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    BAD NEUSTADT

    Egerländer Kulturpreis für Erhard Nowak

    Erhard Nowak wurde mit dem Egerländer Kulturpreis ausgezeichnet. Foto Nerche-Wolf
    Erhard Nowak wurde mit dem Egerländer Kulturpreis ausgezeichnet. Foto Nerche-Wolf Foto: Karin Nerche-Wolf

    Mit einer besonderen Auszeichnung wurde das umfassende Wirken und Schaffen des Komponisten, Chorleiters und früheren Musiklehrers Erhard Nowak gewürdigt: Er erhielt den Egerländer Kulturpreis Johannes von Tepl 2018.

    Diese Anerkennung besitzt für den 83-jährigen, vielfach geehrten Bad Neustädter einen besonders hohen Stellenwert, da sich in ihr die Verbindung zu seinem Geburtsland spiegelt. Ähnlich emotional berührt war er, als er 2003 den Sudetendeutschen Kulturpreis bekam.

    Auszeichnung in Marktredwitz

    Die Laudatio auf Erhard Nowak hielt Dr. Andreas Wehrmeyer, Leiter des Sudetendeutschen Musikinstituts in Regensburg, bei der Egerländer Kulturtagung in Marktredwitz. Wehrmeyer skizzierte Nowaks Werdegang, der 1935 im westböhmischen Marienbad begann, zum Musikstudium nach München und 1961 zum Unterrichten nach Bad Neustadt führte.

    Sein reiches musikalisch-künstlerisches Engagement entfaltete Nowak bei der Leitung mehrerer Chöre, darunter der Männergesangverein Sängerkranz 1850 und der Kammerchor Capella Nova Civitas, der bei seinen Auslandsreisen auch Brücken in die Tschechische Republik baute.

    In vielen Sparten der Musik unterwegs

    Als Instrumentalist war Nowak von 1978 bis 1993 Konzertmeister des Orchesters der Sudetendeutschen Musiktage, am Klavier widmete er sich der Klassik ebenso wie dem Jazz und der Unterhaltungsmusik.

    Sehr umfangreich fällt das Werk des Komponisten Erhard Nowak aus. So schuf er über hundert Chorsätze, Messen und Kantaten, Orgel- und Klaviermusik sowie Stücke für Streicher- und Bläserensemble. Meist waren die Noten aus seiner Feder für konkrete Interpreten und Hörer bestimmt.

    Wehrmeyer ging außerdem darauf ein, dass sich Nowak als Musikforscher um die Wiederbelebung des Werks von Valentin Rathgeber, dem Rhöner Barockkomponisten, verdient gemacht hat. Zu den vielen Auszeichnungen, die Nowak erhielt, gehört auch das Bundesverdienstkreuz am Bande.

    Ein Egerländer

    Der Egerländer Kulturpreis steht mit dem Namen Johannes Tepl in der Egerländer Tradition. Tepl schrieb den „Ackermann aus Böhmen“, eine der bedeutendsten deutschsprachigen Prosadichtungen des späten Mittelalters. Diese Auszeichnung verleihen der Bund der Egerländer, der Arbeitskreis Egerländer Kulturschaffender und der Landschaftsrat Egerland in der Sudetendeutschen Landsmannschaft für besondere und herausragende kulturelle Leistungen.

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