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    Bad Neustadt

    "Cornamusa" in Bad Neustadt: Highländer im Kilt grüßen von der Insel

    Für jede Menge Schwung und Begeisterung sorgte die international ausgezeichnete Formation „Cornamusa“ von der Insel. Als Dank für eine unvergessliche Show gab es überschwänglichen Applaus.
    Für jede Menge Schwung und Begeisterung sorgte die international ausgezeichnete Formation „Cornamusa“ von der Insel. Als Dank für eine unvergessliche Show gab es überschwänglichen Applaus. Foto: Andreas Sietz

    Denkt man an die „Insel“, kommen der Brexit, Prinz Harry, Whisky,  die Beatles, Kinofans „Arni“ als Conan der Barbar, Stonehenge, Loch „NES“ und vor allem der unverwechselbare Sound aus dem Norden einem schnell in den Sinn. Einen schwungvollen Hauch davon konnte man nun in der bis auf den letzten Platz ausverkauften Stadthalle eindrucksvoll erleben.

    Die Frage, was der Schotte unter seinem Kilt trägt, blieb bei der großen „Pipe Rock und Irish Dance“ Show von Cornamusa offen, aber sonst nichts, denn die schottisch-irische Musikshow von der grünen Insel war ein echtes Erlebnis der Spitzenklasse, das die Stadthalle in Windeseile füllte. So eine Show live, das wollte sich keiner entgehen lassen und Bad Neustadt als Veranstaltungsort reihte sich in den Reigen der Städte Dresden, Darmstadt oder Leipzig nahtlos ein.

    Das Wort "Synchron" neu definiert

    Während der Deutschlandtour stand auch ein Abstecher der Musiker mit den flotten Beinen und den Dudelsäcken nach New York oder Philadelphia an. Und die Show, die eingebettet in die Liebesgeschichte von Richard, dem Goldschmied, und Mary, stand, hatte einiges zu bieten und war ein Erlebnis für alle Sinne. Liebe, Leidenschaft und ewige Treue, ein Zauberring, Piraten und Gefangenschaft und wie sollte es auch sein – ein Happy End.

    Jede Menge flotte Beine begeisterten das Publikum.
    Jede Menge flotte Beine begeisterten das Publikum. Foto: Andreas Sietz

    International ausgezeichnete Stepptänzer, die das Wort „Synchron“ neu definierten, ergreifende Dudelsack-Stücke, fünfstimmige Satzgesänge wie beim legendären Amazing Grace oder Lord of the Dance und eine bestens aufgelegte Liveband, die zum Träumen regelrecht einlud. Und dann gab es zu diesem Gesamtpaket noch eine Bild- und Lichtshow, die den Sound schon fast malerisch unterstrich.

    Ein dreifacher Europameister zeigt, was er kann

    Die Highländer, die meisten kamen allerdings aus „Germany“, ließen mit ihren neuen Arrangements und Kompositionen grüßen und bei altbekannten und herzergreifenden Ohrwürmern wurde man mental zu einer sinnlichen Reise eingeladen und immer wieder war „Gänsehautfeeling“ angesagt.

    Preisgekrönte Tänzer auf Weltklassenniveau sprengten die Ketten des Standards, ohne die Wurzeln der Tradition zu verlieren. Mit bei der Show war auch Solotänzer und Choreograf Gyula Glaser, der bereits als dreifacher Europameister unter anderem am Off-Broadway Irish Repertory Theater in New York gastierte.

    Bei der Show schwebte sogar schon einmal eine Fiedel-Spielerin.
    Bei der Show schwebte sogar schon einmal eine Fiedel-Spielerin. Foto: Andreas Sietz

    Tanzfreudige Elfen und ergreifende Dudelsack-Stücke

    Nicht minder erfolgreich ist auch seine Partnerin Nicole Ohnesorge im Choreografen-Duo, die als Solotänzerin bei internationalen Produktionen mitwirkte und so manchen Meistertitel einheimsen konnte. So auch den dritten Platz bei der Weltmeisterschaft und so hat die Berlinerin die drittschnellsten Beine der Welt.

    Folklore traf auf Rock, Fiedeln auf Gitarrensound, die tanzfreudigen Elfen in Grün machten ihrer Herkunft alle Ehren, wilde Seefahrer erinnerten an die Zeiten der Seemacht und Piraterie unter königlicher Flagge und so manch Dudelsack-Stück hätte wohl so manch Urtier aus der Tiefe zum Leben erwecken können. Nur gut, dass unsere „Nessi“ zu dieser Zeit Pause hatte.

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