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    Eyershausen

    Eyershausen: Kindergarten, Baugebiet, Brauhaus und Holzrecht

    Schöner gestalten könnte man in Eyershausen den Bereich rund um die alte Linde und zu einem Dorftreffpunkt machen, hat ein Stadtplaner nach einem Rundgang vorgeschlagen. Foto: Regina Vossenkaul

    Mit 379 Einwohnern ist Eyershausen der zweitgrößte Stadtteil Bad Königshofens, das war eine der Angaben aus der Statistik, die Bürgermeister Thomas Helbling zur Bürgerversammlung mitgebracht hatte. In seinem eineinhalbstündigen Vortrag ging es unter anderem um den Kindergarten in Eyershausen, der neu gebaut wird.

    Derzeit besuchen zwölf Kinder und Kleinkinder den Eyershäuser Kindergarten, der Neubau ist für 18 Kindergarten- und sechs Krippenplätze geplant. Der Stadtrat habe den Erhalt des Kindergartens beschlossen, weil ein vielfältiges Angebot erwünscht sei, berichtete Helbling. Neben dem Kinderland in Bad Königshofen mit derzeit 105 besetzten Kindergarten- und 37 Krippenplätzen besteht noch der Kindergarten Merkershausen mit 35 Kindern und Kleinkindern. Die beiden Eyerhäuser Stadträte Philipp Sebald und Volker Schmid hätten sich sehr für den Neubau eingesetzt, außerdem müsste der jetzige Standort, ein unter Denkmalschutz stehendes Haus, das nicht der Stadt gehört, saniert werden. Barrierefreiheit sei dort auch nicht möglich, berichtete Helbling.

    Kosten liegen bei rund 1,7 Millionen Euro

    Für den Neubau wurde das Grundstück Gewend 14 bereits erworben. Derzeit läuft der Zuschussantrag, die Kosten werden auf rund 1,7 Millionen Euro geschätzt. Mit dem Gerücht, es gebe insgesamt 90 Prozent Zuschüsse, räumte der Bürgermeister gleich auf. Zuschussfähig seien nur 935.000 Euro, 90 Prozent gebe es nur für Gruppenräume, für einige andere Teile des Gebäudes einen geringeren Zuschuss, letztendlich kämen insgesamt rund 50 Prozent heraus, so Helbling. Der Johannis-Förderverein habe zugesagt, sich an der Einrichtung finanziell zu beteiligen.

    Ein Rundgang durch den Ort mit einem Städteplaner zeigte, dass mit einigen Maßnahmen Eyershausen attraktiver werden könnte, zum Beispiel durch mehr Bepflanzung entlang der Eyershäuser Straße (Hauptstraße). Mögliche Handlungsfelder sind auch im Bereich der alten Linde und dem ehemaligen Brauhaus vorhanden, Letzteres steht unter Denkmalschutz. Ein Zaun schützt Passanten vor herabfallenden Ziegeln. "Wie lange muss ich mir das noch anschauen", fragte ein Bürger in der Diskussion. Hier liege ein eindeutiger Beschluss des Stadtrates vor, lieber in den Kindergarten zu investieren, berichtete Helbling.

    Langfristige Sicherung der Trinkwasserversorgung

    Philipp Sebald erläuterte die Wasserknappheit, die den Zweckverband Nord (WZV), zu dem Eyershausen gehört, genauso betrifft wie den WZV Mitte. Die Möglichkeiten des Wasserbezugs zeigte er an, die Kosten dafür werden zu höheren Wassergebühren führen. Am wichtigsten sei aber die langfristige Sicherung der Trinkwasserversorgung. Wann kann im Baugebiet Hutwiese gebaut werden, wurde in der Diskussion gefragt. Sobald die Lärmschutzwand aufgestellt wurde, stehen acht Baugrundstücke zur Verfügung, war die Antwort. Einen diesbezüglichen Termin hatte das Straßenbauamt abgesagt, ein Ersatztermin soll in Kürze vereinbart werden. Ohne Lärmschutzwand können nur drei Grundstücke bebaut werden. Lob gab es von einem Bürger für Clemens Behr, der sich für die Restaurierung des Korpus vom Lahnbergkreuz eingesetzt hat, der inzwischen neu gestrichen und geweiht wurde.

    Warum der Bauhof die Blumen nur in der Innenstadt gießt und wann ein neuer (gebrauchter) Bagger angeschafft wird zum Grabenreinigen, wollten Bürger wissen. Kritisiert wurde auch die Umbenennung der ehemaligen Hauptstraße in "Eyershäuser Straße". Derartige Bezeichnungen wären für Straßen in Bad Königshofen üblich, die zu diesen Stadtteilen hinführen. Und wie lange dauert das, bis die Umbenennung in den Navis ist? Es sei der Wunsch der Verantwortlichen gewesen, dass der Name "Eyershausen" irgendwo erhalten bleibt, war die Antwort. Die Berücksichtigung in den Navis dauert erfahrungsgemäß einige Zeit.

    Kein Einvernehmen besteht mit den Holzrechtlern, die aus den Fördermitteln aus dem Vertragsnaturschutzprogramm Wald 2019 für den Mittelwald Aufwandsentschädigungen erhalten, das sind 100 Euro für ein ganzes Recht, 50 Euro für ein halbes. Für Nachpflanzungen, Pflegemaßnahmen, Wegeunterhalt stehen jährlich rund 15.000 Euro zur Verfügung. Ein Holzrechtler forderte, auch rückwirkend die Aufwandsentschädigung zu zahlen. Das müsse noch einmal in der Haushaltsberatung besprochen werden, sagte der Bürgermeister.  

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