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    Bad Neustadt

    Brender Fußgänger: Im Zickzack zum Alten Bahnweg

    Generationen von Brender Kindern sind auf dem Weg in die Schule durch diesen Torbogen des Karmeliterhofs gekommen. Der Karmeliterhof existiert nicht mehr und der Weg wird nun verlegt, denn er verlief bisher auf Privatgrund. Foto: Martina Harasim

    Zwischen dem Alten Bahnweg und der Hauptstraße in Brendlorenzen ging früher ein Geh- und Radweg durch das Gelände des alten Karmeliterhofs, also über Privatgrund. Das war allerdings nur geduldet. Der Karmeliterhof ist inzwischen abgerissen. Weil der neue Besitzer des Geländes den Bau einer Mehrfamilien-Wohnanlage auf dem Grundstück plant, ist jetzt die Verlegung dieses Weges nötig. Er soll nun mit zwei rechten Winkeln um das alte Karmeliterhofgelände herumführen.

    Neue Kanaltrasse

    Gleichzeitig muss dort der Kanal verlegt werden. Denn, der führt derzeit noch quer über das Gelände des ehemaligen Karmeliterhofs und würde von der geplanten Wohnanlage des neuen Eigentümers überbaut. Er ist außerdem in einem schlechten Zustand, wie Pascal Nüchter vom Planungsbüro Nüchter-Baumanagement Ingenieurtechnische Beratung  im Stadtrat von Bad Neustadt erklärte, er müsste also sowieso erneuert werden.

    Alle Versorgungsleitungen wie Wasser, Kanal, Strom sollen deswegen in den neuen Fußgängerweg verlegt werden. Allerdings gäbe das wegen der zwei rechten Winkel vor allem Probleme bei den Entwässerungsleitungen, so Stadtbaumeisterin Barbara Stüdlein. Um diese beiden Winkel zu entschärfen, darf die Kanalleitung in Absprache mit dem neuen Besitzer in einer Ecke des ehemaligen Karmeliterhofs das Gelände leicht schräg queren.

    Viele Versorgungsleitungen

    Eine zusätzliche Schwierigkeit beim Bau des neuen Weges ergibt sich durch ein Gebäude auf der anderen Seite. Dessen Fundament muss laut Nüchter erst unterfangen werden, bevor gegraben werden kann, um die ganzen Versorgungsleitungen und Leerrohre für Breitband unterzubringen und schließlich die Oberfläche des Wegs zu asphaltieren. 

    Deswegen wird das Unternehmen auch nicht ganz billig. Die Gesamtbaukosten hat das Bauamt mit 450 150 Euro kalkuliert. Vor allem wegen der beiden scharfen 90-Grad-Kurven wird der neue Weg, der nur noch drei Meter breit ist, in erster Linie ein Fußgängerweg sein und kein Fahrradweg, so Bürgermeister Bruno Altrichter. Radfahrer werden wohl schieben müssen. 

    Geld für Stadtmarketingverein

    Abgesegnet hat der Stadtrat den Zuschuss der Stadt in Höhe von 69 000 Euro für den Stadtmarketing -Verein. Das ist ziemlich genau der Betrag, den der Verein auch 2018 bekommen hat. Laut Michael Feiler kalkuliert der Stadtmarketingverein für 20129 mit 40 000 Euro an Mitgliedsbeiträgen. sowie 29 000 Euro an Einnahmen aus Akquise und Sponsoring. Laut einem Stadtratsbeschluss von 2009 verdoppelt die Stadt diese beiden Beträge, legt also insgesamt 69 000 Euro drauf. Damit stehen dem Verein für dieses Jahr 138 000 Euro für seinen Aufgaben zur Verfügung. Das ist etwas mehr als die 137 000 Euro, die der Verein 2018 an Ausgaben hatte. 

    Abgesegnet hat der Stadtrat den Neubau des evangelischen Gemeindehauses mit Umbau und Teilrückbau des Hauses der Jugend. Das 42 Meter lange und 15 Meter breite Gebäude soll südlich der Kirche entstehen. Außerdem sollen im Bereich des Teilrückbaus des alten Kindergartens zwölf Parkplätze ausgewiesen werden. Allerdings entspricht das Bauvorhaben mit seinem flachen Dach nicht den Vorgaben. Dort sind Satteldächer vorgesehen. Die evangelische Gemeinde  erhielt trotzdem die Zustimmung der Stadt. Denn, so Bürgermeister Bruno Altrichter, ein höheres Dach würde würde die Ansicht der Kirche verstellen. Allerdings forderte der Stadtrat, dass das Flachdach begrünt werden muss. 

    Aufträge vergeben

    Abgelehnt hat das Gremium den Bauantrag für ein zweigeschossiges Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung im Baugebiet Herschfeld Nord. Das Bauamt hatte zwölf, teils gravierende  Abweichungen von den Vorgaben des Bebauungsplans festgestellt, so Horst Wels. Das seien einfach zu viele, so der Bürgermeister. Die Ablehung erfolgt einstimmig.

    Für das Beleuchtungs- und Möblierungskonzept für die Innenstadt von Bad Neustadt hat der Stadtrat zwei Aufträge vergeben. Die Elektroarbeiten führt die Firma Elkom aus Meiningenfür für 84 238 Euro aus, die Mobiliarlieferung geht an die Firma Benkert Bänke aus Königsberg für 164 799 Euro, die Steinmetzarbeiten für die Umgestaltung des Altstadtfriedhofs vergaben die Stadträte an die Firma Vey aus Bad Neustadt für 85 571 Euro. Mit der Erneuerung der Serverumgebung der Schulen am Schulberg beauftragte der Stadtrat die Firma Vintin Solutions aus Sennfeld für 58 958 Euro.

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