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    Ginolfs

    Drei neue Alpakas in der Ginolfser Herde

    Marc-André und Florian Janz haben nicht nur ihre Alpaka-Herde in Ginolfs vergrößert, sie verkaufen jetzt auch Alpaka-Dünger. Foto: Marion Eckert

    Zuwachs bei den  Alpakas in Ginolfs. Nein, kein eigener Nachwuchs, keine Baby-Alpakas. Mit drei neuen Tieren haben die Brüder André und Florian Janz in Ginolfs seit wenigen Wochen ihre Herde vergrößert. Der acht Monate alte Rudi, der noch sein Babywolle trägt, der ein Jahr und acht Monate alte Kenny und der siebe Jahre alte Sanchez, ein schon sehr erfahrenes Tier ist, gehören nun zur Ginolfser Alpaka-Herde.

    Die Herde auf zehn Tiere aufzustocken sei notwendig gewesen, um auch mit größeren Gruppen von bis zu 20 Personen Wanderungen und Ausflüge zu unternehmen. "Wir haben vermehrt Anfragen von größeren Gruppen und da ist es natürlich schön, wenn jeder oder zumindest immer zwei Personen ein Tier führen können", so die engagierten Brüder.

    Gut eingewöhnt

    Gut eingewöhnt haben sich die drei Neuzugänge, wobei die beiden jüngeren Tiere, Rudi und Kenny,  noch trainiert werden müssen, um bei Wanderungen tatsächlich mit dabei sein zu können. Sie haben die nächsten Monate Zeit, sich an den Frühstrick und das gemeinsame Spazierengehen zu gewöhnen. Zutraulich und handzahm sind sie, nun gilt es für die Brüder André und Florian Janz, ihnen das Tragen des Halfters beizubringen.

    In den ersten Wochen haben die Neulinge sich erst einmal in die Herde einfügen müssen. Die Rangordnung musste unter den Tieren neu bestimmt werden, wobei sich die jüngeren Tiere schneller einfügte, als der siebenjährige Sanchez. Ab und zu gab es das schon auch mal leichte Reibereien, aber das sei normal und wurde schnell wieder beigelegt.

    Man muss ihn einfach süß finden, den kuscheligen Neuzugang Rudi in der Alpaka-Herde. Foto: Marion Eckert

    Während der Wintermonate waren die Alpakas in der Nähe des Dorfes auf einer Weide untergebracht. Der alte Unterstand, noch vom Uropa der Jungs erstellt, diente als provisorische Unterkunft. Den Sommer verbringen die Tiere auf dem Leitenberg.  Zwei Hektar Fläche stehen ihnen hier zur Verfügung. Die Jungs haben das Areal vergrößert, so dass während der Sommermonate genügend Futter zur Verfügung stehen wird. Die Vergrößerung der Hütte für nunmehr zehn Tiere stehe noch aus. Die Alpakas seien hervorragende Landschaftspfleger. Sie halten den Leitenberg von Verbuschung frei, was in dem unwegsamen Gelände mit maschineller Pflege kaum machbar wäre. Im Winter gab es Heu, Kraft- und Mineralfutter für die Tiere.

    Aber nicht nur drei neue Tiere sondern auch ein weiteres Geschäftsfeld haben sich André und Florian Janz aufgebaut. Sie verkaufen den Dung der Alpakas als Dünger. Die Tiere haben die Angewohnheit auf einen Sammelplatz zu koten. Der Dung wurde gesammelt, auf dem Berg ausgebreitet und drei bis vier Tage in der Sonne getrocknet. Dann musste gesiebt werden, um Steine und kleine Stöcke zu entfernen. "Der getrocknete Dung ist geruchslos. Ein reines Naturprodukt." Zum sieben haben die beiden eine alte Schrothmühle, die sie in der Scheune fanden umgebaut.

    Dung in 500-Gramm-Portionen

    Den getrockneten und gesiebten Dung füllen sie in eigens designete Verpackungen und nennen ihn "Alpacabono". "Eine hochwertige und zugleich umweltfreundliche Verpackung war uns sehr wichtig."  In 500 Gramm Portionen mit einem kleinen Holzlöffel zur Dossierung als Zugabe verkaufen sie Tütchen. "Der Dung ist nicht für große Beete gedacht, sondern für Zimmerpflanzen und Hochbeete."

    "Nein, wir sind nicht schrecklich neugierig, wir möchten nur wissen was Du auf unserer Weide machst?!" Foto: Marion Eckert

    Bevor sie sich des Themas annahmen, haben sie im Internet ausgiebig geforscht und stießen auf zwei, drei Züchter, die ebenfalls den Alpaka-Dung verkaufen. Doch sie wollten selbst ausprobieren wie wirksam der Dünger ist und haben im Winter im heimischen Badezimmer auf dem Fensterbrett Hokaido-Kürbis-Pflanzen gezüchtet, mit und ohne Dünger. Wie erwartet, waren die mit Alpaka- Dünger genährten Pflanzen stärker und größer als ihre Kollegen. Wie sich der Versuch im Sommer bei verschiedenen Pflanzen auswirken wird und nicht nur auf das Pflanzenwachstum, sondern auch die Früchte wollen die Jungs natürlich auch testen. Angedacht ist ein Video-Vergleich, der im Zeitraffer die Unterschiede bei Wachstum zeigen soll.  Aber auch  im Labor haben sie ihren Dünger und den Bestandteile testen lassen. Stickstoff, Stickstoff, Phosphor und Kalium ergaben sehr gute Werte. Nun hoffen die Jungs, dass ihr Alpaka-Dünger gut ankommt und die Kundschaft ihnen Feedback zu ihren Düngeerfolgen zukommen lässt.

    Bestellungen, weitere Informationen und Kontaktaufnahme ist möglich unter:  www.rhoenmomente.de

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