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    STETTEN

    Darf die alte Feuerwehrscheune abgerissen werden?

    Beim Abriss der Nachbarscheune hat sich herausgestellt, dass der Feuerwehr-”Stadel” auch sehr baufällig ist. Foto: Eva Wienröder

    Eine Ortsbegehung stand zu Beginn der Sondheimer Gemeinderatssitzung im Ortsteil Stetten auf dem Programm. Dabei ging es um das Dorfzentrum als aktuelles Projekt. Den ersten Halt legten die Ratsleute in der Ortsdurchfahrt im Bereich „Hintertor” ein. Schon länger pocht die Gemeinde beim zuständigen Landratsamtsamt auf Verhängung eines beidseitigen Park- beziehungsweise Halteverbots, da es hier an der unübersichtlichen Stelle der Kreisstraße immer wieder zu gefährlichen Verkehrssituationen kommt. Mitunter würden bis zu vier Fahrzeuge an der Engstelle abgestellt, wie Anwohner beklagten. Bürgermeister Thilo Wehner und seine Gemeinderatskollegen wollen sich noch einmal bei den zuständigen Stellen Gehör verschaffen.

    Genug Platz für etwas schmuckes Neues

    Besichtigt wurde anschließend die Feuerwehrscheune. Diese war einmal das mittlere Gebäude eines Ensembles aus drei Scheunen. Eine wurde vor einiger Zeit wegen Einsturzgefahr abgebrochen, nun musste auch die zweite weg. Dabei wurde offenkundig, dass die Feuerwehrscheune ebenfalls sehr baufällig ist. Im Gemeinderat plädiert man für einen Abriss, zumal sich aus dem Platz etwas schmuckes Neues gestalten ließe. Jetzt muss aber erst einmal geklärt werden, ob nicht denkmalpflegerische Belange dagegen sprechen.

    Baufortschritt am Dorfzentrum im Plan

    Mit dem zuständigen Architekten Henry Kiesel vom Büro Planidee Franken Lürzel & Kiesel, Bad Neustadt machten sich die Gemeindevertreter ein Bild vom Baufortschritt am Dorfzentrum. Im ersten Bauabschnitt stehen das historische Gasthaus „Zur Linde” mit dem Vorplatz und das Backhaus im Mittelpunkt. Das Gasthaus erfährt eine Außensanierung und es wird eine Rampe für einen barrierefreien Zugang zum Erdgeschoss angebaut. Beim Backhaus bleibt der Backraum erhalten, dazu gibt es einen neuen Raum für kleine Feiern, neue Toiletten und eine von außen zugängliche Behindertentoilette.

    Der zweite Bürgermeister Dietmar Zink sei ein verlässlicher Ansprechpartner vor Ort, lobte der Planer und berichtete davon, dass sich der wöchentliche „Jour fixe“ auf der Baustelle sehr bewährt habe. Kiesel stellte zudem zufrieden fest, dass man sich sehr gut im Zeit- und Kostenplan bewege. So dürfte der erste Bauabschnitt Ende des Jahres abgeschlossen sein. 2019 soll dann der untere Bereich des Dorfzentrums mit dem „Gänsteich” folgen.

    Beratung über Krippenanbau

    Nach der Besichtigungstour wurde die Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus fortgesetzt. Ein wichtiges Thema dabei war die Erweiterung des Sondheimer Kindergartens um eine Krippe. Träger der Einrichtung ist die evangelische Kirchengemeinde, die Baulast liegt jedoch bei der politischen Gemeinde. Angedacht ist ein eingeschossiger Anbau an das bestehende Kindergartengebäude mit ähnlicher Grundfläche wie beim Bestandsbau. Ein Vorentwurf liegt bereits vom Planungsbüro Planidee Franken vor, die Kosten werden auf rund 500 000 Euro geschätzt. Die Gemeinde kann über ein neues Sonderförderprogramm des Bundes mit etwa 50 Prozent Zuschuss rechnen.

    250 000 Euro Gemeindeanteil

    250 000 Euro Eigenanteil sind für die Gemeinde kein Pappenstiel, aber eine wichtige Investition in die Zukunft, um für junge Familien attraktiv zu sein – so das Fazit der Gemeindeführung. Das Gremium fasste den Grundsatzbeschluss, die Planung zügig vorantreiben zu wollen.

    Weiterhin fasste der Gemeinderat den förmlichen Beschluss zur abschließenden Anerkennung des ILEK. Positiv beschieden wurde vom Gremium der Antrag zum Bau eines Wohnhauses im Neubaugebiet am Osterberg in Sondheim und nachträglich genehmigt wurde der Bau einer Pferdeunterstellhalle.

    Kein Wassercontainer zum Gaudi-Turnier

    Der Gemeinderat möchte einen neuen Zunftbaum in Sondheim errichten lassen. Ratsmitglied Michael Schilling hat Erkundigungen eingeholt. Das Kollegium plädierte für eine zwölf Meter hohe Metallstange mit festen Schildern in Größe DIN A 3. Ein Kostenvoranschlag wird angefragt.

    Der Brandschaden am Container der Sondheimer Jugend wird behoben. Der Auftrag wurde für knapp 2900 Euro vergeben, wie der Bürgermeister informierte. Die Jugend hatte sich mit einem weiteren Anliegen an die Gemeindeführung gewandt. Im Rahmen des Gaudi-Turniers des TSV wollte sie auf dem gemeindlichen Platz vor dem Jugendraum einen großen, offenen Metallcontainer aufstellen und mit Wasser befüllen. Bei der Sommerhitze wäre das Wasserbecken für manche Festbesucher sicher eine willkommene Abkühlung, aber die Verletzungsgefahr sei bei solch einem Container einfach zu hoch, wie die Ratsleute meinten und den Antrag ablehnten.

    Modellprojekt Büffelbeweidung

    Der Landschaftspflegeverband möchte im Rahmen eines Modellprojektes eine Beweidung mit Büffeln testen und hat um gemeindliche Flächen angefragt. Da es sich lediglich um einen kurzen Zeitraum von drei Wochen handelt, steht dem seitens der Gemeinde nichts entgegen.

    Bearbeitet von Eva Wienröder

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