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    Ostheim

    Einzug der Schüler verzögert sich weiter

    Die Außenbaustelle ruht: Der Einzug der Grundschulklassen in das Ostheimer Schulhaus muss noch einmal verschoben werden. Foto: Eva Wienröder

    Die Entwicklung der letzten Wochen ließ es schon befürchten. Aufgrund der baulichen Verzögerungen lässt der Einzug der Grundschüler in das Ostheimer Schulhaus weiter auf sich warten. Zuletzt war die Aufnahme des Schulbetriebs zum neuen Schuljahr 2019/20 vorgesehen. Bei der Sitzung des Schulverbandes am Dienstagnachmittag wurde bekannt gegeben, dass in Anbetracht der gegebenen Umstände der Einzugstermin nun noch einmal verschoben wird.

    Zuletzt wurde in der öffentlichen Sitzung des Stadtrates am 21. Mai 2019 ein Sachstandsbericht über den Baufortschritt und die Inbetriebnahme des generalsanierten Schulgebäudes gegeben. „Zu dieser Darstellung hat sich bis zum heutigen Tag auch nichts verändert“, stellte der Verbandsvorsitzende, Ostheims Bürgermeister Ulrich Waldsachs, mit sichtlichem Bedauern fest.

    Im Außenbereich ruht die Baustelle

    Für jedermann sichtbar steht das Gebäude der Grundschule samt Turnhalle seit einiger Zeit vermeintlich saniert da. Die Innenarbeiten laufen planungsgemäß, aber im Außenbereich ruht die Baustelle. Der Grund dafür liegt in der durch die beauftragte Firma mangelhaft hergestellten Fassade, insbesondere im Sockelbereich. Dies wurde inzwischen von einem öffentlich bestellten Sachverständigen bestätigt. Solange der Sockel nicht fachgemäß hergestellt ist, können der Blitzschutz und die Fluchtwege nicht eingerichtet werden und somit auch die Abnahme für den Schulbetrieb nicht erfolgen.

    Der Betrachter fragt sich möglicherweise, warum dieser Zustand nicht unverzüglich behoben wird, damit die Außenanlage fertiggestellt und die Schule nach den Sommerferien in Betrieb genommen werden kann. Der Einzug zum neuen Schuljahr sei auch erklärtes Ziel der Stadt Ostheim gewesen, wie Waldsachs betonte. Doch mit der Mängelbeseitigung gestaltet es sich schwierig. „Vertragliche und gesetzliche Verpflichtungen, insbesondere im Bereich Vertrags- und Vergaberecht kommen ins Spiel. Die sind zwingend vorgegeben und liegen nicht im Ermessen der Stadt als Bauherrn oder deren Vertretern im Stadtrat und der Verwaltung. Diese Abläufe beanspruchen Zeit“, so Waldsachs.

    Störungsfreier und absolut sicherer Schulbetrieb ist das Ziel

    Zudem sei es das Ziel des Schulverbands als Sachaufwandsträger, einen möglichst störungsfreien und absolut sicheren Schulbetrieb zu ermöglichen, sodass auch die sicherheitstechnischen Abnahmen vollständig erfolgt sein müssen. Auch müsse man der Schule und dem Schulbetrieb das zum jetzigen Zeitpunkt notwendige Maß an Planungssicherheit einräumen. Waldsachs machte deutlich, dass die Unwägbarkeiten bis dato einfach zu groß seien und die Verbandsversammlung an ihrem Sitzungstag deshalb entschieden habe, den Einzug der Klassen noch nicht nach den Sommerferien vorzunehmen.

    Derzeit wird geprüft, ob eine vorzeitige Inbetriebnahme der Turnhalle unabhängig vom Schulgebäude möglich ist. Darüber sollte Anfang Juli Klarheit herrschen, wie Waldsachs abschließend bemerkte.

    Rechenschaftsbericht wurde vorgelegt

    Im Rahmen der Verbandssitzung legte Marc Huter, der Geschäftsstellenleiter und Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft Ostheim, den Rechenschaftsbericht zur Jahresrechnung 2018 vor. Der örtliche Rechnungsprüfungsausschuss konnte laut Steffen Malzer eine ordentliche Finanzführung bestätigen. So erfolgte auch die Feststellung der Jahresrechnung und die haushaltswirtschaftliche und haushaltsrechtliche Entlastung des ersten Vorsitzenden als Leiter der Verwaltung.

    Aus dem Förderprogramm für die Einrichtung und den Ausbau der digitalen Klassenzimmer in Bayern hat der Schulverband Ostheim im November vergangenen Jahres 12.420 Euro als Zuwendung bewilligt bekommen. Der Bewilligungszeitraum beträgt drei Jahre, mit der Verwendung wird man bis zum Einzug in das neue Schulgebäude warten.

    Schulleiterin Stephanie Urban informierte kurz über das aktuelle Schulgeschehen. Sie dankte dem Schulverband für die Unterstützung, insbesondere was Ausflüge, wie Theaterfahrten, oder den Schwimmunterricht angeht.

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