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    Hollstadt

    Elsbeth Warmuth möchte die Bürger mitbestimmen lassen

    Elsbeth Warmuth, Bürgermeisterkandidatin von Hollstadt, fährt in ihrer Freizeit gerne Motorrrad.
    Elsbeth Warmuth, Bürgermeisterkandidatin von Hollstadt, fährt in ihrer Freizeit gerne Motorrrad. Foto: Ralf Mausolf

    Elsbeth Warmuth ist eine von zwei Kandidaten, die in Hollstadt auf den Bürgermeistersessel möchten. Sie tritt für die Wählergemeinschaft Hollstadt an. Diese Redaktion stellte ihr folgende Fragen:

    Die Einwohnerzahlen in der Gemeinde gehen zurück. Wie könnte man hier gegensteuern?

    Wichtig ist es, dass wir die Lebensqualität in der Gemeinde steigern und allen Einwohnern ein gutes Leben ermöglichen und dass diese stolz sind, in der Gemeinde Hollstadt leben zu dürfen. Dies erreichen wir, wenn die Bürger die Möglichkeit haben, mitzubestimmen und mitzuentscheiden. Nur dann werden wir Ortsbewohner haben, die sich aktiv in die Gemeinde einbringen und das Dorfleben und ihre Zukunft selbst gestalten. Dazu müssen wir den Menschen zuhören, damit wir wissen, was sie möchten. Deshalb ist es mir wichtig, die Ortsbewohner frühzeitig über alles zu informieren, was geplant ist und sie mitbestimmen zu lassen.

    An Hollstadt mag ich besonders ...
    alles, hier bin ich zur Schule gegangen und groß geworden, besonders mag ich das aktive Vereinsleben.

    Für junge Leute bedeutet eine attraktive Gemeinde die Schaffung von Bauplätzen, ein schnelles Internet und einen schönen Kindergarten. Es ist wichtig, gute Freizeit- und Sportangebote zu gewährleisten. Für ältere Menschen bedeutet dies, die Nahversorgung zu gewährleisten und somit den Dorfladen zu erhalten und die Direktvermarkter zu unterstützen, um kurze Wege zu schaffen. Durch die Schaffung dörflicher Gemeinschaftseinrichtungen werden wir ihnen das Gefühl der Menschlichkeit und Zugehörigkeit geben.

    An Hollstadt missfällt mir ...
    persönlich nichts, deshalb bin ich nach 30 Jahren wieder zurück gezogen. Politisch, dass fast alles im nichtöffentlichen Teil diskutiert und beschlossen wird und somit die fehlende Kommunikation zur Bevölkerung.
    Die Dorferneuerung von Junkershausen ist ein herausragendes Projekt in der Gemeinde. Welche Herausforderungen kommen mit dieser auf die Gemeinde zu?

    Die Gemeinde hat hier die einmalige Möglichkeit, aus dem kleinen Örtchen Junkershausen ein Schmuckstück im Grabfeld entstehen zu lassen (von der schlechtesten Straße - zur Perle des Landkreises) und damit die Straße, die Kanal- und Wasserversorgungsleitung und das Internet auf den neuesten Stand zu bringen.

    Ich freue mich darauf, das zu begleiten und aktiv zu gestalten. Es ist ein Prozess, der Jahre dauert und es ist wichtig, dass die Bürger gehört werden und ihre Meinung zählt, denn im Normalfall wissen die Bewohner ziemlich gut, was sie brauchen. Die Bewohner können sich aktiv mit einbringen und kreativ mitgestalten und dieses Mitwirken und Mitgestalten wird benötigt.

    Mein Lieblingsplatz hier ist ...
    die Wohnküche meiner Mutter mit guten Gesprächen.
    Wo könnten Ihrer Meinung nach weitere Möglichkeiten der interkommunalen Zusammenarbeit liegen?

    Bei uns in der Gemeinde ist vieles möglich, was in anderen Gemeinden nicht möglich ist, durch gute Vereinsstrukturen. In der Gemeinde Hollstadt leisten wir bereits eine Vielzahl an interkommunaler Zusammenarbeit in den einzelnen Vereinen, sei es im Sport- oder Faschingsverein oder bei traditionellen Veranstaltungen wie Bierfrühling, Kartoffelfest, Wallfahrten, Kapellenfest, Rosenmontagsumzug und vielen anderen Festlichkeiten. Dies geschieht alles durch die vielen ehrenamtlichen Helfer und ist unbezahlbar, denn es würde den finanziellen Rahmen der Gemeinde sprengen und es ist außergewöhnlich in Hollstadt. Dies gilt es weiterhin zu unterstützen, zu fördern und auszubauen und vor allem die Rahmenbedingungen zu vereinfachen und zu verbessern.

    Wenn ich als Bürgermeister 10 Millionen Euro frei zur Verfügung hätte, würde ich ...
    ein Mehrgenerationenhaus als Begegnungsstätte mit Dorfladen und Garten und vielen Freizeitbeschäftigungsmöglichkeiten in der Gemeinde bauen. Wo Jung und Alt zusammenrückt und richtig was los ist.
    Ist die Nutzung von Windkraft nach wie vor ein Reizthema in Hollstadt? Wie stehen Sie dazu?

    Ja, die Nutzung von Windkraft ist ein Reizthema in Hollstadt. Es liegt jedoch mittlerweile in der Hand von der Politik und den Gerichten zu entscheiden, wie es hier weitergeht. Wichtig ist, dass Recht und Ordnung nach unserer Gesetzgebung hergestellt wird. Für mich ist es wichtig, auf die Bedürfnisse der Bewohner von der Gemeinde Hollstadt einzugehen und für die Gemeinde Hollstadt das Bestmögliche heraus zu holen. Dies kann nur durch ein Miteinander in allen Ortsteilen gewährleistet werden und dazu benötigen wir ein "Wir-Gefühl" und dies erhalten wir nur durch gute und offene Gespräche und dafür stehe ich als Bürgermeisterkandidatin ein.

    Zu den Zukunftsvisionen für Hollstadt zähle ich, ...
    dass wir eine moderne, kreative und dennoch eine idyllische Gemeinde in Bezug auf Energie, Versorgung und Lebensqualität werden.
    Steckbrief
    Name: Elsbeth Warmuth
    Geburtsdatum: 12.11.1967
    Geburtsort: Bad Neustadt
    Wohnort: Hollstadt
    Parteizugehörigkeit: keine Angabe
    Ausbildung/Beruflicher Werdegang: Fachabitur, Datenverarbeitungskauffrau, Fachwirtin für Versicherung und Finanzen, 1995 bis 2006 selbstständig, Autovermietung (Alamo/National), seit 2006 selbstständig, Generalagentur Ergo Versicherung
    Familienstand/Kinder: ledig, keine Kinder, seit 1994 in einer Beziehung mit meiner Lebensgefährtin
    Ehrenämter: keine Angabe
    Hobbys/Interessen: Motorradfahren, Lesen, Weiterbildung
    Lieblingsverein: FC Bayern München
    Ihr Vorbild: Thomas Alva Edison
    Zwei Mal wöchentlich bequem per E-Mail:
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    Bearbeitet von Kristina Kunzmann

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