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    Bischofsheim

    Bischofsheimer Schüler betreiben aktiven Klimaschutz

    Die Bischofsheimerin Sylvia Rahm, Masterstudierende der Humanbiologie an der Hochschule Fulda, und Klassenlehrer Oliver Kaul boten einen zweitägigen Workshop zum Klimawandel in der Klasse 7b an. Das Bild zeigt Schüler beim Zusammenbau einer Virtual Reality-Brille, um neueste Forschungsergebnisse in 3D kennenzulernen. Foto: Sylvia Rahm

    Eines steht fest: Der Klimawandel ist auch in Deutschland mit vielen seiner Folgen angekommen. Hintergrund sind die steigenden Durchschnittstemperaturen, warme Winter und Starkregenereignisse in diesen Breiten. Während zur Zeit Schüler auf die Straßen gehen und bei "Fridays for Future" eine eigene Einflussnahme auf die Zukunft des Erdklimas fordern, stellen sich viele die Frage "Was kann ich tun?".

    Vor diesem Hintergrund fand an der Kreuzbergschule Bischofsheim an zwei Tagen ein Workshop zum Thema "Klimawandel" statt. Initiiert wurde die Aktion von Sylvia Rahm aus Bischofsheim. Sie ist derzeit Masterstudierende der Humanbiologie an der Hochschule Fulda. Nicht nur bei den Schulleiterinnen stieß sie mit ihrer Anfrage auf offene Ohren sondern auch bei Klassenlehrer Oliver Kaul.

    Schüler bauen Virtual Realiry-Brillen

    Um die Schüler der  Klasse 7b für die Probleme des Klimawandels zu sensibilisieren und sie zu handlungsfähigen Mediatoren ihres Wissens zu machen, erfuhren die Teilnehmer im ersten Teil des Workshop unter anderem, dass Wissenschaftler des Forschungsinstitut Helmholtz-Zentrum in Geesthacht (Schleswig- Holstein) "Das künstliche Blatt" nach dem Vorbild der pflanzlichen Fotosynthese entwickelt haben. Hier ging es Rahm auch darum, den Schülern von aktueller wissenschaftlicher Forschung zu berichten.

    Hierzu bauten die Schüler sogenannte Virtual Reality (VR)-Brillen zusammen, in welchen sie anschließend das passende 3D-Erklärvideo zum künstlichen Blatt anschauten. Im zweiten Teil erstellten sie in Gruppenarbeit ihr eigenes Instruktionsvideo zu möglichen Maßnahmen der Reduzierung des durch den Menschen verursachten CO2-Ausstoß.

    Klimaschutz kann im Alltag praktiziert werden

    Viele Ideen hatten sie um den Klimaschutz im Alltag umzusetzen: Weniger Autofahren und stattdessen den Nahverkehr nutzen, mehr Fahrradfahren und Laufen. Sie hatten auch den Gesundheitsbezug im Auge und sahen mehr Bewegung als notwendig und gesund an, gerade wenn lange Zeiten am Tag sitzend verbracht werden.

    Aber es ging auch um eine Reduzierung des Fleisch- und Wurstkonsums. Um eine Reduzierung von Plastik beziehungsweise ein verändertes Einkaufsverhalten um Plastik zu vermeiden, indem vermehrt auf Plastik verzichtet wird und Getränke in Glas- oder Edelstahlflaschen genutzt werden.

    Regionaler Einkauf und Mikro-Plastik-Problematik

    Eine Schülergruppe befasste sich mit dem regionalen Einkauf, um den LKW-Verkehr und lange Transportwege, also CO2 beziehungsweise Feinstaub zu reduzieren. Auch wurde über gesunde Ernährung gesprochen und höheren Vitamingehalt durch kurze Lieferketten bei frischem und regionalen Obst und Gemüse, das möglichst nah vom Bauern gekauft werden kann.

    Auch die Problematik von Mikroplastik in Bezug auf das Fischsterben wurde angesprochen und der damit zusammen hängende Gesundheitsbezug, eine Anreicherung im menschlichen Körper, aufgezeigt.

    Die Schüler sprachen sich auch für Baumpflanzaktionen aus, denn Bäume binden CO2 und tragen damit zum aktiven Klimaschutz bei. Sylvia Rahm zog ein durchweg positives Resümee. "Zukünftig kann sich eine große Mehrheit der Klasse 7b eine aktive Umsetzung ihrer Ideen, wie beispielsweise der Beteiligung an einer Baumpflanzaktion vorstellen."

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