• aktualisiert:

    Mellrichstadt

    Einfach Christ sein und gemeinsam unterwegs bleiben

    Pfarrer Andreas Werner und Pfarrer Thomas Menzel erteilten gemeinsam den Segen beim ökumenischen Pfarrfest in Mellrichstadt. Foto: Brigitte Gbureck

    Anstelle einer Predigt wurde beim ökumenischen Pfarrfest in Mellrichstadt eingangs auf das Gebetshaus Rhön aufmerksam gemacht, das ab September einen so genannten Alpha-Kurs im christlichen Glauben anbietet.  Am 13. September beginnt der Kurs im Dorfgemeinschaftshaus in Rödles. Nach dem Gottesdienst ging es unter Begleitung der Stadtkapelle hinüber zur evangelischen Kirche, wo Pfarrer Andreas Werner die Katholiken bereits am Weg empfing.

    Unter den Klängen der Stadtkapelle zogen die katholischen Christen hinüber zur Gustav-Adolf-Kirche, um die evangelischen Glaubensbrüder und –schwestern abzuholen. Foto: Brigitte Gbureck

    Mit „Lobe den Herren“ zogen alle ins Gotteshaus ein, wo die evangelischen Geschwister schon Plätze bereit hielten. Das sei das Idealbild von Kirche, sie ist ganz und gar voll, freute sich Pfarrer Werner. Über den Großenberg ging es dann mit Musik hin zum Pfarrsaal. Die Sprecherin des Gemeindeforums, Gerda Staude, begrüßte die beiden Geistlichen und Dr. hab. Dariusz Lipiec aus Polen, den 2. Bürgermeister Thomas Dietz und die Damen und Herren des Seelsorgeteams.

    Waren aus fairem Handel

    Vertrauensfrau Taudl Kihn schloss sich den Begrüßungsworten an. Heidrun Mauer wurde noch zu ihrer Ehrung für ihr soziales Engagement beglückwünscht. Der Eine-Welt-Kreis hatte wieder einen Stand aufgebaut und bot Waren aus fairem Handel und auch allerlei Selbstgemachtes an. Pfarrer Werner präsentierte seinen Lichtbildervortrag über die Reise nach Ligurien, der viele Mitgereiste anlockte.

    Die beiden Chöre der Kirchengemeinden umrahmten sehr ansprechend die abendliche Andacht. Foto: Brigitte Gbureck

    Zur ökumenischen Andacht begrüßten Pfarrer Menzel und Pfarrer Werner dann am Abend. Pfarrer Werner freute sich, dass es diese Tradition mit dem Abendlob hätten. Pfarrer Werner trat dann mit Pfarrer Menzel in einen Dialog und und sinnierte über die Kirchenaustritte und schlecht besuchte Gottesdienste. Werner glaubt, dass es eine direkte Verbindung zwischen leeren Kirchenbänken und Hasskommentaren gibt. Pfarrer Menzel sah genau darin das Problem. Vielen der Zeitgenossen sei nichts mehr heilig. Auch nicht das Leben ihrer Mitmenschen.

    Pöbeleien statt Miteinander

    Es werde gepöbelt, beleidigt, gedroht, geschlagen, getötet. Der Bürger hat den Shitstorm entdeckt. Dabei schenke Christus Orientierung. Ein Leben in Freiheit und Würde sei nicht möglich ohne Gott, der uns in Jesus Christus sein Gesicht zeigt. Das Hauptproblem sei, dass die Menschen nichts Heiliges mehr haben, auf das sie sich gemeinsam ausrichten würden. Sie haben auch nichts mehr, das sie mit ihrem Nächsten verbindet. "Jeder kreist um sich selbst und seine kleine Welt. Deswegen sollen wir losziehen und zu den Menschen gehen und diese Botschaft in das Leben der Menschen hinein buchstabieren", so Menzel.

    Gelassener und ruhiger im Glauben müssten wir werden, hatte Pfarrer Werner das letze Wort. „O komm du Geist der Wahrheit“, sangen die Gläubigen, neben anderen Beiträgen sangen die Chöre, dirigiert von Traudl Kihn, einen irischen Segen mit ganz eigener Melodie. Nach gemeinsamem Vaterunser, dem Friedensgruß und dem Segen ging die Andacht und damit auch das diesjährige Pfarrfest zu Ende. 

    Heidrun Mauder (Mitte) wurde zur Ehrung für ihr soziales Engagement beglückwünscht von (ab links) Pfarrer Thomas Menzel, Pfarrer Andreas Werner, Gerda Staude, Sprecherin des Gemeindeforums, und Dr. hab. Dariusz Lipiec. Foto: Brigitte Gbureck

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!