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    BAD KÖNIGSHOFEN

    Ein genauer Blick auf die Tribünen

    Auf der Main-Post-Tribüne in Bad Königshofen (von links): Gerhard Neubert, der oft den Abholdienst Schweinfurt Hauptbahn... Foto: Rudi Dümpert

    Manchmal fehlt nur ein L. Bad Königshofens Bürgermeister Thomas Helbling hat diesen Buchstaben zweimal im Namen. Er sah sich das erste Heimspiel der neuen Bundesliga-Saison mit seiner Frau von der Main-Post-Tribüne aus an. Genau gegenüber saß ein Mann, dem das zweite L im Namen fehlt: Björn Helbing. Der junge Mann betrachtete sich die 0:3-Niederlage gegen Fulda mit David Daus. Beide sind die Köpfe im Produktmanagement-Team des Tischtennis-Ausrüsters andro. Dieser sponsert Kilian Ort und den TSV Bad Königshofen.

    Ehemaliger Deutscher Jugendmeister

    „Wir sind froh, Kilian schon seit den Anfängen seiner Karriere zu begleiten. Der TSV Bad Königshofen mit der Stimmung in dieser Halle bereitet uns natürlich auch sehr viel Freude“, lobte David Daus, immerhin ehemaliger Deutscher Jugendmeister und DTTB-TOP12-Gewinner. Er hatte mit Björn Helbing, Drittliga-Spieler aus Köln, zum ersten Mal als Sponsor der Grabfeld-Metropole einen Besuch abgestattet. „Wir kommen auf jeden Fall wieder“, versprach Daus. Er reiste von Königshofen aus direkt weiter nach Japan.

    Häufiger zu sehen in der Halle ist Pfarrer Paul Mutume, er hatte zum Saisonauftakt seinen Priester-Kollegen Karl Feser als Nachbarn an seiner Seite. Doch auch die geballte geistliche Unterstützung half nichts – das Nachbarschafts-Derby ging klar an Fulda. „Zu viele Netz-Bälle, die dann nicht auf die Platte gingen“, machte ein Fan den Grund für die klare Niederlage aus.

    Stimmung super bei Ort-Spiel

    Das traf gerade Kilian Ort. Bei seiner Aufholjagd gegen den schier unbezwingbaren Wang Xi gingen die Zuschauer mächtig mit. Die Stimmung war auf dem Höhepunkt. Doch sie flaute merklich ab, als der junge Königshöfer sein Spiel doch noch abgeben musste und Bence Majoros bei seinem ersten Heimspiel auf den Abwehrstrategen Ruwen Filus traf. „Die Anfeuerungsrufe sind super, können bei unseren jungen Spielern aber auch Druck erzeugen“, hatte TSV-Manager Andy Albert beobachtet.

    Dennoch waren die gut und gerne 600 TSV-Fans – etwa 20 waren aus Fulda über die Rhön ins Grabfeld mitgekommen – nicht gar so enttäuscht. Schließlich zählt der TTC Maberzell Fulda zu den großen Adressen im deutschen Tischtennis. „Was im Fußball Bayer Leverkusen ist, ist im Tischtennis Fulda“, spielte TSV-Stadionsprecher Jürgen Halbig auf die Rolle als ewiger Zweiter an.

    Wahlen stehen an: Politiker-Treffen

    Halbig konnte zum ersten Heimspiel auch wieder viele Politiker begrüßen. CSU-Landtagsabgeordneter Steffen Vogel war da, Haßberge-Landrat Wilhelm Schneider auch („Der will nur gucken, warum sein Landkreis so leer ist. Die sind alle bei uns!“ O-Ton Stadionsprecher Jürgen Halbig). Mutmaßen könnte man aber auch, dass im Oktober die Landtags- und Bezirkstagswahlen anstehen. Und da baden Politiker bekanntermaßen gerne in der Menge. Und Hans-Joachim Hofstetter aus Bad Kissingen muss man nicht unbedingt dazuzählen. Der tritt zwar im Rhön-Kissingen-Stimmkreis für die FDP an, ist aber als Tischtennis-Fan nahezu bei jedem Heimspiel vor Ort.

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