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    Schwanhausen

    Die Zwergensiedlung im Wald von Schwanhausen

    Die Zwerge im Wald von Schwanhausen sind auf jedenfall ein Hingucker. Auch dieser Zwerg hat schon einige Jahre auf dem Buckel. Irgendwann ist ihm das linke Auge heraus gefallen. Aber er bleibt tapfer im Wald auf seinem Baumstumpf sitzen. Foto: Hanns Friedrich

    Ein Zwerg, der hinter einem Busch hervorschaut,das Rotkäppchen, ein Jäger mit dem Fernglas, Rehe, Pilze, ein Wolf und Schneewittchen gleich zweimal. Ein Nachtwächterzwerg, ein anderer mit einem Musikinstrument, ja sogar ein Storch ist in der Zwergenlandschaft und ein Einäugiger. Dann wieder ein großer, pfeifenrauchender Zwerg. Man kann gar nicht alles auf einmal überblicken und findet immer wieder noch einen hinter einem Blatt oder einem kleinen Strauch. Zu finden ist diese Zwergensiedlung an der Straße zwischen Schwanhausen und Ermershausen.

    Wie gesagt, es gibt viel zu entdeckten in der Zwergensiedlung mitten im Wald. Das Schneewittchen gleich zweimal, einmal schon etwas abgenutzt, wie auch einen größeren Zwerg, der sicher schon einige Jahre hier steht. Ebenso ein Fäßchen Kreuzbergbier und viele weitere Zwerge. Wann das einmal angefangen hat, wissen Irmtraud Förster und Wolfgang Weitz nicht mehr. "Irgendjemand hat mal einen Gartenzwerg in den Wald gestellt, dann kamen weiter hinzu und nach und nach wurden es immer mehr," erinnert sich Wolfgang Weitz.

    Ein Stück Schwanhausen

    "Einmal wurden sogar Zwerge geklaut," sagt Irmtraud Förster. Dann aber kamen wieder neue dazu und so kam es, dass heute viele Zwerge in dem Waldstück stehen. Mittlerweile sind die Zwerge aber auch ein Stück Schwanhausen und die Dorfbevölkerung kümmert sich um die verschiedenen Figuren. Zwei haben sogar einen Namen, verrät Wolfgang Weitz schmunzelnd: Rudi und Ewald. Die Schwanhäuser Zwerge haben immer wieder "Nachwuchs" bekommen und so mancher Zwerg, dem man es ansieht, dass er schon die Jahre gekommen ist, hält standhaft durch. "Eigentlich gehört der eine oder andere in Rente geschickt." sagen Wanderer, die dort vorbei kommen.

    Wie lange die Zwerge im Wald von Schwanhausen schon stehen, ist vielen längst nicht mehr im Gedächtnis. Foto: Hanns Friedrich

    "Demnächst ist wieder Zwergenabtrieb," lacht Wolfgang Weitz. Was er damit meint? Ganz einfach, dann machen wir Schwanhäuser uns auf in den Wald und sammeln unsere Zwerge ein. "Über den Winter können und wollen wir sie nicht im Wald stehen lassen." Dann bekommen sie ein Winterdomizil und erst im Frühjahr "wenn's halt wieder warm ist," fahren wir sie wieder raus. Auch da hilft die Bevölkerung des kleinen Ortes kräftig mit. Schließlich müssen sie dann wieder aufgestellt und richtig platziert werden. "Das ist gar nicht so einfach, denn es soll ja was aussehen,"

    Übrigens: Wer in den Abend- und Nachtstunden im Schwanhäuser Wald vorbei kommt, der kann die Zwergensiedlung im Dämmerlicht erleben. "Wir haben vor einigen Jahren Solarlampen aufgestellt und die geben dem ganzen dann ein schönes, fast heimeliges Bild." Immer wieder kommen neue Zwerge oder Figuren dazu. "Wir achten aber darauf, dass es nicht überhand nimmt, es soll ja eine Zwergenlandschaft bleiben und ist auch ein Hingucker für die Vorbeifahrenden und Wanderer."

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