• aktualisiert:

    Bischofsheim

    Bischofsheim: Offizieller Startschuss für Rollsportanlage

    Baubeginn der Rollsportanlage in Bischofsheim und Planbesprechung. Von links: Alexander Zeller (Regierung von Unterfranken), Alexander Keßler (Firma Fichter, Raunheim), Siegfried Neumann, Leopold Bott, Boris Ziemer (DSGN Concepts, Münster), Bürgermeister Georg Seiffert und Jugendbeauftragter Benjamin Lenhardt. Foto: Marion Eckert

    Die Gründungsarbeiten für die neue Rollsportanlage neben dem Freibad in Bischofsheim haben bereits begonnen. Nun traf sich Bürgermeister Georg Seiffert mit Alexander Zeller (Regierung von Unterfranken/Städtebauförderung), dem Planer, dem Vertreter der zuständigen Baufirma und den vor Ort Aktiven zu einer ersten Besichtigung, einer Art symbolischen Spatenstichs.

    Der Bürgermeister erinnerte zunächst an den ursprünglichen Anstoß zu der Anlage, der vor sechs Jahren mit einer Unterschriftenliste an seinen Vorgänger Udo Baumann begann. Leopold Bott wünschte sich eine Art Skaterpark. Das Thema wurde nicht vergessen, aber auch nicht gleich umgesetzt. "Wir haben es dann aufgegriffen und es ist eine unglaubliche Dynamik entstanden", erinnerte sich Seiffert an die ersten Sitzungen mit interessierten Jugendlichen, den beiden Jugendbeauftragten des Stadtrates, Patrick Bauer und Benjamin Lenhardt, sowie als fachlichen Spezialisten Siegfried Neumann vom RWV Haselbach. Sehr schnell sei klar geworden, dass die Pläne und Wünsche weitreichender seien als einige Solo-Elemente für Skater. Es entstand die Idee der Rollsportanlage. Im übrigen sei der Name nur eine Art Arbeitstitel, bemerkte Seiffert. Vielleicht finde sich im Laufe der nächsten Monate eine andere Bezeichnung.

    Fördermittel von Bund und Land

    Als Fördermittelgeber konnte die Regierung von Unterfranken gewonnen werden und mit dem Planungsbüro DSGN Concepts aus Münster ein Fachbüro, das sich genau diesem Thema widmet. Aus dem Städtebauförderungsprogramm "Kleinere Städte und Gemeinden" (mit Mitteln des Bundes und Freistaats Bayern) bekommt die Stadt Bischofsheim 80 Prozent Förderung, bei Gesamtkosten von rund zwei Millionen Euro.

    Bürgermeister Georg Seiffert probierte mit Hilfe von Siegfried Neumann das Pumpbike aus. Foto: Marion Eckert

    Diese multifunktionale Anlage sei etwas Besonderes, meinte Seiffert. "Klasse, dass die Stadträte mitgehen. Es wird eine Anlage für Einheimische, Gäste und Touristen, die Sommer wie Winter zu nutzen ist. Ich bin hin und weg, dass es endlich losgeht. Es ist etwas für die Bürger der ganzen Region." Wie Alexander Keßler von der Baufirma August Fichter aus Raunheim erläuterte, soll die Anlage im Mai nächsten Jahres fertig gestellt sein, natürlich abhängig von der Witterung und der Dauer des Winters. 

    Boris Ziemer vom Planungsbüro, selbst ein leidenschaftlicher Skateboardfahrer, erklärte die Planungsdetails. Beim Schwimmbad wird ein Parkplatz entstehen, der sowohl von den  Nutzern der Anlage wie auch des Schwimmbades in den Sommermonaten genutzt werden kann. Im Winter wird hier eine Kunsteislaufbahn mit synthetischen Eisplatten aufgebaut. Im vorderen Bereich der Anlage wird ein Pumptrack als Rundkurs für Jugendliche und Erwachsene angelegt, der mit Asphalt versehen ist und sowohl für Mountainbiker, Skateboardfahrer oder Skater zu nutzen sein wird.

    Geschicklichkeit testen und trainieren

    Dem schließt sich ein Skill-Areal mit Einzelelementen an, wie einer Wippe und Balken, um die Geschicklichkeit zu testen und zu trainieren. Eine kleinere Pumptrack-Ausführung für Anfänger und Kinder wird es im mittleren Bereich geben, der an den Aufenthaltsbereich grenze. Hier sind Sitzgelegenheiten und eine Pergola vorgesehen. Im weiteren Bereich gibt es Skater-Elemente wie Rampen und eine Halfpipe. In den hinteren Bereich der Anlage kommt ein Dirt-Pumptrack mit Erdhügeln, Wellen und Sprungrampen. Dieser Erdbereich kann individuell gestaltet werden. Ein Multifunktionsplatz mit einem Basketballfeld, aber auch Betonelementen für Skater und weiteren Sitzgelegenheiten schließt die Anlage ab.

    Toiletten wird es keine geben. Der Bürgermeister sprach von einer Containerlösung während größerer Veranstaltungen und im Sommer kann das Schwimmbad genutzt werden.

    Siegfried Neumann, bekannt als Tüftler und Bastler, hatte eigens für diesen Termin ein altes Mountainbike zum Pumpbike umgebaut, um einen ersten Eindruck davon zu vermitteln, wie es sein wird, in einem Pumptrack zu fahren. Alexander Zeller war der Erste, der sich mit Hilfe von Neumann diesen Spaß gönnte. Seiffert ließ sich auch nicht lange bitten. Das Besondere an einem Pumpbike ist, dass es ohne Antrieb über eine Fahrradkette funktioniert und lediglich über das Körpergewicht gesteuert wird. 

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!