• aktualisiert:

    Bad Königshofen

    Durchblick im Dschungel der Berufe und Stellenangebote

    Johann Gerlinger (links) stellte die Beamtenausbildung beim Finanzamt vor, Ulla Federlein von der Justizverwaltung Bad N... Foto: Volker Schmid

    Wenn man derzeit die aktuelle Ausbildungsbilanz betrachtet, kann man eindeutig von einem Bewerbermarkt sprechen, der es den Schulabgängern ermöglicht, unter zahlreichen Berufen und Stellenangeboten auszuwählen. Aber manchmal scheint diese Situation auch Schüler zu überfordern.

    Ein reichhaltiges Angebot an beruflichen Möglichkeiten und noch relativ geringe Kenntnisse über Inhalte und Entwicklungsmöglichkeiten einzelner Berufe, führen oft zu Ratlosigkeit und Verunsicherung bei der Wahl des passenden Berufes. Daher rät der Berufsberater Wolfgang Schmitt den Schülern der Realschule Bad Königshofen, die Gelegenheit zu nutzen, sich eine bunte Auswahl an Berufen während des Berufswahlseminars an ihrer Schule näher anzusehen.

    Die Schüler tauchten während des Seminars in eine Welt verschiedener Berufe ein und konnten konkrete Fragen an die Berufsvertreter stellen. Ausbildungsleiter und Auszubildende aus Betrieben und beruflichen Schulen sollten dabei helfen, eine realistische Vorstellung über die Berufswelt zu entwickeln, um so eine solide Entscheidung für den geeigneten Beruf treffen zu können. Das berufliche Spektrum umfasste dabei Berufe aus dem medizinischen, sozialen, handwerklichen, industriellen, kaufmännischen und uniformierten Bereich.

    Nachdem sich die Schüler mit Informationen versorgt haben, ging es als an die praktische Erprobung. Die Schule unterstützt auf vielfältige Weise den Berufswahlprozess ihrer Schüler und bietet im Rahmen des Lehrplanes auch die Gelegenheit, über ein Betriebspraktikum erste Erfahrungen und Eindrücke in Ausbildungsbetrieben zu sammeln. Des Weiteren rät der Berufsberater auch zum Besuch von Berufsmessen, um unkompliziert mit potentiellen Ausbildungsbetrieben in Kontakt zu treten.

    In den nächsten Wochen werden Schüler und Eltern gemeinsam das Gespräch mit dem Berufsberater suchen und bisher gesammelte Erfahrungen und Vorstellungen auswerten, um sich auf die anstehende Bewerbungsphase im Herbst vorzubereiten.

    Als etwas schwieriger schätzt der Arbeitsmarktexperte die Situation nach wie vor im kaufmännischen Bereich ein. Trotz guter Gesamtsituation, ist es nicht immer einfach, einen Ausbildungsplatz in dieser Branche zu finden. Sie zeigt sich nicht so aufnahmefähig wie der technisch-handwerkliche und soziale Bereich. Hoch im Kurs steht bei den Schulabgängern aber auch weiterhin der Besuch der Fachoberschule.

    Viele Betriebe würden es aufgrund des eklatanten Nachwuchsmangels begrüßen, wenn mehr Schüler zunächst über eine betriebliche Ausbildung ins Berufsleben einsteigen. Einige Branchen sind mittlerweile sehr kreativ und werben daher bereits mit diversen Anreizen und attraktiven Aufstiegsmöglichkeiten, um Jugendliche von den Vorteilen einer betrieblichen Ausbildung zu überzeugen.

    Bearbeitet von Volker Schmid

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!