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    Burglauer

    Burglauer: Warum Brandstiftung nicht ausgeschlossen ist

    Am Donnerstagabend stand ein Strohballen-Lager im Brachtel bei Burglauer in Flammen. Drei Feuerwehren rückten zu Löscharbeiten an.
    Ein Strohballen-Lager bei Burglauer brannte. Das war der fünfte Brand innerhalb weniger Wochen. Nicht nur Bürgermeister Kurt Back vermutet Brandstiftung.
    Ein Strohballen-Lager bei Burglauer brannte. Das war der fünfte Brand innerhalb weniger Wochen. Nicht nur Bürgermeister Kurt Back vermutet Brandstiftung. Foto: Andreas Sietz

    Die Rauchwolke war am Donnerstagabend weithin sichtbar: Am Waldrand im Flurabschnitt Brachtel brannte es. Die Burgläurer Feuerwehr war sofort zur Stelle. Zudem rückten die Feuerwehrkollegen aus Münnerstadt und Niederlauer zur Unterstützung an.

    Gegen 20.20 Uhr hatte sich am Feldweg zwischen Burglauer und Strahlungen ein Feuer entwickelt. Nach Angaben von Bürgermeister und Feuerwehrvereinsvorsitzendem Kurt Back hatte ein Landwirt dort vor einiger Zeit an seinem Acker knapp 25 Strohballen gelagert und diese mit Folie abgedeckt. Dieses Strohballen-Lager war am Donnerstagabend aus bislang noch ungeklärter Ursache in Brand geraten, so Back.

    Steter Pendelverkehr

    Die Feuerwehrleute aus Burglauer rückten mit zehn Mann an. Zusammen mit den Kollegen aus den Nachbarorten versuchte man, der Situation Herr zu werden, sagte Kommandant Lukas Then am Freitag im Gespräch mit dieser Redaktion. Ein nicht ganz leichtes Unterfangen, denn am Brachtel gibt es natürlich keine Wasseranschlüsse. Im Pendelverkehr mussten alle Floriansjünger mit ihren Fahrzeugen, die teils mit 600-Liter-Tanks, teils mit 2000-Liter-Tanks ausgestattet sind, Löschwasser aus Burglauer herbeiholen, erklärt Then.

    Und das in Corona-Zeiten, in denen man Abstandsregeln einhalten muss. Normalerweise rücken neun Feuerwehrleute im Auto aus. Jetzt sind es nur sechs, die im Löschfahrzeug beieinander sitzen dürfen, wenn der Abstand gewahrt bleiben soll, sagt Then. Zudem müsse man mit Masken losfahren. Dennoch habe alles sehr gut geklappt.

    Insgesamt fünf Brände

    Weil es in den vergangenen Wochen schon viermal in und um Burglauer brannte und das inzwischen der fünfte Brand ist, fragt man sich im Kreis der Burgläurer Feuerwehr nun, ob da vielleicht ein Brandstifter sein Unwesen treibt. Für Bürgermeister Back ist der Fall ziemlich klar. "Das ist auf jeden Fall Brandstiftung." Vor nicht allzu langer Zeit erst war ein kleiner Brand am Schützenplatz eher zufällig entdeckt worden, weil ein Feuerwehrmann gerade dort vorbeikam, erzählt Back. 

    Dreimal hatte es kurze Zeit später, an verschiedenen Tagen, am Waldrand im Brachtel kleinere Feuer gegeben, die zum Glück jeweils schnell entdeckt worden waren und zügig gelöscht werden konnten, erläutert Back. Diese kleinen Brände, kurz hintereinander, finden auch die Feuerwehrleute merkwürdig, sagt Kommandant Then. Auch er will nicht ausschließen, dass es sich um Brandstiftung handeln könnte. Die Polizei hat die Brandvorgänge jedenfalls aufgenommen.

    Ein paar Feuerwehrler hatten Nachtschicht

    Man müsse die Situation nun beobachten, sagt Then. Er ist froh, dass die Bevölkerung aktuell sehr umsichtig ist. "Da gehen überall viele Leute spazieren und beobachten mit, was draußen so vor sich geht." In der Nacht zum Freitag hatten die Burgläurer Feuerwehrleute jedenfalls teilweise noch Brandwache. In bestimmten Abständen sei man nochmal raus zum Brachtel gefahren, um den Brandherd nachzuprüfen, sagt Then. Das sei in solchen Fällen und bei dieser Trockenheit notwendig, um sicherzustellen, dass sich nicht irgendwo etwas neu entzündet. Verletzte gab es keine. Es entstand ein Sachschaden, der sich nach ersten Schätzungen auf rund 1000 Euro belaufen dürfte.

    Wer glaubt, sachdienliche Hinweise geben zu können, die zur Aufklärung des Falles beitragen könnten, wird dringend gebeten, sich unter Tel. 09721/202-1731 bei der Kriminalpolizei Schweinfurt zu melden.

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