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    SAAL

    Fatimatag am Findelberg eindrucksvolles Fest des Glaubens

    Am Altar vor der Wallfahrtskirche am Findelberg fand der Abschluss der Fatimafeier zur Erinnerung an die zweite Erscheinung im Jahr 1917 mit dem Segen statt. Foto: Margret Müller

    Ein Fatimatag an der Wallfahrtskirche Findelberg bei Saal an der Saale ist immer eine beeindruckende Feier. Diesmal war der emeritierte Bischof Friedhelm Hofmann zu Gast, von 1992 bis im Februar diesen Jahres Oberhirte des Bistums.

    Die Seher-Kinder von Fatima

    Der 13. Juni ist die Erinnerung an die zweite Erscheinung der Mutter Gottes im Jahr 1917. Drei Kinder sahen im Lichtschein eine Dame in Weiß. Sie sagte ihnen, dass sie alle Tage den Rosenkranz beten sollen. Maria sagte damals auch, dass sie Jacinta und Francisco bald zu sich in den Himmel holen werde, Lucia aber noch einige Jahre auf der Erde bleibe. Vor der rechten Handfläche Mariens sahen die Kinder ein Herz, umgeben von Dornen. Sie verstanden, dass dies das Unbefleckte Herz Mariä ist, verletzt durch die Sünden der Menschen, das Sühne wünscht.

    Daran wurde auch in der Wallfahrkirche am Findelberg erinnert. Diese war, wie schon in den vergangenen Jahren bis auf den letzten Platz besetzt; selbst im Außenbereich standen die Gläubigen. Höhepunkt war neben der Predigt von Friedhelm Hofmann die Lichterprozession um die Saaler Wallfahrtskirche.

    Nach dem feierlichen Rosenkranz vor der goldglänzenden Monstranz, dem Allerheiligsten, den Bischof em. Hofmann zusammen mit den Priestern des Apostolates vorbetete, wurde traditionell die Lauretanische Litanei gesungen.

    Bewegende Predigt

    Vikar Christian Stadtmüller hieß die rund 400 Gäste am Findelberg willkommen; auch im Namen des Ortspfarrers Pater Silvester Ottaplackal. Das „Vergelt's Gott“ ging an Friedhelm Hofmann, Zelebrant und Prediger, der in seinen 13 Jahren als Diözesanbischof fast jährlich einer Fatimafeier vorstand. So war es für ihn „eine Freude und Selbstverständlichkeit“, zum Heiligtum am Findelberg zu kommen. In seiner Predigt zitierte der Bischof den verstorbenen Wiener Kardinal Franz König, der einmal gesagt hat: „Europa ist aus dem Wallfahrtsgeschehen geboren“. Das gemeinsame Fundament des Kontinents sei der Glaube und das Vertrauen zur Gottesmutter. Beides seien gerade in der heutigen Zeit sehr notwendig. Er erinnerte daran, dass es allein im Bistum Würzburg mehr als 40 Wallfahrtsorte gibt, wohin die Menschen mit ihren Nöten und Sorgen, aber auch aus Dankbarkeit pilgern. Friedhelm Hofmann berichtete in einer sehr bewegenden Geschichte von einem jungen, schwerkranken Mädchen, das er während der Krankheit bis zu ihrem Tod begleitete. „Sie hielt immer eine kleine Madonna in ihren Händen und schöpfte Kraft aus der Verbindung zur himmlischen Mutter.“ Genau solche Menschen seien wichtig und würden ein Beispiel geben, in schwierigen Situationen sich vertrauensvoll an Maria wenden, betonte der Prediger.

    Der frühere Oberhirte der Diözese dankte allen Gläubigen, die über die vielen Jahre hinweg das Fatimaweltapostolat mit ihrem Gebet unterstützen und zu den Monatswallfahrten kommen. Das gelte auch für den Wallfahrtsort am Findelberg. Dieser Dienst wirke in die ganze Diözese hinein.

    Primizsegen zum Abschluss

    Gemeinsam mit den Geistlichen, dem Altardienst und den Frauen, die die blumengeschmückte und beleuchtete Statue der Mutter Gottes trugen, ging der Bischof mit einer Kerze in der Hand und das Fatima-Lied singend, den Weg um die Saaler Wallfahrtskirche.

    Ziel der Lichterprozession ist in jedem Jahr der Freialtar vor der Wallfahrtskirche. Hier findet der Abschluss der kirchlichen Feier statt. Vor dem Segen wandte sich Bischof Hofmann an den Diözesanleiter des Fatimaapostolates, Vikar Christian Stadtmüller, und dankte ihm für sein Engagement seit vielen Jahren.

    Mit dem „Segne du, Maria“, endete wieder die Fatimafeier. Im Anschluss gab es die Möglichkeit, vom Paderborner Neupriester Johannes Sanders den Einzelprimizsegen zu empfangen.

    Komplett besetzt war die Wallfahrtskirche am Findelberg am Fatimatag. Vor dem Pontifikalgottesdienst fand das Rosenkranzgebet vor dem am Hochaltar ausgesetzten Allerheiligsten statt. Im Gotteshaus stand wieder die blumengeschmückte Statue der Mutter Gottes von Fatima. Foto: Margret Müller

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