• aktualisiert:

    Mellrichstadt

    Die Auferstehung als schönstes Frühlingsgeschenk

    Der stellvertretende Dekan für das katholische Dekanat Bad Neustadt, Thomas Menzel (Mellrichstadt), und Pfarrer Michael Schlauraff (Bibra) feierten mit zahlreichen Gläubigen den Frühlingsgottesdienst in der Autobahnkirche Bibra an der A 71. Foto: Hanns Friedrich

    "Das schönste Geschenk des Frühlings ist das Osterfest in Erinnerung an die Auferstehung Christi", sagte Rhön-Grabfelds stellvertretender Dekan Thomas Menzel beim "Frühlingsgottesdienst" in der Autobahnkirche Bibra an der A 71. Trotz der nicht gerade einladenden Witterung war der Gottesdienst wieder sehr gut besucht. Dafür dankte Ralf Luther, Vorsitzender des Vereins Autobahnkirche A 71 e.V. Besonders erwähnt hat er den evangelischen Pfarrer Michael Schlauraff (Bibra) und seinen katholischen Amtsbruder Thomas Menzel (Mellrichstadt).

    Der Posaunenchor aus Bibra hatte die musikalische Gestaltung übernommen. Sein Dank galt den freiwilligen Helfern im Hintergrund, die unter anderem durch Blumen an den Fenstern und am Altar die kleine Kirche frühlingsmäßig gestaltet hatten, aber auch den Außenbereich und das Aufstellen der Bänke zum Gottesdienst ehrenamtlich übernahmen.

    Palmsonntag und Beginn der Karwoche

    Pfarrer Schlauraff verwies auf den Palmsonntag und den Beginn der Karwoche. Gerade diese Woche zeige, wie aus dem Jubel am Palmsonntag Trauer am Karfreitag werden kann. Allerdings gebe es die Auferstehung, denn Christus sei nicht im Grab geblieben. Der Pfarrer zog dazu eine Parallele zum Frühling, in dem neues Leben erwacht. "Deshalb feiern wir auch diesen Frühlingsgottesdienst, auch wenn die Witterung heute nicht gerade frühlingshaft ist."

    Das Aufbrechen der Natur unterstreiche letztendlich, dass Gott die Welt und die Menschen liebt. Das wurde auch in der Lesung deutlich, die den Schöpfungsbericht zum Inhalt hatte. Thomas Menzel sagte dazu, dass man sich heute natürlich dies nicht mehr so vorstelle, wie vor 3500 Jahren. Heute wisse man aufgrund der Wissenschaft, wie die Welt entstanden ist. "Aber alle Teile dieser Welt künden von der Würde, die Gott ihnen gegeben hat."

    Natur und Seele blühen auf

    Der Pfarrer erinnerte an den blühenden Kirschbaum in seinem Pfarrgarten, nannte die Apfelblüte, die als nächstes kommt. "Es ist einfach schön, vor allem, wenn dann noch die Sonne wieder scheint und alles grünt und blüht. "Da blüht nicht nur die Natur, sondern auch unsere Seele auf!" Der Prediger erinnerte an den Kontrast zwischen Aufblühen im Frühjahr und Erstarren in den Wintermonaten. Thomas Menzel zitierte das "Maienlied" von Johann Wolfgang von Goethe, in dem der Dichter am Ende in den Lobpreis des Schöpfers überleitet.  Auch die Seele blicke auf zum Lobgesang Gottes, den Thomas Menzel als Nährstoff der Seele bezeichnete. In der Heiligen Schrift komme dies immer wieder zur Sprache. So beim Baum, der seine Wurzeln tief in der Erde hat, um Wasser zu bekommen. Solch eine Quelle brauche auch die Seele.

    Den Menschen sei ein Blühen nach innen und von innen geschenkt. Gott selbst sei die Lebensquelle. Die Autobahnkirche an der A 71 bezeichnete der stellvertretende Dekan für den Landkreis Rhön-Grabfeld als eine Sehhilfe für solch eine Quelle der Seele. Die Menschen, die hierher kommen, würden durch diese Lebensquelle Gottes ermutigt und gestärkt.

    Auf das Osterfest ging Thomas Menzel abschließend ein und bezeichnete das Fest der Aufstehung Christi als das schönste Frühlingsgeschenk. Mit Gebetstexten, Liedbeiträgen und dem Segen endete die beeindruckende Andacht zum Palmsonntag in der Autobahnkirche.

    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!