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    Erntedank: Ein Gottesdienst im Wald

    Einen faszinierenden Familiengottesdienst zu Erntedank feierte Dekan Andreas Krefft mit den Sälzer Kindergartenkindern inmitten der Natur. Foto: Klaus Dieter Hahn

    „Ich habe gerade meinen ersten Erntedank-Gottesdienst mitten im Wald gehalten. Ein wunderbares Erlebnis.“ So wie Dekan Dr. Andreas Krefft waren auch die vielen Besucher, die mit ihm zur Station „Mutter Erde“ des Franziskusweges zwischen Thüringer Hütte und Rhön Park Hotel gekommen waren, begeistert von einer gemeinsamen Stunde unter dem Blätterdach mächtiger Buchen.

    In diesem Ambiente fiel es leicht, Gott für die Schöpfungen, für die Gaben und Früchte des Jahres zu danken. Mit ganzem Herzen dabei waren auch die Vorschulkinder aus Salz, die mit ihren Betreuerinnen, Leiterin Petra Scheuplein und Renate Gensler, mit ihren Geschwistern, mit Eltern, Verwandten und Freunden gekommen waren und die den Gottesdienst mitgestalteten.

    Kindgerechte Art und Weise

    Auf kindgerechte Art und Weise wies Dekan Krefft die Mädchen und Jungen darauf hin, dass man in Deutschland im Überfluss leben dürfe, man weder Hunger noch Durst leiden müsse. In Afrika und auch in Asien fehle es dagegen oft an den notwendigen Lebensmitteln und gesundem Trinkwasser.

    In einer von den Kindern vorgetragenen und gespielten Geschichte prangerten „Schneewittchen und die acht Zwerge“ den unachtsamen Umgang mit dem Wald, seine Verschmutzung und Ausbeutung an und führten eindrucksvoll in Wort und Bild vor Augen, wie die Umweltverschmutzung die Lebensgrundlagen zerstöre. „Ihr seid nun sechs Jahre alt. Wie wird die Welt aussehen, wenn ihr 56 Jahre alt seid?“, stellte der Geistliche die Frage und verwies auf die um ihn versammelte Kinderschar: „Ihr seid alle kleine Gretas.“

    Die Wichtigkeit des Teilens

    Mit einer eindrucksvollen Geschichte aus Ruanda führte er vor Augen, wie wichtig, aber auch erfüllend das gemeinsame Teilen  sei. Dort in Ruanda habe er eine Erfahrung gemacht, die zu denken geben sollte. Sein letztes Bonbon hatte er an einen sechsjährigen Jungen verschenkt, der diese Leckerei mit seinen drei älteren Brüder nach und nach teilte – jeder hat einige Male geschleckt, bevor es an den Nächstälteren weitergegeben wurde. Alle vier Brüder waren so  am Ende zufrieden und glücklich gewesen.

    Bei einem Gottesdienst auf dem Franziskusweg durfte natürlich auch das berühmte Franziskus-Lied „Laudato si“ nicht fehlen, das von allen Teilnehmern kräftig gesungen wurde. Organisatorin Monika Werner, Vorsitzende des „Freundeskreis Franziskusweg“, wird sicherlich mit ihren Mitstreitern für eine baldige Wiederholung eines Gottesdienstes auf dem Franziskusweg sorgen.

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