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    Heustreu

    Festhalle Heustreu: Die Bauarbeiten ziehen sich in die Länge

    Noch weit von der Fertigstellung entfernt. Über den Stand der Sanierung der Festhalle Heustreu, hier ein Blick in den großen Saal, machte sich der Gemeinderat vor Ort ein Bild.
    Noch weit von der Fertigstellung entfernt. Über den Stand der Sanierung der Festhalle Heustreu, hier ein Blick in den großen Saal, machte sich der Gemeinderat vor Ort ein Bild. Foto: Stefan Kritzer

    Schon etwas angespannt vom vorhergehenden Termin kam Architekt Matthias Leicht auf die größte Baustelle in der Streutalgemeinde. Beim Ortstermin mit dem Gemeinderat ging es für den Architekten gleich spannend weiter. Am Fortgang der Bauarbeiten rund um die einstige Festhalle, die wohl bald Dorfzentrum heißen wird, hagelte es Kritik, denn der Zeitplan bis zur Fertigstellung zieht sich noch monatelang hinaus. Ursprünglich sollte die Festhalle bis Ende des Jahres fertig saniert sein. Doch davon ist schon lange keine Rede mehr.

    Bis Mai soll das neue Dorfzentrum nun fertig sein, forderte Bürgermeister Ansgar Zimmer. Eine konkretes "Ja" von Seiten des Architekten gab es hierzu aber nicht. Die Bauarbeiten hängen derzeit massiv hinter dem Zeitplan zurück. Die bereits viel länger als erwartet dauernden Rohbauarbeiten sollten bis Anfang Oktober abgeschlossen sein. Sind sie aber nicht. Nun ist der 16. November als Termin für die Fertigstellung dieses Teilbereiches avisiert. Doch beim Rundgang über die Baustelle kamen da so manchem Gemeinderat Zweifel. Vor allem der Bereich um das angegliederte Rathaus ist noch weit von einer Fertigstellung entfernt. Für Anfang November ist zudem der Einbau der Fenster geplant, darauf folgen werden die Dacharbeiten.

    Kompliziertes Zusammenspiel zwischen Alt- und Neubau

    "Ich bekomme Kopfschmerzen, wenn ich jeden Tag an dieser Baustelle vorbeifahre", wetterte 2. Bürgermeister Markus Werner und fragte bei Matthias Leicht nach: "Warum dauert das so lange?" Der Grund für die Verzögerungen sind vor allem im komplizierten Zusammenspiel zwischen Alt- und Neubau zu suchen. Unterschiedliche Deckenkonstruktionen innerhalb des stehengebliebenen Teils der Festhalle, Mauern, die eigentlich hätten stehen bleiben sollen, letztlich aber doch ersetzt werden mussten sowie Stahlträger, die aus Gründen der Statik nachträglich eingebaut wurden, zogen die Arbeiten am Rohbau massiv in die Länge.

    Auf die Diskussion, wann das neue Dorfzentrum fertig sein wird, ließ sich Matthias Leicht gar nicht erst ein. "Wir arbeiten mit Nachdruck daran, dass es jetzt stetig voran geht." In diesem Jahr sollen nach Fertigstellung des Rohbaus zumindest der Einbau der Fenster sowie Verputzarbeiten im Untergeschoss noch durchgeführt werden. Damit zu Beginn des kommenden Jahres mit dem Einbau der Technik begonnen werden kann. Nur wenn das alles klappt, so Ansgar Zimmer, "scheint eine Fertigstellung in der ersten Hälfte des kommenden Jahres noch möglich".

    Ein Beispiel für eine aktive Innerortsgestaltung

    In der Gemeinderatssitzung gab es viel Lob für einen Bauantrag in der Krummen Gasse. Dort soll eine ehemalige Scheune in Wohnraum umgewandelt werden. Zimmer nannte das Baugesuch ein Beispiel für eine aktive Innerortsgestaltung.

    Eine längere Diskussion zog das Thema Hundeabfalleimer nach sich. Einfach gemacht haben es sich die Räte mit der Ablehnung dieser Anregung nicht. Aber bei der Fülle an Wegen rund um das Dorf wäre auch eine Fülle an Abfalleimern notwendig. Diese müssten von den Gemeindearbeitern mindestens einmal pro Woche geleert werden. Das alles ist in Anbetracht von 77 angemeldeten Hunden im Dorf auch bei Erhalt der Hundesteuer nicht zu finanzieren. So bleibt es beim Appell an alle Hundebesitzer, die Hinterlassenschaften zum Wohle aller Bürger fachgerecht zu entsorgen.

    Gartenbesitzer haben tierische Probleme

    Ein weiteres tierisches Problem sorgt derzeit bei einigen Gartenbesitzern im Innerortsbereich für Verdruss: Der Biber. Mindestens vier Tiere haben bereits einige Obstbäume gefällt und sorgen für massive Schäden, so der Bürgermeister. Jetzt hat die Gemeinde das Landratsamt eingeschaltet und bittet um Unterstützung, um den großen Nagern Herr zu werden.

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