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    Burgwallbach

    Burgwallbach: Grenzbegehung der Jagdgenossen im Staats- und Privatwald

    Zahlreich nahmen die Burgwallbacher Jagdgenossen und weitere interessierte Bürger an der diesjährigen Grenzbegehung im Burgwallbacher Forst teil. In diesem Jahr stand vor allem der zukünftige Umbau der Wälder wegen der Klimaveränderung im Vordergrund der Diskussionen. Foto: Manfred Zirkelbach

    Zum sechsten Mal haben sich die Jagdgenossen zu einer Grenzbegehung in der Burgwallbacher Flur getroffen. Hierzu begrüßte der Vorsitzende der Jagdgenossenschaft, Bruno Kleinhenz, bei strahlendem Herbstwetter eine große Anzahl von Landwirten, Waldbesitzern und interessierten Bürgern. Gemeinsam mit den beiden Forstleuten Michael Heinrich und Miriam Sautter unternahmen sie eine etwa dreistündige Wanderung über die Bergellern entlang des Staatsforstes und privater Burgwallbacher Waldgrundstücke. Försterin Miriam Sautter von den Bayerischen Staatsforsten in Bad Brückenau ist zuständig für das Staatsrevier Burgwallbach, Förster Michael Heinrich hingegen für den Kommunalwald und die privaten Waldflächen.

    Der Wald wird derzeit von den beiden Trockenperioden der letzten beiden Sommer sehr belastet, stellten die Fachleute übereinstimmend fest. Die Klimaveränderung sei immer mehr spürbar, Förster und Waldbesitzer stünden deshalb vor ungemein großen Herausforderungen, weshalb in den nächsten Jahren der Umbau des Waldes erfolgen müsste. In den letzten 100 Jahren war in der Region Rhön vor allem auf Nadelholzbestände großer Wert bei der Bewirtschaftung gelegt worden. Diese seien aber bereits jetzt durch die Stürme der letzten Jahre, durch Trockenheit, Schädlinge und verschiedene Krankheiten sehr dezimiert worden. Zukünftig wird für die Nadelwälder kaum weitere Chancen gesehen.

    Mit staatlicher Unterstützung soll dem Waldsterben begegnet werden

    Mit staatlicher Unterstützung soll deshalb in den nächsten Jahren dem weiteren Waldsterben begegnet werden. Dazu zählt vor allem die Ankündigung der Staatsregierung, mehr als zwei Millionen Bäume in den Staatswäldern anzupflanzen. Ähnliche Hilfen und Anreize sollen auch für die kommunalen und privaten Wälder erfolgen. Dabei gehen die Fachleute davon aus, dass dem Mischwald, mit teilweise neuen Baumarten, die Zukunft gehört.

    Auch Fragen zur Bejagung wurden von den beiden Förstern beantwortet. So sei davon auszugehen, dass die Jagd im Zusammenspiel mit den neuen Maßnahmen intensiv zu erfolgen habe. Weitere Informationen gab es außerdem zu den vom Staat angebotenen Waldflurbereinigungen und dem privaten Waldtausch. Im Anschluss an die Begehung trafen sich die Teilnehmer noch im Gasthof zum Hirschen, wo dann noch weiter tüchtig diskutiert werden konnte. Die Brotzeit wurde wie in all den Jahren zuvor vom Burgwallbacher Jagdpächter Ferdinand Knepper spendiert.

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