• aktualisiert:

    Sondheim / Ostheim

    Ehrenabend der Stadtkapelle Ostheim

    Beim Ehrenabend der Stadtkapelle Ostheim gab es auch eine Ehrung für "Vollblut-Musiker": Klaus Sternberger (dritter von links) blickt auf 60 Jahre und seine Musikerkollegen Manfred Schneider (links daneben) und Klaus-Peter Grief (rechts daneben) auf jeweils 50 Jahre Kapellen-Erfahrung zurück. Foto: Eva Wienröder

    Ehre, wem Ehre gebührt: Der Musikverein Ostheim zollte mit seinem Ehrenabend im Saal des Weimarischen Hofes in Sondheim nicht nur langjährigen, verdienstvollen Musikfreunden Anerkennung, sondern gleichzeitig wurde auch die Stadtkapelle selbst gefeiert. 1954 wiedergegründet, besteht diese seit nunmehr 65 Jahren.

    Erste Vorsitzende Monika Weber begrüßte die Musiker und weitere Gäste, unter anderem Renate Haag, die Kreisvorsitzende des Nordbayerischen Musikbundes (NBMB) und Bürgermeister Ulrich Waldsachs. Einen besonders herzlichen Willkommensgruß richtete sie an den Ehrenvorsitzenden Harald Möller und an Wolfgang Feldner, der Ehrenmitglied und zugleich Gründungsmitglied der Stadtkapelle ist.

    Trotz des Ehrungs-Marathons kam an diesem Abend die Musik nicht zu kurz 

    Alle fünf Jahre veranstaltet der Verein einen Ehrenabend. Es kommt immer ein ganzer Schwung an zu Jubilaren zusammen, aber trotz des kleinen Ehrungs-Marathons sollte an diesem Abend die Musik nicht zu kurz kommen. Das Jugendorchester "ffortissimo" sorgte - dirigiert vom neuen Dirigenten Julian Weber - für musikalische Unterhaltung. Haag war sichtlich erfreut darüber, so viele Kapellenmitglieder im Namen des NBMB auszeichnen zu können. Einige Musiker haben sich die Jahre beim Ostheimer Musikverein "erspielt" oder waren mitunter auch in anderen Kapellen tätig.

    Zum Jubiläum 65 Jahre Stadtkapelle nahm Steven Grötsch die Musikfreunde auf eine kurzweilige Reise durch die Vereinsgeschichte mit. Auf Grundlage der von Wolfgang Feldner weiter geführten Chronik hatten Grötsch und Leon Schneider eine kleine Power-Point-Präsentation erstellt.

    Blasmusik wurde in Ostheim auch schon vor dem Jahr 1954 gespielt

    Die Blasmusik hat in Ostheim freilich eine längere Tradition. Das Spielen in einer organisierten Formation jedoch war - wie vielerorts - bedingt durch den Zweiten Weltkrieg zum Erliegen gekommen. Im Jahre 1954 beauftragte der neu gewählte Bürgermeister Werner Artus den Berufsmusiker Emil Lueg mit dem Aufbau einer Blasmusik. Bereits 1955 nahm die Kapelle am Musikfest in Geroldsgrün teil. Große Beachtung fand das Orchester bei einem Gemeinschaftskonzert des Bayerischen Rundfunks in Donauwörth, wo die Stadtkapelle den Bezirk Unterfranken vertrat, und bei verschiedenen Wertungsspielen. So gewann die Stadtkapelle beispielsweise beim Internationalen Blasmusik-Festival in Bautzen 2007. Mehrere Rundfunkaufnahmen folgten und es wurden in den vergangenen Jahren zwei CDs herausgebracht. Das 60. Jubiläum im Jahr 2014 hatte man mit einem Veranstaltungsreigen groß gefeiert. 2020 steht wieder ein Jubiläum an: Dann besteht das Jugendorchester "ffortissimo" seit 20 Jahren.

    Stadtkapelle ist dank des Nachwuchses um die Zukunft nicht bange

    Ein Mensch komme mit 65 Jahren ins gesetztere Alter, die Stadtkapelle hingegen habe sich über all die Zeit hinweg ihre jugendliche Frische erhalten, wie Bürgermeister Waldsachs befand. Dass sich der Verein so gut entwickelt hat, dürfte zweifelsohne dem herausragenden Engagement der Musiker und ihrer Vorstandschaft, insbesondere der ersten Vorsitzenden Monika Weber, ihrem Amtsvorgänger Harald Möller und Stadtmusikmeister Walter Bortolotti zu verdanken sein. Das Stadtoberhaupt, selbst ein bekennender Fan der Stadtkapelle, brachte in seinen Worten Freude und Dankbarkeit zum Ausdruck. "Die Musiker machen nicht nur Musik, sie spielen sich auch in die Herzen der Zuhörer", so Waldsachs, der die Kapelle stolz als "musikalischen Botschafter" des Rhönstädtchens bezeichnete. Besonders würdigte er das gute Klima im Verein mit dem harmonischen Miteinander der Generationen und die erfolgreiche Jugendarbeit.

