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    BAD NEUSTADT

    Energie

    Weltspartag
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    Ein Bekannter von mir ist Handwerker. Schwere Dinge rumwuchten gehört bei ihm zum Job. Da braucht man Kraft. Wenn er dann beim Essen wieder einmal kräftig zugreift, kommentiert er das gerne mit dem Satz: „Große Maschinen brauchen mehr Sprit.“ Damit fasst er recht anschaulich eine physikalische Gesetzmäßigkeit zusammen, die da lautet: Wenn ich mehr Leistung will, muss ich mehr Energie dafür einsetzen.

    Und da wären wir dann zum Einen beim Klima-Kabinett, das seit Monaten darüber nachdenkt, was man dem Klima denn Gutes tun könnte, und bei der zu Ende gehenden IAA in Frankfurt, wo Autohersteller rumeiern mit mehr oder weniger ausgegorenen Ideen zur Mobilität der Zukunft.

    Und wie das bei uns Deutschen halt so ist, geben wir uns natürlich weder in der Politik noch in der Industrie mit einfachen Lösungen zufrieden. Wir wollen zeigen, was wir drauf haben und stehen deswegen auf höchst komplexe Vorgehensweisen. Für diese „Wir-zeigen-der-Welt-wie-es-geht-Haltung“ sind wir bekanntlich ja auch überall beliebt.

    Dabei können wir auch einfach. Schon 2002 ist Ferdinand Piëch zur VW-Hauptversammlung mit einem 8,5-PS-Dieselchen angereist. Verbrauch unter einem Liter, Durchschnittsgeschwindigkeit 72 km/h, CO2-Ausstoß traumhaft. Heute setzen wir lieber auf tonnenschwere PS-Protz-SUVs – mit der Ausrede, dass diese Panzer elektrisch laufen. Doch auch da gilt natürlich der physikalische Satz, dass mehr Leistung nur durch mehr Energiezufuhr zu bekommen ist – woher die auch immer kommen mag.

    Und da wäre ja noch die ganz einfache CO2-Einspar-Lösung. Tempolimit 130 auf der Autobahn. Kein technischer Aufwand, sofort weniger CO2. Guter Tipp für's Klima-Kabinett. Zu einfach für uns Deutsche?

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