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    Bischofsheim

    Bischofsheim: Borkenkäfer macht dem Stadtwald zu schaffen

    Der enorme Anfall von Fichtenholz, das durch den Borkenkäfer geschädigt wurde, machte für die Stadt Bischofsheim einen Nachtragshaushalt notwendig. Foto: Marion Eckert

    Im Februar wurde der Jahresbetriebsplan für den Stadtwald beschlossen. Damals sei mit einem Überschuss von 101 850 Euro gerechnet worden. Aufgrund des hohen Borkenkäferbefalls seien nun deutlich höhere Kosten für Dienstleistungen wie Rückekosten, Holzeinschlag und Harvestereinsatz notwendig, erläuterte Kämmerer Daniel Manger. Das Käferholz müsse so schnell wie möglich aus dem Wald geholt werden, um weiteren wirtschaftlichen Schaden in den Folgejahren einzudämmen. Daher müsse der Einschlag von den angedachten 2500 Festmetern auf 9000 Festmeter erhöht werden. Bisher seien bereits 4 500 Festmeter durch Borkenkäfer geschädigte Fichten eingeschlagen worden. "Ob die 9000 Festmeter wirklich nötig sein werden, wird sich zeigen. Das kann jetzt noch nicht gesagt werden", so Manger.

    Der Holzmarkt gebe es aktuell nicht her, das eingeschlagene Holz komplett zu verkaufen. Deshalb müsse es zwischengelagert und mit Insektiziden behandelt werden. Es müsse sogar damit gerechnet werden, dass nicht alles eingeschlagene Holz verkauft werden könne. 2000 Festmeter seien derzeit erst vermarktet worden.

    Auf der Einnahmenseite werden daher nur 29.500 Euro verzeichnet, 18.500 Euro entfallen auf den Holzverkauf und 11.000 Euro betrage die Förderung für den Abtransport des Käferholzes aus dem Stadtwald. Auf der Ausgabenseite sei eine Erhöhung von 305.000 Euro notwendig, wobei die Dienstleistung durch Dritte den größten Anteil ausmache. Weitere 10.000 Euro seien für den Wegeunterhalt veranschlagt worden, der nun von 18.000 auf 28.000 Euro aufgestockt wurde, außerdem sei der Einschlag von 700 Festmeter Buche aufgenommen worden. Die Vermarktung der Buche sei kein Problem, ergänzte Manger auf Nachfrage.

    Letztlich werde für das Jahr 2019 mit einem Defizit von 231.150 Euro im Stadtwald gerechnet. Die Stadträte stimmten der Anpassung des Jahresbetriebsplans zu. Ebenso dem notwendigen Nachtragshaushalt für das Haushaltsjahr 2019. Die Änderungen im Verwaltungshaushalt führen insgesamt zu einer Verringerung der Zuführung zum Vermögenshaushalt um 253.250 Euro auf 804.200 Euro. Dies habe auch die Reduzierung der Zuführung zur allgemeinen Rücklage um 219.950 auf nunmehr 143.500 Euro zur Folge. In den Nachtragshaushalt wurden nicht nur die neuen Zahlen der Jahresbetriebsplans aufgenommen sondern alle bereits bekannten Abweichungen mit einer Differenz von mindestens 10.000 Euro. 

    Zugestimmt wurde dem Bauantrag zum Umbau eines Zweifamilienhauses mit Umnutzung der Räume im Anbau sowie An- und Umbau von Gauben, eines Eingangspodestes und einer Zugangs-Wendeltreppe auf einem Anwesen Hinterm Kirchhof in Wegfurt. Der bestehende Trainingsraum, der für Einzeltraining genutzt werde, soll durch die neue Wendeltreppe einen direkten Zugang erhalten. Über die beiden Stellplätze, die derzeit im Außenbereich ausgewiesen werden, habe das Landratsamt zu entscheiden. Ebenfalls einstimmig befürwortet wurde der Antrag auf Nutzungsänderung eines Schlaf- und Wohnzimmers zu einem Friseursalon auf einem Anwesen in der Geigensteinstraße in Oberweißenbrunn.

    Keine Probleme gab es bei der Zustimmung für den  Vorbescheid zur Errichtung eines Holzlagerplatzes mit Holzbearbeitung und gewerblichem Brennholzhandel im Bereich der Industriestraße in Bsichofsheim. Im Jahr sollen etwa 150 bis 200 Festmeter Holz verarbeitet werden. Das Holz werde als Langholz angeliefert, auf Meterstücke gesägt und gespalten. Auch der Errichtung eines Geräteschuppens mit Vordach zur Unterbringung eines Traktor und Gartengeräten auf dem Anwesen Am Pfarrgrund 9 in Bischofsheim stimmten die Stadträte zu.

    Zurück gestellt wurde der Antrag auf Vorbescheid zum Neubau eines Einfamilienhauses mit Garage in der Löwenstraße in Bischofsheim. Zunächst müsse die Frage zur zukünftigen Entwicklung in diesem Bereich geklärt werden, zudem sei eine immissionsschutzrechtliche Beurteilung notwendig.