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    Willmars

    Diakonieverein Willmars: Umbauarbeiten und Blick zurück

    Die Gemeinde Willmars beabsichtigt, das Schulhaus, das übergangsweise noch von der Herbert-Meder-Schule als Ausweichquartier genutzt wird, in eine moderne Kindertagesstätte umzubauen. Foto: Eva Wienröder

    Etwa 30 Mitglieder des Diakonievereins Willmars haben sich am Montagabend in der Mehrzweckhalle getroffen und auf das vergangene Jahr zurückgeblickt. Bei der Jahreshauptversammlung standen unter anderem Berichte der Vereinsarbeit, die Jahresrechnung und die Umbauarbeiten der Kindertagesstätte auf dem Programm. Der Diakonieverein Willmars zeichnet unter anderem für den Betrieb des Kinderheims Nicolhaus in Willmars und den Betrieb des eingruppigen Kindergartens Flohkiste verantwortlich.

    Die Vorsitzende Silvia Baumbach bedankte sich bei allen Anwesenden fürs Kommen und blickte auf ein bewegtes Jahr zurück. Insgesamt 97 Mitglieder zähle der Verein, gab der zweite Vorsitzende Erhard Schorr bekannt. Neben zwei Austritten konnte man zwei Zugänge verzeichnen.

    Vielfältige Aktivitäten im Kindergarten

    Dorothee Öhlein, Leiterin des evangelischen Kindergartens Flohkiste, berichtete von ihrer Arbeit und gab den Mitgliedern einen Überblick über die vielfältigen Aktivitäten. Dazu gehörte beispielsweise eine Gesundheitswoche, in der Kinder und Eltern über Sport und Ernährung informiert wurden. "Auch das Adventssingen, die letztjährige Weihnachtsfeier oder auch die Faschingswoche waren tolle Aktionen", so Öhlein.

    Sie betonte außerdem, dass das Kindergartenteam eine sehr wichtige Arbeit für die aktuell 21 betreuten Kinder leiste. Hinzu kämen noch drei Hortkinder. Zum Kindergartenstandort sagte die Vorsitzende Silvia Baumbach: "Um zukunftsfähig zu sein, müssen wir die Kindertagesstätte ausbauen."

    Bei der Jahreshauptversammlung des Diakonievereins Willmars blickte die Vorsitzende Silvia Baumbach (Dritte von links) auf das vergangene Jahr zurück. Foto: Nicolas Bettinger

    Umbauarbeiten ab Januar 2021

    Die Gemeinde Willmars beabsichtigt, das Schulhaus, das übergangsweise noch von der Herbert-Meder-Schule als Ausweichquartier genutzt wird, in eine moderne Kindertagesstätte umzubauen. Bürgermeister Reimund Voß gab dazu bekannt, dass die Schule noch ein weiteres Jahr bis Ende 2020 in dem Gebäude bleiben wird. "Ab Januar 2021 werden dann die Umbauarbeiten stattfinden, die nach eineinhalb Jahren abgeschlossen sein müssen", so Voß. Die Baukosten sollen sich auf über eine Million Euro belaufen, ein beträchtlicher Zuschuss des Freistaats Bayern sei zu erwarten.

    Für das Kinderheim Nicolhaus blickte Gregor Koob auf das vergangene Jahr zurück. Wie bereits berichtet, übernimmt er derzeit die kommissarische Heimleitung, nachdem der bisherige Leiter Martin Bohn vom Vorstand freigestellt wurde. Es habe laut der Vorsitzenden Baumbach "Differenzen" gegeben, die man nicht beilegen konnte. Die Kündigung sorgte für Kritik und Diskussionen bei der Versammlung. Indes sprach Koob von "vielen schönen Erlebnissen und zahlreichen Herausforderungen" im vergangenen Jahr.

    Viele Kinder mit erhöhtem Förderbedarf

    Ein Höhepunkt sei der Ausflug zum Tierpark in Schweinfurt gewesen. Koob lobte unter anderem auch die erfolgreiche musikalische Förderung oder die Angebote des Fachdienstes. Darin lernen Kinder beispielsweise, wie sie mit Krisensituationen umgehen können. Zurzeit sei man "personell recht gut aufgestellt", nachdem man auch drei neue Mitarbeiter begrüßen konnte. Aktuell werden im Nicolhaus 45 Kinder betreut. Die Kinder und Jugendlichen haben ihre Familien verloren oder können dort nicht leben.

    Dabei hätten viele einen erhöhten Förderbedarf oder seien sozial-emotional vernachlässigt in das Nicolhaus gekommen. Von den 45 Kindern würden aktuell 20 zusätzlich psychiatrisch betreut. Dies sei eine besondere Herausforderung. "Die Rückführung der Kinder und Jugendlichen ist dennoch immer unser Ziel. Deswegen verlassen uns auch Bewohner", erklärte Koob die regelmäßigen Veränderungen im Kinderheim.

    Neben der Genehmigung des Jahresabschlusses 2018 beschlossen die Anwesenden außerdem, den jährlichen Mitgliedsbeitrag bei zwölf Euro zu belassen.

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