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    Saal

    Das Ehrenamt steht bei der Feuerwehr im Mittelpunkt

    Für 25 Jahre Feuerwehrdienst gab es eine staatliche Urkunde und Ehrennadel für verdiente Wehrleute beim 150. Bestehen der Feuerwehr von Saal. Diese überreichten (von links) Rhön-Grabfeld Landrat Thomas Habermann, Landtagsabgeordneter Steffen Vogel sowie (rechts) Kreisbrandmeister Thomas Ganz und Kreisbrandinspektor Michael Weber. Foto: Hanns Friedrich

    "Die Feuerwehr lebt mitten unter uns und  sorgt für die Sicherheit unserer Bürgern", sagte Bürgermeister Norbert Bauer beim Festkommers 150 Jahre Feuerwehr Saal. In der Marktgemeinde habe die Feuerwehr keinen Grund zum Jammern, wenn es um die Unterstützung der Kommune geht, fügte Kommandant Daniel Menninger an. "Bürgermeister und Gemeinderat wissen den Wert ihrer Wehr zu schätzen und haben immer ein offenes Ohr für uns." In vielen Gemeinden werde um notwendige Neuanschaffungen wie Schnürstiefel, Hosen, Jacken und Handschuhe diskutiert. "Viel zu oft hört man, dass die günstige Variante doch auch ihren Zweck erfüllt, erkennt aber nicht, dass die Wehrleute bei Wind und Wetter im Sommer und Winter im Einsatz sind. Und das alles freiwillig zum Allgemeinwohl, um den in Not geratenen Mitmenschen zu helfen", so Menninger.

    Daniel Menninger, Kommandant und Vorsitzender im Feuerwehrverein, gab einen Rückblick über 150 Jahre Feuerwehr in Saal an der Saale Foto: Hanns Friedrich

    Immerhin sei man 365 Tage im Jahr, sieben Tage die Woche und 24 Stunden am Tag ehrenamtlich bereit, Menschen in Not zu helfen und riskiere dabei oft auch das eigene Leben. Daniel Menninger empfinde es für wichtig, dass sich die Saaler Bürgerinnen und Bürger in der Feuerwehr engagieren. Schirmherr Steffen Vogel (MdL) unterstrich diesen Appell. Er selbst sei aktiv bei der Feuerwehr. Die Wertschätzung dieser ehrenamtlichen Leistung sei wichtig. "Zum Nulltarif gibt es das ehrenamtliche Engagement sicher nicht!" Es stelle sich schon die Frage, was wäre, wenn es diese Ehrenamtlichkeit nicht gäbe? Solch ein Dienst sei mit Geld nicht aufzurechnen, so Vogel.

    Mit 26 Jahren Verantwortung übernommen

    Der Landtagsabgeordnete rechnete weiter, dass durchschnittlich die Kommandanten in Saal 7,5 Jahre im Amt seien. Das sei hoch anzuerkennen. Daniel Menninger beispielsweise wurde mit 26 Jahren schon Kommandant und übernahm den Vorsitz beim Feuerwehrverein. Der Freistaat habe in seinem Haushalt 18 Millionen mehr für die Aufgaben der Wehren in Bayern eingerechnet. Dabei gehe es vor allem um die Ausbildung, die Jugend und Kinderfeuerwehren sowie die verlängerte Dienstzeit. Den Saalern rief er zu: "Ich stehen an Eurer Seite, Euer Dienst ist vorbildlich und das unterstütze ich als Abgeordneter sehr gerne." Vogel lud die Wehrleute aus Saal zu einem Besuch in den Bayerischen Landtag ein und überreichte einen Teller mit dem Wappen des Freistaats.

    Die Saaler Feuerwehr würdigte auch Landrat Thomas Habermann. "Hier wird viel geleistet, vor allem auch bei den Übungen und Prüfungen." Ein Dankeschön ging an Kommandant Daniel Menninger, der mit gutem Beispiel vorangeht. Das sei nicht immer einfach und durchaus auch belastend. Wichtig sei, dass dieser Dienst auch in der Familie mitgetragen werde. Der Landrat erinnerte an die Zeit vor 50 Jahren, an die Ausrüstung damals und heute. Dank sagte er dem Landtagsabgeordneten Steffen Vogel für das vertrauensvolle Miteinander und beglückwünschte die Saaler Feuerwehr zu ihrem 150. Geburtstag.

    Fester Bestandteil der Marktgemeinde

    Das hatte eingangs Bürgermeister Norbert Bauer ebenfalls getan, der die Wehr als einen festen Bestandteil der Marktgemeinde bezeichnete. Mit dem Festkommers würdige man die generationsübergreifende Leistung der Wehrleute. Brandschutz gab es nicht erst seit 150 Jahren in Saal, sondern schon lange zuvor, wusste das Ortsoberhaupt. Türmer, Nachtwächter, Feuersknechte waren die Anfänge des Brandschutzes. "Es hat sich viel gewandelt." Neben den originären Aufgaben des Brandschutzes kommen technische Hilfeleistungen dazu. Die Saaler Wehr sei oft auf der Autobahn im Einsatz. Der Bürgermeister erinnerte an die Kommandanten Erwin Häussler, Emil Vatter, Ottmar Ebner, Eberhard Dietz, Martin Tuchlinski und nun Daniel Menninger. "Vielen Dank für euren selbstlosen Einsatz."

    Geburtstagswünsche hatte Kreisbrandinspektor Michael Weber parat, der die Grüße der Kreisbrandinspektion und von Kreisbrandrat Stefan Schmöger überbrachte. Die Marktgemeinde und die Bürger von Saal könne man nur zu solch einer engagierten und professionellen Wehr beglückwünschen. Ein besonderer Dank galt Kommandant Daniel Menninger, der eine Supertruppe hinter sich habe.

    Seit 40 Jahren sind diese Wehrleute aus Waltershausen und Aub im Grabfeld bei ihrer Feuerwehr. Sie wurden beim Saaler Festkommers stattlich geehrt. Die Waltershäuser Frauen gehören zu den Gründungsmitgliedern der weiblichen Feuerwehr in der Milzgrundortschaft. Unser Bild zeigt die Geehrten mit Landrat Thomas Habermann, MdL Steffen Vogel (links) sowie Bürgermeister Norbert Bauer (dritter von rechts), Kreisbrandinspektor Michael Weber und Kreisbrandmeister Thomas Ganz. Foto: Hanns Friedrich

    Staatliche Ehrungen standen dann auf dem Programm: Das Ehrenzeichen für 40 Jahre Feuerwehrdienst ging an: Maritta Denninger, Margit Köhler, Karin und Sonja Rittweger, Dietmar Sünnemann (alle FW Waltershausen) sowie an Martin Dietz und Michael Mantel (FW Aub). 25 Jahre bei der Feuerwehr sind: André Haag, Martin Müller (FW Saal), Christian Albert, Armin Treubert (FW Aub), Thomas Döll, Sabine Weigand (FW Bad Königshofen), Marco Eberlein, Bernhard Geißler, Michael Geißler (FW Gabolshausen), Wolfgang Mohr (FW Gollmuthhausen), Tobias Gollhardt (FW Sulzdorf) und an Andreas Bauer, Thomas Röß (FW Trappstadt).

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