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    Bischofsheim

    Bischofsheim: Letzte Sitzung des Stadtrats in dieser Amtsperiode

    Das Kriegerdenkmal in Bischofsheim wurde Ende vorigen Jahres mutwillig beschädigt. Nun soll es über die Fördergemeinschaft saniert werden.
    Das Kriegerdenkmal in Bischofsheim wurde Ende vorigen Jahres mutwillig beschädigt. Nun soll es über die Fördergemeinschaft saniert werden. Foto: Marion Eckert

    Es war die letzte Sitzung für die Bischofsheimer Stadträte in dieser Amtsperiode. Bürgermeister Georg Seiffert verabschiedete zu Beginn die Stadträte, die nicht mehr kandidierten oder wieder gewählt wurden. Doch auf eine offizielle Würdigung verzichtete der Bürgermeister bis auf eine Zeit nach Corona.

    So scheiden nach 30 Jahren Günter Faulstich und Edgar Schöppner aus dem Gremium aus. 24 Jahre gehörte Thea Schmidt dem Stadtrat an. Rudi Büttner scheidet nach 18 Jahren aus dem Gremium aus. Er war von 1996 bis 2002 und ab 2008 im Stadtrat vertreten. 12 Jahre gehörte Alfred Thalheimer dem Stadtrat an und jeweils sechs Jahre Andreas Griebel, Arvid Löflund und Joachim Schmidt. Drei Jahre war Steffen Räder im Gremium vertreten, er kam 2017 Nachrücker.

    Sitzung in der Aula der Kreuzbergschule

    Diesmal fand die Sitzung des Stadtrates in der Aula der Kreuzbergschule statt, da hier die Möglichkeit bestand die Technik zu nutzen, was bei der Sitzung Ende März im Sitzungssaal des Rentamtes nicht möglich gewesen war.

    Das Kriegerdenkmal in der Ludwigstraße wurde im November vorigen Jahre mutwillig beschädigt. Ein Verursacher sei allerdings nicht ermittelt worden, teilte der Bürgermeister mit. Die Kosten für die Sanierung betragen 2746 Euro. Fördermittel sollen von der Unterfränkischen Kulturstiftung und dem Landkreis beantragt werden. Die verbleibenden Kosten von rund 2000 Euro  sollen über die Fördergemeinschaft finanziert werden. Laut Vereinssatzung muss der Stadtrat aber der Mittelverwendung der Fördergemeinschaft zustimmen, was einstimmig erfolgte.

    Auch Bauanträge wurden diskutiert

    Aus nichtöffentlicher Sitzung wurde bekannt gegeben: Der Auftrag für die Dachdeckerarbeiten und die Flachdachabdeckung an der Rhönhalle Frankenheim wurde an die Firma Horn Bedachung aus Untermaßfeld für 46 110 Euro vergeben. Die Spenglerarbeiten übernimmt die Firma Leo Baumeister für 19 633 Euro. Mit der Erstellung einer neuen Corporate Identity für die Stadt Bischofsheim wurde die Firma Netzwerk "Impulse" aus Frankfurt beauftragt.

    Zugestimmt wurde dem Bauantrag zur Errichtung einer Dachgaube und dem Einbau von zwei Fenstertüren auf dem Anwesen "Unterm Dorf" in Unterweißenbrunn.  Ebenfalls befürwortet wurde der Bauantrag zum Anbau eines Vordachs sowie Fensteränderung auf dem Anwesen in der Bauersbergstraße in Bischofsheim.

    Abgelehnt wurde der Bauantrag zur Errichtung eines Stalles zur Eselhaltung auf einen Grundstück in der Bauersbergstraße in Bischofsheim. Der Antrag wurde schon einmal für das benachbarte Grundstück gestellt und vom Stadtrat positiv entschieden. Allerdings habe das Landratsamt die Genehmigung mit Hinweis auf die Nähe zur Leutenau abgelehnt. Der neue Standort befindet sich nun näher an der Wohnbebauung und stelle aus naturschutzfachlicher Sicht keine Beeinträchtigung mehr her, allerdings in Bezug auf den Immissionsschutz, zumal es sich um ein allgemeines Wohngebiet handele. Die Stadträte lehnen den Bauantrag ab.

    Investition zur Revitalisierung der Ortskerne

    Nach dem Kommunalen Förderprogramm der Stadt Bischofsheim für Investitionen zur Revitalisierung der Ortskerne wurde für das Anwesen in der Gersfelder Straße eine Förderung in Höhe von 36 000 Euro bewilligt. Das bestehende Wohnhaus mit Stallung soll abgerissen und ein neues Einfamilienhaus errichtet werden. Seit 1992 steht das Gebäude, das aus dem Jahr 1900 stammt, leer.

    Die Rhönhalle in Frankenheim ist nahezu vollständig verschwunden. Vergaben für den Neubau wurden vom Stadtrat getätigt.
    Die Rhönhalle in Frankenheim ist nahezu vollständig verschwunden. Vergaben für den Neubau wurden vom Stadtrat getätigt. Foto: Marion Eckert

    Für die Erneuerung des Dachstuhls in der Pfarrgasse wurde aus dem Kommunalen Förderprogramm zur Durchführung privater Baumaßnahmen im Sanierungsgebiet "Altstadt" 24 610 Euro Fördermittel genehmigt. Abhängig von der Förderhöhe durch das Amt für Denkmalpflege kann sich der Anteil der Stadt Bischofsheim noch ändern.

    Hundebesitzer in der Pflicht

    Alfred Thalheimer bat zum Abschluss der offiziellen Tagesordnung, das Thema Urnengräber in Wegfurt nicht zu vergessen. Außerdem bat er die Möglichkeit zu prüfen, ob ein Hundekotbeutel-Spender an der Brückenunterführung der Umgehungsstraße aufgestellt werden könnte oder zumindest ein Hinweisschild zur Sensibilisierung.  Einem "Misthaufen" gleiche der Zustand mittlerweile. "Der verantwortungsvolle Hundebesitzer hat Hundekotbeutel immer bei sich", entgegnete der Bürgermeister.

    Dass noch immer schwere Traktoren durch Unterweißenbrunn fahren müssen, weil es über die Bundesstraße verboten ist, ist Edgar Schöppner unverständlich, zumal bei Wegfurt dies kein Problem sei. Der Bürgermeister erinnerte an das Versprechen des Landrates zumindest probeweise die größeren Traktoren auch auf der Umgehungsstraße zuzulassen. Dem Thema müsse noch einmal nachgegangen werden. Schöppner wünschte sich zum Abschluss einer Tätigkeit als Stadtrat, dass die Altstadtsanierung auch endlich einmal zu Ende gebracht werden müsse. Vor 30 Jahren sei der Zentralparkplatz gebaut worden und noch immer sei kein Ende in der Altstadt in Sicht. Seiffert verwies auf die Planungen im Gerberzwinger. "Das ist nicht in Vergessenheit geraten."

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