    Dass die Jugendarbeit Früchte trägt, dafür war dieser Abend wieder einmal eindeutiger Beleg. Schließlich wussten die jungen Musiker von „ffortissimo“ die Festlichkeit ansprechend zu begleiten. Bei solch einem begeisterten Nachwuchs muss der Stadtkapelle Ostheim um die Zukunft sicher nicht bange sein.

    Zahlreiche Ehrungen für unterschiedliche Tätigkeiten
    Ehrungen des Nordbayerischen Musikbundes (NBMB):
    Für mindestens zehn Jahre aktive Musikertätigkeit: Hanna Bardutzky, Michael Dietz, Petra Georgiadies, Marcel Krauß, Tamara Krauß, Lukas Kutzner, Louis Leyh, Annemarie Orf, Leah Schneider, Cosima Wagner, Sophia Weisenseel.
    20 Jahre: Elias Diepholtz, Steven Grötsch, Kristina Grötsch, Felix Nöthling, Benjamin Schultheis, Jonas Städtler.
    30 Jahre: Volker Gue, Andrea Marschall, Martin Wirthmann.
    40 Jahre: Christoph Breunig, Martin Dietz, Christiane Görig, Andreas Koch, Michael Weber.
    50 Jahre: Klaus-Peter Grief, Manfred Schneider.
    60 Jahre: Klaus Sternberger.
    Zehn Jahre Tätigkeit in der Vorstandschaft: Christiane Görig, Christa Mindner, Roland Münch.
    30 Jahre Tätigkeit in der Vorstandschaft: Monika Weber.
    Vereinsinterne Ehrungen der Stadtkapelle:
    Für mindestens zehn Jahre Musizieren bei der Stadtkapelle Ostheim: Fabian Allgeier, Julia Dietz, Julian Dytrt, Michael Friedrich, Petra Georgiadis, Nathalie Grief, Marcel Krauß, Tamara Krauß, Doris Mühlfeld, Leon Schneider, Hanna Weber.
    20 Jahre: Benjamin Schultheis.
    30 Jahre: Martin Dietz, Alexander Dorst, Andrea Marschall, Christiane Görig, Gaby Schuhmann, Sabine Thanisch, Klaus Balling, Michael Weber.
    40 Jahre: Gisbert Hander, Harald Landgraf, Alice Spiegel.
    50 Jahre: Walter Bortolotti.
    Würdigung für Verdienste in der Vorstandschaft: Christa Mindner (zweite von links) und Christiane Görig (zweite von rechts) wurden für zehn Jahre Tätigkeit in der Vereinsführung und Monika Weber (Mitte) für 30 Jahre, davon seit 13 Jahren als erste Vorsitzende, vom NBMB ausgezeichnet. Foto: Eva Wienröder
    Einige Kapellenmitglieder konnten für 40 Jahre aktives Musikerdasein geehrt werden. Foto: Eva Wienröder
    Renate Haag, die Kreisvorsitzende des Nordbayerischen Musikbundes (zweite von rechts) ehrte Mitglieder der Stadtkapelle Ostheim für zehnjährige aktive Musikertätigkeit. Die erste Vorsitzende des Musikvereins, Monika Weber (links), und ihr Stellvertreter Gisbert Hander (rechts) freuten sich mit über die Auszeichnung. Foto: Eva Wienröder
    Diese Musiker konnten die Ehrung des NBMB für 20 und 30 Jahre Musizieren in einer Kapelle entgegennehmen und wurden von der Kreisvorsitzenden Renate Haag (rechts) und den beiden Vorsitzenden der Ostheimer Musikfreunde, Monika Weber (zweite von rechts) und Gisbert Hander (links), beglückwünscht. Foto: Eva Wienröder
    Diese Musiker halten seit mehr als 30 beziehungsweise 40 Jahren der Stadtkapelle die Treue. Monika Weber (rechts) dankte herzlich im Namen des Musikvereins. Foto: Eva Wienröder

    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!