue Berufsfachschule für Musik sei ein klimafreundlicher Bau. Zu den Erstklässlern der Schule sagte Ernst Oestreicher, dass sie erleben werden, im Neubau verabschiedet zu werden.

    "Der Zauber des Anfangs"

    Landrat Thomas Habermann nannte einen Neubau immer etwas Besonderes. In ihm liege "der Zauber des Anfangs". Lob gab es für die Stadt Bad Königshofen und den Stadtrat für die Aufgeschlossenheit, den Blick in die Zukunft zu richten. Das würden die vielen Neubauprojekte zeigen, wozu nun auch die Berufsfachschule für Musik gehört. Gemeinsam mit dem Landkreis sei man das Projekt angegangen und habe keine großen Hürden überwinden müssen. Das Kulturleben sei wichtig für die Gesellschaft. Der Neubau der Schule sei auch deshalb notwendig geworden, um im Wettbewerb der schulischen Einrichtungen mithalten zu können.

    Da fehlt doch noch etwas? Die Geldbeutel wurden gezückt und größere und kleinere Münzen sowie ein Geldschein eingelegt. Von links: Architekt Alexander Pfeuffer, Kreisbaumeister Herbert Bötsch, Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel, Schulleiter Professor Ernst Oestreicher und Mathias Gerstner vom Berufsfachschulausschuss. Foto: Hanns Friedrich

    Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel erinnerte an eine Tagung des Berufsfachschulverbandes in der bisherigen Berufsfachschule für Musik. Schnell habe er erkannt, dass das Gebäude nicht mehr zeitgemäß sei. Nachdem schnell ein idealer Standort in der Nähe gefunden war, sei der Neubau angegangen worden. An die Stadt Bad Königshofen gewandt, sagte Erwin Dotzel, dass sie mit der neuen Schule und ihrem Schulviertel etwas Besonders vorweisen könne. Die moderne Einrichtung sei auch wichtig für Verhandlungen mit dem Freistaat Bayern, wenn es um den Bachelor in Verbindung mit der Musikhochschule Würzburg gehe. "Das wäre ein wichtiger Meilenstein für die Berufsfachschule für Musik Bad Königshofen." Auch der Präsident ging auf die unproblematischen Genehmigungen ein. "Wunsch, Prüfung, Planung, Neubau - was wollen wir mehr." Dank galt Landrat Thomas Habermann und seinem Team, die mit dazu beitragen würden, dass der Neubau zügig nach vorne gebracht wird. Zu den Firmen meinte der Bezirkstagspräsident: "Sie haben Großartiges geleistet und wenn es so weiter geht, können wir nach dem Richtfest bald die Einweihung feiern - dann aber mit großem Orchester."

    2500 Tonnen Stahlbeton werden verbaut

    Für das Ingenieurbüro Orf & Vinzl in Schweinfurt gab Architekt Alexander Pfeuffer kurze Informationen. Man habe durch Betonpfähle eine sichere Gründung geschaffen, 2500 Tonnen Stahlbeton werden insgesamt verbaut und 270 Kubikmeter schwere Kalksandsteine. Dies sei wegen der Dämmung erforderlich. Schließlich sollte man in den angrenzenden Musikzimmern nicht durch das Instrument im anderen Raum gestört werden. Zwei Stockwerke wird das Haus bekommen, wobei im Obergeschoss 14 kleine Räume und die Verwaltung untergebracht sind. Schmunzelnd stellte der Architekt fest, dass eine große Vorhalle mit fünf Säulen geplant ist und diese bereits den Spitznamen "Harfe" bekam.

    Eine Kupferschatulle für die Wand

    Höhepunkt der Feierlichkeit war das Einbringen der Kupferschatulle in eine Wand, die dann noch entsprechend gekennzeichnet wird. Zuvor hatte Kreisbaumeister Herbert Bötsch noch Einblicke in die Schatulle gegeben. Schnell war den Umstehenden klar, dass noch etwas fehlte: Münzen nämlich. Die Geldbeutel wurde gezückt und Cents und Euros eingeworfen, bevor Herbert Bötsch die Kapsel endgültig verschloss. Bezirkstagspräsident, Landrat, Bezirksräte und Schulleiter Ernst Oestreicher mauerten dann die Zeitkapsel ein.

    Den Abschluss bildete der "Mohrentanz" von Tylman Susato mit dem Blechbläserensemble und Schlagzeugern der Berufsfachschule für Musik. 

    Schulleiter Professor Ernst Oestreicher dirigierte die eigens für diesen Tag von Stephan Adam komponierte Fanfare. Foto: Hanns Friedrich

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