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    Burglauer

    Burg-Elf: Willkommen in den Goldenen 20er Jahren

    Als kleine Badenixen verzauberte die Purzelgarde das Publikum der Prunksitzung der Burg-Elf in Burglauer. Foto: Eckhard Heise

    Eine Zeitreise machte die Burgläurer Burg-Elf und fand sich in den Goldenen Zwanzigern wieder, als Pomade-Haare und Charleston-Kleider in waren. Salonlöwe Udo Ries hielt mit flotten Sprüchen die Stimmung zwischen den Darbietungen hoch, die ohnehin dank des abwechslungsreichen Programms stets am Siedepunkt lag.

    Klage über Leibesfülle

    Das ging schon los, als Doris Beck über ihre Leibesfülle und Alter klagte. Keine Blatt nahm die kecke Dame vor den Mund und rechnete gnadenlos mit sich ab. Doch wer mit so viel Humor sein Schicksal beschreibt, ist nicht wirklich unzufrieden.

    Während die eine mit den Nachteilen des Alters - wenn auch auf die lustige Weise - zu kämpfen hat, kosten die anderen ihre Jugendlichkeit aus. So legte die Junioren-Garde einen zackigen Marschtanz hin, der das Publikum jubeln ließ.

    Der erste Kracher mit einem Nachwuchstalent

    Der erste Kracher des Abends war das Nachwuchstalent Lena Then. Das Mädel, das das Grundschulalter gerade überschritten hat, legte einen Auftritt hin, als ob sie schon Jahre  im Geschäft wäre. Mit unnachahmlicher, kindlicher Unbeschwertheit schrieb sie als Udo Ries' Nichte aus dem Norden einen Schulaufsatz über ihren ersten Besuch in Bayern.

    Udo Ries' Nichte Lena enthüllte kindlich-unbekümmert bayerische Eigentümlichkeiten. Foto: Eckhard Heise

    Urkomisch ihre trefflichen Beschreibungen urbayerischen Gemüts und Dialekts. Eine Parodie auf bayerische Schimpfworte könnte nicht besser ausfallen, als ihr Versuch, sie in Hochdeutsch wiederzugeben: Das Publikum lag bald unter den Tischen. Da ist ein Talent im Anmarsch, mit dem Burglauer noch viel Spaß haben wird.

    Die Purzelgarde begeisterte

    Zum Nachwuchs zählt auch Maximilian Ries. In vollkommen freier Rede beschrieb er seinen Schüleraustausch in England. Aber nicht nur in der Bütt, sondern auch auf dem Parkett wächst närrisches Potenzial bei der Burg-Elf heran. Das nächste Beispiel war die Purzelgarde. Das Publikum war aus dem Häuschen, als die jüngsten als bezaubernde Badenixen ihren Tanz aufführten und fröhlich der Aufforderung "Pack die Badehose ein" nachkamen.

    Udo Ries und sein Kompagnon Daniel Rossmann griffen dann selbst zu den Instrumenten und luden gekonnt zur Schunkelrunde ein, die dann Gotthold und Eustach – alias Martin Wachenbrönner und Fredi Breunig – beendeten. In diesem Jahr sorgen sie in den Sälen mit ihrem Sketch "Vorsitzender eines Burschenvereins" für Tränen in den Augen.

    Zackiger Marschtanz

    Zackig ging es dann weiter mit dem Marschtanz der Großen Garde, ehe Johannes Then die Tücken des Smartphones beschrieb und zur Begeisterung der Zuschauer auch noch einen Robotertanz zum Besten gab.

    Ein zackiger Gardetanz kommt bei den Zuschauern stets an. Foto: Eckhard Heise

    Nach der Pause startete die zweite Hälfte gleich mit einem Schmaus fürs Auge. Die Juniorengarde nahm das Thema des Abends auf und hatte sich mit dem Outfit früherer Zeiten versehen, um Charlie Chaplin aufleben zu lassen.

    Uwe Heinickel und Frank Dünisch waren danach "Die Zwee vom Bänkle". Die beiden Junggesellen schilderten ihre liebe Not mit dem anderen Geschlecht und sahen aber auch die Vorteile ihres Loses. Einen spektakulären Solotanz legte daraufhin das Sälzer Tanzmariechen Pauline Kuhn hin, ehe Otmar und Brunhilde Hillenbrand zur Silberhochzeit ihr Leben und ihre Ehejahre Revue passieren ließen.

    Ausschweifungen mit dem Männerballett

    Einen Zeitensprung gab es nach dem komödiantischen Auftritt von Gastbüttenredner Uli Kiesel mit dem Männerballett. Die Truppe huldigte dem "Großen Gatsby" und interpretierte die Ausschweifungen der 1920er Jahre auf ihre ganz eigene Art. Einen Heidenspaß hatten die Zuschauer als die fünf "Kröcke" das örtliche Geschehen unter die Lupe nahmen.

    Etwas Spott für den scheidenden Bürgermeister

    Vor allem der scheidende Bürgermeister Kurt Back musste noch einmal manch Spott über sich ergehen lassen. Gekonnt fasste das Quintett seine Verse außerdem in Lieder und dichtete kurzerhand "Verliebt, verlobt, verheiratet" zu einer Abrechnung mit der Ehe um. Zu mitternächtlicher Stunde sorgte die Große Garde mit ihrem Showtanz zum Motto des Abends für den gelungenen Abschluss.        

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