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    Ostheim

    Entwicklung von Ostheim: Viele Anregungen, wenig Geld

    Die Marktstraße in Ostheim war ein Thema bei der Bürgerversammlung: Sind Querungshilfen nötig? Foto: Anja Behringer

    Die Stadt Ostheim hatte zur Bürgerversammlung geladen. Bürgermeister Ulrich Waldsachs blickte auf das Jahr 2018 zurück. Er informierte über Einwohnerzahlen, den Haushalt sowie umgesetzte Projekte. Außerdem erklärte er geplante Vorhaben für 2019. Im Anschluss hatten die Bürger die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Anregungen vorzubringen.

    Vier Einwohner mehr

    Die Einwohnerzahl für die Gesamtstadt Ostheim ist über das vergangene Jahr um vier Einwohner auf insgesamt 3335 gestiegen. Das sei seit Jahren erstmals kein negatives Ergebnis, freute sich Waldsachs. Aber auch 2018 lag die Geburten- unter der Sterberate. Allerdings haben Zuzüge eine positive Entwicklung gezeigt, so der Bürgermeister.

    Der Haushalt 2018 setzte sich aus einem Verwaltungshaushalt von knapp sieben Millionen Euro und einem Vermögenshaushalt von rund 4,5 Millionen Euro zusammen. Damit beläuft sich die Summe insgesamt auf über elf Millionen Euro. Ein Rekord-Haushalt, wie Waldsachs erklärte. Trotzdem sei die finanzielle Lage der Stadt nicht gut, schränkte er ein. Der Schuldenstand Ende 2018 liege bei rund drei Millionen Euro. Das entspreche einer Pro-Kopf-Verschuldung von 913 Euro, verdeutlichte er. Damit befinde Ostheim sich deutlich über dem Landesschnitt.

    Projekte in Ostheim

    Im Bezug auf Investitionen kam der Bürgermeister unter anderem auf die Sanierung der Grundschule Ostheim zu sprechen. Bei den Maßnahmen sei es immer wieder zu Verzögerungen gekommen. Es habe eine Kostensteigerung von gut 30 Prozent gegeben, schätzte Waldsachs. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund acht Millionen Euro. Die Aufnahme des Schulbetriebs sei nach den Osterferien geplant. Ein anstehendes Projekt ist die Sanierung und Neugestaltung des Außenbereichs der Dr.-Alfred-Hauser-Schule. Hier müsse unter anderem der Hartplatz erneuert werden.

    Die Sanierung der Grundschule Ostheim schreitet voran. Der Schulbetrieb soll nach den Osterferien starten. Foto: Anja Behringer

    Abgeschlossen ist dagegen die Neugestaltung der Rathaushalle. Dabei ging es vor allem um Barrierefreiheit. Nun gibt es einen Aufzug zur Verwaltung im Obergeschoss und elektrische Türen am Eingang. Der Ausbau des Hochgeschwindigkeitsbreitbandnetzes schreite voran. Stark unterversorgte Randgebiete sollen nun ebenfalls ausgebaut werden. Der Vertrag hierfür wurde im Februar dieses Jahres unterschrieben. Die Ausbauzeit betrage voraussichtlich 36 Monate, erklärte Waldsachs.

    Fragen und Diskussionen

    Die Bürger hatten einige Anregungen. So fragte Horst Hoffmann nach Querungshilfen bei der Marktstraße. Gerade für ältere Menschen seien diese wichtig, damit sie gefahrlos über die breite Straße kommen. Siegfried Schreiber regte an, die Nutzung eines Überwegs zu testen. Der Gedanke von Überwegen ist in Ostheim nicht neu. Eine Umsetzung sei nicht ohne Herausforderung. Das beginne schon bei der Frage, wo und wie viele Querungshilfen gebraucht würden, so der Bürgermeister.

    Ein Thema mit Diskussionsbedarf sind Bauplätze. Einige Bürger möchten gerne neue Bauplätze, damit Interessierte sich nicht für andere Ortschaften entscheiden. Waldsachs erklärte, dass man sich durchaus mit dem Anliegen beschäftige, aber auch die Entwicklung in der Innenstadt nicht vergessen werden dürfe. Dieser Meinung war auch Siegfried Schreiber, der auf zahlreiche baufällige Gebäude hinwies, die das Stadtbild störten.

    Kostenloses WLAN?

    Ein Problem sah Jürgen Stumpf beim Landmannsheim. Der Platz, der für Lagerfeuer gedacht ist, werde immer wieder als Sperrmülldeponie missbraucht. Der Sachverhalt ist der Verwaltung bekannt. Waldsachs bat darum, Vorfälle zu melden. Diese sollen dann angezeigt werden. Das gelte auch für die Zustände am Wasserbecken und dem Grünabfallplatz.

    Auf die Zukunft bedacht ist Helga Leyh. Sie regte an, über kostenloses W-LAN an der Marktstraße nachzudenken. Der Bürgermeister und die Stadträte zeigten sich erfreut über die zahlreichen Vorschläge der Bürger und die lebhafte Diskussion.

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