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    Mellrichstadt

    Dank an die Feuerwehr: Vorbild für die Menschen

    Pfarrer Thomas Menzel und Pfarrer Andreas Werner hielten in ökumenischer Verbundenheit den Gottesdienst zum 150. Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Mellrichstadt. Foto: Brigitte Gbureck

    Kreativ geschmückt war die Festhalle bzw. das Zelt der Freiwilligen Feuerwehr Mellrichstadt am Sonntagmorgen zum ökumenischen Gottesdienst, feierlich umrahmt von den Frickenhäuser Musikanten unter Leitung von Johannes Ebert. Neben der Politprominenz erschien pünktlich auch der Schirmherr, Innenminister Joachim Herrmann, begleitet von seinen Sicherheitskräften.

    Pfarrer Andreas Werner begrüßte die Besucher im Namen der beiden Kirchengemeinden zum sonntäglichen Gottesdienst. Er und Pfarrer Thomas Menzel würden am liebsten immer so feiern, bekannte er, was großen Beifall herausforderte. Vor Gott seien alle gleich, selbst über die konfessionellen, religiösen und gesellschaftlichen Grenzen hinaus. Sie wollten auf die gemeinsamen Werte der Gemeinschaft blicken und zusammen beten, singen, hören und auch nachdenken und möchten den Segen Gottes der Feuerwehr zusprechen, denn ihr Dienst an der Gesellschaft könne oftmals auch gefährlich sein. 

    „Was habe ich davon, was bringt‘s mir, was nützt es mir?“ An dieser Frage würden heute viele Menschen ihr Handeln messen, begann Pfarrer Menzel die Predigt. Gleichgültigkeit mache sich breit, zum Beispiel in fehlender Bereitschaft, im Ehrenamt Engagement zu zeigen. Es gebe aber auch Menschen, die diesem Zeitgeist entgegen treten. Die Feuerwehr Mellrichstadt gehöre dazu. Sie engagiere sich für andere, dem allgemeinen Trend zum Trotz. Sie begeistern, spornen an, nehmen in die Pflicht. Und das seit 150 Jahren, um Menschen aus Gefahren zu erretten und sie vor Gefahren zu bewahren. „Danke, dass ihr euren Dienst am Mitmenschen so groß haltet und ihn mit viel Opferkraft und Verzicht auf freie Zeit, unter Einsatz der eigenen Gesundheit und des Lebens, verrichtet“, lobte Pfarrer Menzel.

    Pfarrer Werner pflichtete seinem Amtsbruder bei. "Was habe ich denn davon?" Es sei völlig unvorstellbar, dass Jesus das nur einmal über seine Lippen gebracht hätte. Wenn der Notfallseelsorgemelder geht, gebe es keine Diskussion. Heute gebe es nicht wenige, die einfach „liegen bleiben“, wenn Hilfe notwendig ist, nicht, weil sie nicht gehen können, sondern weil sie nicht wollen. So könne eine Gemeinschaft nicht funktionieren.

    Beistand und Glauben seien gefragt, so Pfarrer Menzel, zuhören, mitleiden, Trost geben und Perspektiven eröffnen. Genauso, wie die Feuerwehr Vorbild sei, weil sie sich engagieren und den Menschen den Spiegel vorhalten, können und sollten auch die Christen mit ihrem kritischen Nachfragen entschieden eintreten für eine bessere Welt, die Menschen wach rütteln und in Bewegung setzen.

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