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    WEISBACH

    DJK Weisbach: Als die Mitgliedschaft noch 50 Pfennig kostete

    Genau erinnerte sich Karl Reder noch an die Gründung des Weisbacher Sportvereins vor 65 Jahren im Landgasthof „Grüner Baum“. Otto Gärtner wurde damals zum ersten Vorsitzenden gewählt – und Karl Reder im Alter von 14 Jahren zum Subkassier. „Von Haus zu Haus durfte ich gehen und regelmäßig von jedem Jugendlichen 20 Pfennig und jedem Erwachsenen 50 Pfennig einsammeln“, schmunzelt Karl Reder heute.

    Später wurde er zum Vorsitzenden und Gründungsvater des Weisbacher Oktoberfestes, heute ist er Ehrenvorsitzender. Er wurde bei den Feierlichkeiten zum 60-jährigen Bestehen der DJK und zum 65-jährigen Bestehen des Weisbacher Sportvereins neben anderen für 60 Jahre Mitgliedschaft bei der DJK geehrt.

    „Da weiß man nun auch, wo der Matthias das her hat“, pflichtete dem Ehrenvorsitzenden sein heutiger Nachfolger Alois Türpitz bei – mit Blick auf den seit 28 Jahren amtierenden Kassier Matthias Reder, den Sohn von Karl Reder.

    Wie diese Anekdote zeigt, hielt die DJK ihr Jubiläumsfest zum 60-jährigen Bestehen und gleichzeitigem 65-jährigen Bestehen des Weisbacher Sportvereins in einem zwanglosen Rahmen ab. Dabei zeigten sich sowohl Mitglieder als auch Ehrengäste äußerst gut gelaunt. Vor allem die Familien waren bei diesem Fest willkommen, schließlich lockte eine Riesen-Rollen-Rutschbahn, ein großer Spielezirkus oder selbst gemachtes Eis viele junge Vereinsmitglieder mit ihren Mamas und Papas zum DJK-Gelände. Für die älteren gab es ein großes Kickerturnier und musikalische Unterhaltung durch die Weisbacher Musikanten und die Grabfeld-Bieraten.

    Die Historie der 65-jährigen Geschichte des Weisbacher Sportvereins und 60-jährigen Geschichte der DJK war auf großen Pinnwänden dargestellt – in Geschichts-, Stichpunkt- und sogar in Reimform. In einem Diagramm war die Entwicklung des „Bierausstoßes“ beim Weisbacher Oktoberfest seit 1983 aufgezeichnet sowie die Gesamtanzahl der verkauften Bratwürste, Haxen und Steaks.

    Entsprechend waren die Verantwortlichen der DJK bemüht, den offiziellen Festkommers zum Jubiläum möglichst kurz und auf das Wesentlichste beschränkt zu gestalten. Was auch gut gelang. Vorsitzender Alois Türpitz begrüßte die Vertreter von DJK und BLSV, die Gründungsmitglieder, den Ehrenvorstand, Bürgermeisterin Birgit Erb sowie benachbarte Sportvereinsvorstände und Weisbacher Vereinsvorstände, die zum Gratulieren gekommen waren. Nur zwei Ereignisse aus der Geschichte der DJK-Chronik zitierte Türpitz: Da war das Jahr 1996, als in einer Spielrunde die erste Fußballmannschaft gleich vier Mal ihren Trainer wechselte oder das Jahr 1998, als bei der Hauptversammlung 28 vergebliche Vorschläge für einen neuen Vorsitzenden gemacht wurden, bevor sich Theo Büttner schließlich noch einmal bereit erklärte, das Amt zu übernehmen.

    Erb: Vorbildliches Ehrenamt

    Bürgermeisterin Birgit Erb hob in ihrer Ansprache das bei der DJK vorbildlich gelebte Ehrenamt heraus, lobte den Arbeitseinsatz, das sportliche und zwischenmenschliche Engagement der Mitglieder, die hervorragende Zusammenarbeit der Sportvereine in der Großgemeinde sowie die vorbildliche Jugendarbeit.

    Peter Eschenbach, der stellvertretende Diözesanvorsitzende des Diözesanverbands Würzburg, lenkte in seinem Grußwort den Blick auf die drei wesentlichen Säulen der DJK-Vereine: Glaube, Gemeinschaft und Sport. Für das erfolgreiche Fortbestehen sei es stets wichtig, dass sich immer wieder jemand findet, der an der Spitze stehe. Ein Sportverein sei ein unverzichtbarer Bestandteil des Dorfes und der Gesellschaft. Eschenbach sah die DJK Weisbach als einen Verein an, „der sehr gut aufgestellt ist“ mit einer Vielzahl an Angeboten: vom Kinderturnen bis zur Herren-Fitness-Gruppe.

    Auch Jürgen Gensler, der DJK-Kreisvorsitzende Rhön-Grabfeld, lobte die breite Angebotspalette im Verein.

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