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    Bad Königshofen

    Berufsinfotag soll die Entscheidung erleichtern

    Die Berufsbilder Werkzeugmechaniker und Verfahrensmechaniker für Kunststoff/Kautschuktechnik wurden den interessierten Schülern von den Ausbildern der Firma Erhard aus Bad Königshofen nahe gebracht. Die Ausbilder Elmar Breun (links), David Hemmerich (2. von links) und Rainer Ziegler (rechts) bei der Präsentation mit dem Berufsberater der Agentur für Arbeit, Wolfgang Schmitt (2. von rechts).
    Die Berufsbilder Werkzeugmechaniker und Verfahrensmechaniker für Kunststoff/Kautschuktechnik wurden den interessierten Schülern von den Ausbildern der Firma Erhard aus Bad Königshofen nahe gebracht. Die Ausbilder Elmar Breun (links), David Hemmerich (2. von links) und Rainer Ziegler (rechts) bei der Präsentation mit dem Berufsberater der Agentur für Arbeit, Wolfgang Schmitt (2. von rechts). Foto: Volker Schmid

    Trotz künstlicher Intelligenz und Sprachassistent Alexa, ihre Berufswahlentscheidung müssen die Schüler der 9. Klassen der Dr.-Karl-Grünewald Realschule Bad Königshofen am Ende doch eigenverantwortlich treffen. Dass dieser Prozess für manche Schüler eine echte Herausforderung darstellt, spürt der Berufsberater der Realschule Bad Königshofen, Wolfgang Schmitt, in den letzten Jahren immer häufiger, wenn er an der Schule Beratungsgespräche mit Schülern und Eltern führt.

    Dabei sind die Chancen auf einen Ausbildungsplatz, insbesondere im technisch-handwerklichen Bereich, momentan so gut wie lange nicht mehr. Aber gerade die Vielfalt an beruflichen Möglichkeiten scheint manchen Schülern Probleme zu bereiten und ein Gefühl der Überforderung hervorzurufen. Hinzu kommen Unsicherheiten und Ängste, die Geborgenheit des Schulsystems aufgeben zu müssen und eventuell eine Fehlentscheidung für das künftige Leben zu treffen.

    Die beruflichen Interessen herausfiltern

    Als Lösungsansatz rät der Berufsberater, sich rechtzeitig zu informieren und das eigene Interessens- und Stärkeprofil herauszuarbeiten. Unterstützend gibt es hierzu übrigens auch Selbsterkundungsprogramme der Bundesagentur für Arbeit, die dabei helfen, berufliche Interessen und Fähigkeiten herauszufiltern. Alternativ könnte man sich aber auch kostenfrei über die Experten des berufspsychologischen Dienstes der Arbeitsagentur testen lassen und die Ergebnisse gemeinsam mit dem Berufsberater auswerten.

    Wenn dann der Blick für das eigene Profil geschärft und Interessen und Fähigkeiten klar herausgearbeitet wurden, fällt es dem Berufsberater auch leichter, passende berufliche Möglichkeiten vorzuschlagen, mit denen sich die Schüler intensiver beschäftigen sollen. Hilfreich ist dabei sicherlich auch das Berufswahlseminar, das in enger Zusammenarbeit mit der Realschule Bad Königshofen angeboten wird. So wurden an einem Tag zwölf verschiedene Berufsbilder vorgestellt. Alternativ zu den Vorträgen konnte man auch ein Bewerbertraining besuchen.

    Über ein Betriebspraktikum Erfahrungen sammeln

    Das berufliche Spektrum umfasste dabei Berufe aus dem medizinischen, sozialen, handwerklichen, industriellen, kaufmännisch-verwaltenden und uniformierten Bereich. Nachdem sich die Schüler mit Informationen versorgt hatten, geht es an die praktische Erprobung. Die Schule unterstützt auf vielfältige Weise den Berufswahlprozess ihrer Schüler und bietet im Rahmen des Lehrplanes unter anderem auch die Gelegenheit, über ein Betriebspraktikum erste Erfahrungen und Eindrücke in Ausbildungsbetrieben zu sammeln.

    Des Weiteren rät der Berufsberater auch zum Besuch von Berufsmessen, um unkompliziert mit potentiellen Ausbildungsbetrieben in Kontakt zu treten. In den nächsten Wochen werden dann Schüler und Eltern gemeinsam das Gespräch mit dem Berufsberater suchen und bisher gesammelte Erfahrungen und Vorstellungen auswerten, um sich auf die anstehende Bewerbungsphase im Herbst vorzubereiten.

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