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    Hollstadt

    Das wohl heißeste Saale-Musicum aller Zeiten

    Am liebsten wäre Kuno Holzheimer gleich mit ins Planschbecken gesprungen, als er in Hollstadt das SaaleMusicum-Floß zu Wasser ließ. Foto: Eckhard Heise

    Genau so habe er sich das vorgestellt. Das Saale-Musicum solle dazu dienen, dem Nachwuchs eine Möglichkeit zu einem Auftritt zu schaffen. Kuno Holzheimer, Organisator der Veranstaltungsreihe, freute sich daher, dass der Gedanke in Hollstadt voll umgesetzt wurde und erst einmal die Kleinsten, angefangen von Kindergartenkindern bis zu den Zweitklässlern, für musikalische Unterhaltung sorgten.

    Es waren mindestens 50 Kinder, die Holzheimer zu sehen und hören bekam – was auch mit der Verdienst der Bayerischen Musikakademie Hammelburg ist, bei der Holzheimer als künstlerischer Leiter tätig ist. "Für die Grundschulen gibt es keine ausgebildeten Musiklehrer", erklärte der Mann, der später auch das symbolische Floß zu Wasser ließ. Daher habe seine Einrichtung das "WIM-Projekt" ins Leben gerufen und ein Konzept entwickelt, bei dem Musikerzieher einmal wöchentlich in die beiden ersten Grundschulklassen der Landkreise Rhön-Grabfeld und Bad Kissingen gehen und dort unterrichten.

    Wie von den Initiatoren gewünscht, bekam beim SaaleMusicum in Hollstadt der Nachwuchs eine Möglichkeit sich zu präsentieren. Foto: Eckhard Heise

    Im Schatten der Dreschhalle kamen auf diese Weise zwei WIM-Gruppen zum Einsatz. Die Begeisterung an den voll besetzten Tischen war so groß, dass Zugabe-Rufe ertönten, denen die kleinen Akteure auch umgehend nachkamen. Allerdings mussten alle Beteiligten ziemliche Strapazen auf sich nehmen – nicht wegen der Qualität der Darbietung, sondern wegen der äußeren Umstände. "Das ist für mich die wohl bisher heißeste Veranstaltung", stellte Holzheimer schwitzend fest.

    Und das will etwas heißen, denn er besucht nun im 15. Jahr des Saale-Musicums durch die Aufgabenteilung mit einem Kollegen etwa jedes zweite Konzert. In diesem Jahr haben die beiden deshalb ziemlichen Stress. Wegen der späten Pfingstferien mussten die 50 Veranstaltungen der Reihe, die am 28. Juli bereits wieder endet,  auf fünf Wochen zusammengedrängt werden.

    Das Planschbecken war heiß begehrt

    Ehe Holzheimer das obligatorische "Floß-zu-Wasser-lassen" zelebrierte – diesmal in einem heiß begehrten Kinderplanschbecken – und die "EMUS", die ehemaligen Musiker, ihre Instrumente auspackten, wies er noch auf ein ganz besonderes Ereignis in der Stadthalle von Bad Neustadt hin. Bei der Zentralveranstaltung zum 15. Jubiläum am 7. Juli wird eine ganz besondere Mischung und Vielfalt von musikalischen Auftritten geboten, die für einen außergewöhnlichen musikalischen Genuss sorgen dürften.

                     

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