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    BAD NEUSTADT

    Erst der Brender Kreisel, dann die BayWa-Kreuzung

    Die BayWa-Kreuzung von Bad Neustadt ist mittlerweile in einem mehr oder weniger desolaten Zustand. Sie wird komplett neu gebaut. Doch bis die ersten Bagger anrücken, wird es 2020 werden. Zuvor muss der Landkreis zwei andere Großprojekte abwickeln: die Sanierung der Mühlbacher Brücke sowie ein neuer Kreisverkehr in Brendlorenzen an der Abzweigung Richtung Wertstoffhof inklusive Sanierung eines Teils der Hauptstraße bis zur Abfahrt Richtung Leutershausen. Diese Punkte bildeten den Schwerpunkt der Sitzung des Kreistags-Ausschusses für Verkehr und Kultur im Vorfeld der großen Haushaltssitzung in der nächsten Woche.

    Fast eine Million für Mühlbacher Brücke

    950 000 Euro hat Kämmerer Winfried Miller im Haushalt 2018 für die Sanierung der Mühlbacher Brücke eingestellt, die noch unter Bürgermeister Paul Reisenweber gebaut worden war. Die Arbeiten sollen schon in Kürze beginnen. „Der Landkreis koordiniert die Arbeiten mit der Stadt, die gleichzeitig die Arbeiten am Geländer für die Falaiser Brücke in Angriff nimmt“, erklärte Landrat Thomas Habermann.

    „Wir überlegen im Zuge dieser Arbeiten auch, den Übergang zum Triamare zu gestalten. Die Falaiser Brücke ist der offizielle Weg, aber es wird nun mal auch die Straße benutzt“, ergänzte dazu Karl Breitenbücher Überlegungen aus dem Stadtrat.

    Während der Bauphase ist Mühlbach dann nur über Salz zu erreichen oder über die Promenadenstraße aus Herschfeld, wo die Schranke schon teilweise geöffnet wurde.

    Ortsdurchfahrt Brendlorenzen

    Ein weiteres Großprojekt, mit dem die Stadt Bad Neustadt und der Landkreis Rhön-Grabfeld schon seit einiger Zeit befasst sind, ist die Ortsdurchfahrt von Brendlorenzen im nördlichen Bereich. Das Teilstück der Hauptstraße zwischen Abzweigung nach Leutershausen und der Abzweigung zum Wertstoffhof wurde zur Kreisstraße umgewidmet. Der Verkehr soll dadurch mittelfristig über die B 279 geführt werden, während die viel befahrene Hauptstraße Brendlorenzen eine Entlastung erfahren soll.

    Für 2018 steht die Umgestaltung des Kreuzungsbereiches Richtung Leutershausen sowie des rund 600 Meter langen Straßenabschnitts bis zur Wertstoffhof-Kreuzung an. 2019 soll dann der Bau eines großen Kreisverkehrs mit Abzweigen zum Wertstoffhof, Richtung B 279, zum Wohn- und Industriegebiet und mit einer Abzweigung für eine angedachte Verbindung ins Wohngebiet Brendlorenzen.

    BayWa-Kreuzung 2020

    „Diese Projekte müssen abgeschlossen sein, erst dann kann 2020 der komplette Neubau der BayWa-Kreuzung erfolgen, auch aus umleitungstechnischen Gründen“, so Landrat Thomas Habermann.

    Rund 2,6 Millionen Euro sind für die Brendlorenzener Maßnahmen im Kreisetat eingeplant. Weitere größere Projekte im Landkreis sind dann noch die Ortsdurchfahrt von Sternberg für 1,25 Millionen Euro sowie die Ortsdurchfahrt von Oberebersbach, die rund 1,5 Millionen Euro kostet.

    Bahnbrücke Stockheim 2019

    Landrat Habermann konnte auch mitteilen, dass die Sanierung der Bahnbrücke bei Stockheim nun für 2019 avisiert ist. Weil bei einigen Bauprojekten immer wieder auch Anliegerbeiträge eine Rolle spielen, gegen die die Freien Wähler mit einem Volksbegehren vorgehen wollen, die Finanzierung vielerorts also in der Schwebe ist, sah sich Landrat Habermann zu einer Fundamentalkritik genötigt. „2016 stimmten die Freien Wähler noch für die Beibehaltung, um dann 2017 ein Volksbegehren zu starten und nicht einmal eine Ersatzlösung zu bieten, das ist ein Sittenverfall der politischen Kultur“, schimpfte Habermann.

    Kreiskämmerer Miller teilte noch mit, dass der ÖPNV mit 300 000 Euro im Landkreis gefördert wird. Auf Nachfrage von Karl Breitenbücher informierte Habermann schließlich, dass man für das Grabfeld einen Pilotversuch im ÖPNV plant, der engere Taktungen vorsieht, hierzu liefen gerade intensive Gespräche.

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