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    Sulzfeld

    Die Versorgung der Kinder hat in Sulzfeld Priorität

    Die Bauarbeiten an der Grundschule in Sulzfeld haben begonnen, sie werden durch ein Förderprogramm zu 90 Prozent bezuschusst. Foto: Regina Vossenkaul

    Zur Bürgerversammlung in Sulzfeld hatte Bürgermeister Jürgen Heusinger zahlreiche Fotos von noch laufenden oder vollendeten Maßnahmen mitgebracht, die er ausführlich erläuterte, wie tags zuvor schon in Kleinbardorf. Die Sulzfelder Musikanten umrahmten den Abend musikalisch.

    Unter anderem berichtete Heusinger von der Renovierung der Verbands-Grundschulemit derzeit 109 Schülern. Hier hatte die Gemeinde das Glück Gelder aus dem Förderprogramm KIP-S (90 Prozent)  zu erhalten. Maßnahmeträger ist der Schulverband. Zugesagt sind 715 000 Euro, die Kosten liegen ungefähr bei 800 000 Euro. Die alte Öl-Heizanlage wird durch eine Holzpellet-Heizung ersetzt, der Hallenboden und die WC-Anlagen werden erneuert und vieles mehr, an dem der "Zahn der Zeit" genagt hat.

    Mit 83 Kindergartenkindern und 24 besetzten Krippenplätzen ist der Kindergarten voll ausgelastet. Heusinger erinnerte an den Rechtsanspruch auf die Kita-Plätze, deshalb denkt der Gemeinderat an einen Anbau an die Schule, um dort zusätzliche Krippen- und Hortplätze anbieten zu können. Vorteil: Die Küche der Höhberghalle und WC-Anlagen der Schule könnten mitbenutzt werden. Die Investitionskosten werden auf eine Million Euro geschätzt, Zuschüsse gibt es ungefähr in Höhe von 80 Prozent. Ob auch das leerstehende Pfarrhaus in die Überlegungen einbezogen wird, ist noch offen. "Kinder haben bei uns oberste Priorität, da fahren wir lieber über eine holprige Straße", kommentierte Heusinger. Die Erneuerung der Ortsstraßen werde nach und nach umgesetzt, je nach Haushaltslage, erläuterte er. Der Platz in der Raiffeisenstraße ist fertig und bietet einige Sitzgelegenheiten und Parkplätze, in Kürze soll auch der Zunftbaum in der Ortsmitte wieder aufgestellt werden.  

    Der Platz im Baugebiet wird langsam knapp

    Das neue Baugebiet in Sulzfeld hat nur noch neun freie Plätze von insgesamt 23, berichtete der Bürgermeister. Die Gemeinde mit 1658 Einwohnern wächst - entgegen dem  allgemeinen Trend. Allerdings seien die ersten Fragen möglicher Bauherren, ob die Schule bleibe und wie die Platz-Situation in Kindergarten und Krippe sei, so Heusinger.

    Der Badesee ist ein Ziel von Campern und Tagesgästen aus nah und fern. Von 3700 Übernachtungen im Jahr 2014 hat sich die Anzahl auf rund 10 000 im Jahr 2018 erhöht. Von den Gästen profitieren die örtlichen Gastronomen und der Dorfladen. Trotz der Investitionen von 50 000 Euro im vergangenen Jahr waren am Ende 25 000 Euro plus zu verbuchen. Der Verwaltungsaufwand wird entsprechend größer, es wurden Themenwanderwege ausgearbeitet und beschildert, Prospekte erstellt und vieles mehr. Ein dickes Lob ging bei dieser Gelegenheit an den Wanderverein.

    Zuschlag auf das Abwasser soll Kanalsanierung finanzieren 

    Auf den Haushaltsplan 2019 konnte der Bürgermeister nicht eingehen, weil er noch nicht verabschiedet ist. In der Diskussion fragte ein Bürger nach den zu erwartenden Kosten für die teilweise notwendige Kanalsanierung wegen des erhöhten Fremdwasseraufkommens. Für die Sanierung wird zehn Jahre lang ein Zuschlag von 50 Cent pro Kubikmeter Abwasser aufgeschlagen, erläuterte Heusinger. Die Kosten tragen also alle Anschlussnehmer gemeinsam. Bei der Kanalbefahrung wird inklusive Hausanschlüsse alles geprüft, auf dem eigenen Grundstück ist jeder Hausherr selbst verantwortlich.

    Verpflichtet der Kauf eines Baugrundstücks zum Bau? Das bejahte der Bürgermeister. Bei allen Verkäufen gebe es jetzt eine Klausel, nach der ein Grundstück zurück an die Gemeinde fällt, wenn es drei Jahre lang nicht bebaut wird, Härtefälle müssten einzeln betrachtet werden. Ob das Gemeindehaus einen Aufzug erhalten könnte, damit auch Gehbehinderte die Gemeinderatssitzungen besuchen können, wurde gefragt und ob man etwas gegen uralte, mit Planen abgedeckte Holzstöße unternehmen könnte, die keinen schönen Anblick bieten. Für Kinder sei der Graben am Regenrückhaltebecken gefährlich, ein Zaun oder die Verrohrung wären angemessen, wurde angeregt.  

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