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    NIEDERLAUER

    Erdreich musste ausgebaggert werden

    Der Lkw, der am Dienstag bei Niederlauer verunglückt war, musste mit zwei Schwerlastkränen geborgen werden. Die Feuerweh... Foto: Manfred Mellenthin

    Der Verkehr staute sich schnell. Schließlich war der Unfall auf der Staatsstraße 2445 bei Niederlauer, als ein Lkw über die Leitplanke eine Böschung hinabgerutscht war, zum beginnenden Berufsverkehr passiert. Die Feuerwehren aus Niederlauer (16 Mann), Salz (15) und Bad Neustadt (15) sicherten zunächst die Unfallstelle, sorgten für Brandschutz und kümmerten sich um den Lkw-Fahrer, der unverletzt blieb, und den Verkehr.

    Umleitung über Burglauer und Niederlauer

    Das Straßenbauamt Rödelmaier war anschließend mit vier Mann vor Ort und leitete den Verkehr über die Kreisstraßen bei Burglauer, Niederlauer und Salz um. Der Bereich war am Dienstag bis 14.30 Uhr gesperrt, teilte Karlheinz Baumeister von der Verkehrsbehörde mit.

    Da aber Diesel ausgelaufen war, mussten nach der Bergung des Lkw noch größere Arbeiten am Erdreich ausgeführt werden. Zur Sicherheit der Arbeiter war deshalb nur eine mit Baken abgetrennte Spur befahrbar. „Dies wird auch bis Donnerstag noch so sein, da dann erst die Leitplanke erneuert wird“, sagte Baumeister.

    Boden in größerem Ausmaß kontaminiert

    Gerald Söder vom Katastrophenschutz am Landratsamt war mit einem Kollegen vom Wasserwirtschaftsamt ebenfalls vor Ort. Sie begutachteten das Ausmaß der Boden-Kontaminierung. „Als der Lkw über die Leitplanke geschrammt war, hat er offensichtlich seinen Tank großflächig aufgerissen. Dabei ist viel Betriebsflüssigkeit ausgelaufen“, sagte Söder.

    Etwa zehn Tonnen Erdreich, das davon betroffen war, musste ausgebaggert werden. Das Bankett, der Hang und das angrenzende Feld waren kontaminiert, so Söder. Das belastete Erdreich wurde weggebracht und wird von einem Labor analysiert. „Danach steht erst fest, was damit geschieht. Entsprechend der Belastung wird es dann einer Deponieklasse zugeordnet oder verbrannt“, erklärt der Mann vom Katastrophenschutz.

    Diesel-Hexe im Einsatz

    Die Feuerwehr hatte derweil den Diesel auf der Straße großflächig abgebunden. Das Straßenbauamt reinigte die Straße danach mit der Diesel-Hexe. „Das geht mit der Waschspüleinrichtung sowie 90-Grad heißem Wasser und 180 bar Druck so gut, dass man danach kaum mehr was sieht auf dem Asphalt“, erläutert Söder.

    Wie viel Schaden bei dem Unfall entstanden ist, konnte nicht recherchiert werden. Die Polizeiinspektion Bad Neustadt hatte das Ereignis als Kleinunfall deklariert.

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