• aktualisiert:

    Bad Neustadt

    Die Vielfalt der Kunst

    Die Künstler Thomas Krapf, Jürgen Krug und Gabriele Halbig sowie Helene Wollbach-Meyer (von rechts) stellen unter dem Motto „Varietas“, was soviel wie „Vielfältigkeit“ bedeutet, eine beeindruckende Auswahl an sehenswerten Werken im Domizil des Bad Neustädter Kunstvereins bis zum 21. Juli aus. Foto: Andreas Sietz

    Bis zum 21. Juli wird im Domizil des Bad Neustädter Kunstvereins die „Vielfältigkeit der Kunst“ im Rahmen einer außergewöhnlichen  Ausstellung präsentiert. Der Titel  „VARIETAS“ passt da perfekt, was zahlreiche Kunstfreunde schon bei der feierlichen Vernissage feststellen konnten.

    Vier Künstler gestalten sie und diese zeigen nicht nur künstlerisch Vielfältiges, sondern ergänzen sich durch ihre Unterschiede wunderbar, so der mitausstellende Künstler Jürgen Krug in seiner Begrüßungsansprache.

    Helene Wollbach-Meyer widmet sich seit Jahrzehnten der überwiegend abstrakten Kunst, die Unreales mit Realem vermischt und dadurch scheinbare Zwischenwelten entstehen lässt, die mitunter skurrile Geschichten erzählen. Ihr Anliegen ist es dennoch, Worte, Begriffe, Situationen, aber auch Gefühle bildlich sichtbar darzustellen mit einer wohltuenden Farbigkeit.

    Die Holzskulpturen von Thomas Krapf regen die Fantasie an und wecken mit ihren durch ihn geschaffenen Strukturen und Formen Emotionen und transportieren Gefühle. Das Holz stammt aus heimischen Gärten und Wäldern. Seine Arbeitsweise ist das Heraustrennen von einzelnen Elementen aus dem Baumstamm und fast geometrischen und filigranen Einschnitten in das Objekt. Inspirationen erhält er auf Reisen, in der Natur, der Umwelt, die ihn umgibt.

    Mit intuitiver Malerei beschäftigt sich Jürgen Krug, der sich einen Ausgleich zum stressigen Tagesablauf schafft. Er fasst es als Einladung auf, Bekanntes aufzugeben, um sich dem Formlosen zu nähern. Ein ständiges Werden und Vergehen bedeutet dabei das Spüren von Emotionen und inneren Kräften. Der Künstler schafft somit Werke von Lebendigkeit, losgelöst von den Erwartungen des logischen Verstandes.

    Gabriele Halbig nutzt die Linie als Element der Zeichnung. Sie ist ein Spiel, eine Art der Kommunikation  miteinander und mit dem Betrachter. Linien können sich vernetzen wie menschliche Beziehungen. Sie stehen für sich und gehen doch immer wieder Beziehungen ein. Auf den Materialien Zink und Holz spazieren zu dürfen, bringt ihren Innenraum zum Klingen, erzeugt Poesie und versetzt sie in einen Zustand der Ruhe, weitab von der Hektik des heutigen Lebens.

    Für die musikalische Umrahmung der Vernissage sorgte Robina Huy mit sanften Klängen und die passten perfekt in die visuelle Meditation.

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!