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    Bad Neustadt

    Die Glosse: Michael Werner, beinhart!

    Nicht nur für den Rhönkauz ist die Wahl vorbei. Sie wird als Michaels-Wahl in die Geschichtsbücher eingehen. Dieweil muss Karmeliter um seinen guten Namen bangen.
    Das kann im Landkreis nicht passieren. Es gibt keine Stichwahl, also bleibt Papier übrig für die Toilettenpapier-Produktion. Was die Kommunalwahl sonst noch gebracht hat, darüber räsonniert der Rhönkauz
    Das kann im Landkreis nicht passieren. Es gibt keine Stichwahl, also bleibt Papier übrig für die Toilettenpapier-Produktion. Was die Kommunalwahl sonst noch gebracht hat, darüber räsonniert der Rhönkauz Foto: Peter Byrne

    Es ist vollbracht. Die Kommunalwahlen in Rhön-Grabfeld sind zu Ende. Dem Rhönkauz fällt ein Stein vom Herzen, denn für die schreibende Zunft und natürlich alle Wahlhelfer waren es überaus anstrengende Wochen.

    Aber es ist vorbei und man muss dem Rhön-Grabfelder als solchem allergrößte Weisheit bescheinigen. Denn es ist trotz dreier Gemeinden mit mindestens drei Bewerbern sowie vier Landratskandidaten nicht zu einer Stichwahl gekommen! Diese einmalige Lage ist höchstwahrscheinlioch dem Coronavirus geschuldet, denn aktuell werden sämtliche Papiervorräte für die Herstellung von Klopapier benötigt, erneute Wahlunterlagen oder gar Plakate passen da moralisch nicht ins Bild.

    Wahlsieger Michael

    Der Wahlsieger des Abends ist eigentlich ein Vorname, nämlich "Michael". Drei Michaels haben bei Bürgermeisterwahlen mit mindestens drei Kandidaten gewonnen: Michael Werner in Bad Neustadt, Michael Kraus in Mellrichstadt und Michael Schnupp in Fladungen. Man wird sich also noch lange an die "Michaels-Wahl" im Landkreis erinnern. 

    Bei den Freien Wählern in der Kreisstadt ist die Freude natürlich groß über den Wahlsieg im ersten Durchgang. So groß, dass man dort darüber schon nachdenkt, den Stolz der Stadt, die Karmeliterbräu, in Werner-Bräu umzubenennen.

    Wundenlecken

    Wundenlecken dagegen bei der CSU. Von dort heißt es, die Kreisstadt sei wohl noch nicht reif für eine Frau Bürgermeiserin gewesen. Es wäre ja gelacht, wenn nur in der Peripherie des Landkreises wie den Walddörfern oder an der Lederhecke Frauen das Sagen im Rathaus haben können und die moderne Kreisstadt so altbacken denkende Wähler hat!  

    Werfen wir noch einen kurzen Blick auf den Kreistag. Da kommt der Rhönkauz mit den politischen Analysen des Wahlergebnisses nicht so ganz klar. Von der CSU heißt es, sie habe Stimmen verloren, weil es ja eine Persönlichkeitswahl und weniger eine Parteiwahl sei. Von der SPD heißt es wiederum, dass es am bundespolitischen Zustand der SPD liege, weshalb man Sitze verloren habe. Auf jeden Fall liegt es offensichtlich nicht am Wähler, dass es so gekommen ist, wie es gekommen ist.

    Als Konstante im wogenden Meer der Veränderung bleibt dem Rhönkauz Landrat Thomas Habermann erhalten. Es wäre undenkbar gewesen, dass Yatin Shah im Tiroler Hut im Herbst den Ginolfser Weideabtrieb eröffnet hätte. Undenkbar auch, dass Thorsten Raschert als Kämpfer für die Arbeiterklasse überhaupt Wochenendtermine wahrgenommen hätte. Wenn das Stundenkonto seines Chauffeurs voll gewesen wäre, hätte er wichtige Veranstaltungen vorzeitig verlassen müssen aus Arbeitsschutzgründen. Und ein echtes Schloss mit dem nüchternen Zweckbau des Landratsamtes zu tauschen, das steht standesbewusstem Adel eines Karl Graf Stauffenberg doch auch nicht an.

    Der Rhönkauz lässt nun das Politisieren und konzentriert sich auf sein Home-Office. Es gibt in Corona-Zeiten wichtigere Fragen. Zum Beispiel die, wie man seine Katze davon abhält, über die Laptop-Tastatur zu laufenxxxdddoooyyyyynnkkdkdkdkdkdkdk.......

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    Kommentare (1)

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