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    Mellrichstadt

    Der Biber und die Kläranlage: Einer musste weichen

    Der Biber in Mühlfeld bereitete dem Team des Abwasserzweckverbandes erhebliche Probleme
    Der Biber in Mühlfeld bereitete dem Team des Abwasserzweckverbandes erhebliche Probleme Foto: Brigitte Gbureck

    Der Haushalt 2020 des Abwasserzweckverbandes Mellrichstädter Gruppe ist in trockenen Tüchern. In der vom Verbandsvorsitzenden Eberhard Streit geleiteten Sitzung genehmigten die Verbandsräte das Zahlenwerk, das VG-Geschäftsstellenleiter Peter Hehn erläuterte.

    Mit zwölf Sitzen im AZV sind Mellrichstadt, Ostheim, Stockheim und Willmars mit 23320 Einwohnerwerten vertreten. Die Umlage wird zur Hälfte nach den Einwohnerwerten und zur Hälfte nach der Schmutzwassermenge ermittelt. Aufgrund der Trockenheit reduzierte sich die Abwassermenge 2018 von 627629 Kubikmetern  auf 564610 Kubikmeter 2019.

    In die Jahre gekommen

    Die Kläranlage und die technische Einrichtung sind mittlerweile 20 Jahre in Betrieb. Es werden einige Investitionen nötig sein. So sind für die Beschaffung eines neuen Getriebes, eines Sauerstoffmessgerätes im Belebungsbecken und eines Hydraulikaggregates 20000 Euro im Haushalt eingestellt. 7500 Euro betragen die Bewirtschaftungskosten. Für dieses Jahr ist die Entsorgung von 4000 Kubikmetern Klärschlamm geplant. Im Vergleich zu 2015 sind die Kosten für die Klärschlammausbringung stark angestiegen und schlagen mit 72000 für die Ausbringung und 8000 Euro für die Untersuchung zu Buche.

    Photovoltaik rentiert sich 

    Für die Müllgebühr für den Container, in dem die Abfallstoffe des Rechens entsorgt werden, sind 7400 Euro eingeplant, die Kosten für Phosphatfällmittel beziffern sich auf 10000 Euro. Die Stromkosten werden nach Auslaufen des Stromlieferungsvertrages auf 80000 Euro ansteigen. Die 2011 installierte Photovoltaikanlage erwirtschaftet pro Jahr 5700 Euro. Der Investitionsaufwand hat sich inzwischen refinanziert. 

    Das Volumen des Vermögenshaushaltes beträgt 33000 Euro und wird über Rücklagenentnahmen finanziert. Die größte Ausgabeposition ist die Zuführung zum Verwaltungshaushalt mit 25000 Euro. Die Kosten für ein Gutachten, ob die Kläranlage Nordheim/Rhön im Bedarfsfall an den AZV Mellrichstadt angeschlossen werden könnte, belaufen sich auf 2500 Euro.

    Einstimmig genehmigte das Gremium den Haushalt 2020, der in den Einnahmen und Ausgaben des Verwaltungshaushaltes jeweils mit 520000 Euro und im Vermögenshaushalt mit jeweils 33000 Euro abschließt, ebenso wurden die Haushaltssatzung, der Stellenplan 2020 und der Investitionsplan für die Jahre 2019 bis 2023 genehmigt.

    Dank an den Vorsitzenden

    Klärmeister Helmut Karlein zeigte in seinem Bericht, dass er und sein Team im vergangenen Jahr gut beschäftigt war. Unter anderem wurde im Belebungsbecken wurde ein neues Rotorgetriebe eingebaut, das Nachklärbecken 1 und 2 entleert, gereinigt, die technische Ausrüstung überprüft und repariert. An der Rechenanlage wurde das Hydraulikaggregat getauscht, die Druckleitungen von Willmars und Völkershausen überprüft, eine neue Drehkolbenpumpe im Pumpwerk Willmars eingebaut. Auf Beanstandung des TÜV hin wurde die Membrane des Brauchwasserdruckbehälters eingebaut. Im Hebewerk Kirschgarten wurden Pumpen und Rohrleitungen umgebaut. Nachdem der Biber in der Kläranlage Am Schönungsteich Mühlfeld Probleme bereitet hatte, durfte er entnommen werden.

    Bürgermeister Eberhard Streit bedankte sich bei Helmut Karlein und Jochen Stäblein. Die Arbeit in der Kläranlage sei in den letzten 14 Jahren immer von einem hohen Maß an Eigeninitiative und Engagement geprägt gewesen. Es sei ein gutes Gefühl, wenn man als Vorsitzender sehe, wie gut das laufe. Der Vorsitzende dankte für die gute Zusammenarbeit und wünschte allen eine weitere gute Zusammenarbeit im neuen Gremium. Ulrich Waldsachs sagte im Namen aller Eberhard Streit Dank für die umsichtige Führung des Verbandes.

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