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    Bastheim

    Feuerwehr Bastheim kann sich auf neues Fahrzeug freuen

    Eine Herausforderung für die Radfahrer und ihr Material stellt aktuell der "Marienweg" zwischen Braidbach und Geckenau dar. Der idyllische Weg ist zur Zeit nur grob geschottert und daher schlecht befahr- und begehbar. Foto: Klaus-Dieter Hahn

    Ein stolzes Arbeitsprogramm erwartete die Mitglieder des Gemeinderates zur ersten Sitzung nach ihrer sechswöchigen Sommerpause. Nicht weniger als 23 Tagesordnungspunkte – davon 19 im öffentlichen Teil – waren eine echte Herausforderung. Wichtigste Entscheidungen dabei: die Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeugs, grünes Licht für die Sanierungsarbeiten im Reyersbacher Kindergarten, Auftragsvergaben für den Dorfladen und die Absichtserklärung, ein Stück schadensanfällige Wasserleitung zwischen Bastheim und Reyersbach auszutauschen.

    Gleich zu Beginn der Zusammenkunft konnte Bürgermeisterin Anja Seufert Architekt Dominik Wukowojac und seine Mitarbeiterin Friederike Berger am Ratstisch willkommen heißen. Der Bauexperte erläuterte die aktuellen Bauarbeiten an der alten Schule in Unterwaldbehrungen (wir berichteten).  "Das Fachwerkhaus ist zwar ein schmuckes Objekt, sozusagen das "Neuschwanstein" von Unterwaldbehrungen", aber als ein Werk des Historismus bei weitem nichts so alt, wie es nach außen den Anschein hat, machte er den Ratsmitgliedern deutlich. Um 1900 ist es errichtet worden und mit inzwischen beträchtlichen Schäden versehen. "Es weist erhebliche Baumängel auf", stellte Wukowojac fest und verwies gleichzeitig auf den glücklichen Umstand, dass man mit dem kommunalen Investitionsprogramm (KIP) und dem Förderprogramm des Amts für Ländliche Entwicklung Würzburg zwei Fördertöpfe geöffnet hat, die bei Fördersätzen von 90 bzw. 60 bis 70 Prozent die finanzielle Belastung für die Gemeinde bei dem mehr als eine halbe Million Euro teuren Projekt doch erheblich lindern.

    Dankbar über Bezuschussung

    "Ohne diese Bezuschussung wäre die umfassende Sanierung der massigen Holzschäden auch nicht zu bewältigen", betonte auch Anja Seufert und zeigte sich mit dem Architekten froh über die Unterstützung durch die Behörden. Nachdrücklich wehrte sie sich gegen Vorwürfe, es wäre billiger gewesen, das Gebäude abzureißen und für Kolping-Kapelle und Jugend, die beide aktuell die Schule nutzen, ein neues Haus zu bauen. Schließlich stehe die alte Schule unter Denkmalschutz und sei ortsbildprägend. Noch in diesem Jahr sollen die Sanierungsarbeiten abgeschlossen werden, versprach der Architekt.

    Da waren´s nur noch drei. Die vierte, die größte Maschine in der Dorfwäscherei Rödles, ist derzeit defekt. Ob sie repariert oder ob eine neue angeschafft wird, entscheidet der Gemeinderat erst nach Vorlage einer neuen Kostenkalkulation. Foto: Klaus-Dieter Hahn

    Freuen kann sich auch die Reyersbacher Feuerwehr. Sie erhält ein neues TSF-W. Gemeinsam mit der Gemeinde Sandberg, die ebenfalls eines für die Feuerwehr Langenleiten benötigt, hatte man zwei baugleiche Fahrzeuge ausgeschrieben und kommt so wegen dieser interkommunalen Zusammenarbeit in den Genuss einer höheren Förderung. Das Fahrgestell liefert die Fa. IVECO, den Aufbau die Fa. Brandschutz Görlitz als jeweils günstigste Anbieter. 100.000 Euro kostet das neue TSF-W. 42.600 Euro bekommt die Gemeinde an Fördermitteln.

    Anerkennung für Verschönerung des Ortsbilds

    Ein Ehepaar, das das Fachwerk einer Scheune in Unterwaldbehrungen wieder hergerichtet hat, erhält einen Zuschuss von 300 Euro. Eine Anerkennung der Gemeinde für die Verschönerung des Ortsbilds.

    Die größte der insgesamt vier Waschmaschinen in der Dorfwäscherei von Rödles ist defekt. Ihre Reparatur würde an die 1.000 Euro kosten. Die Auffassung aus der Mitte des Gemeinderats, die Wäscherei im Dorfgemeinschaftshaus, die dort schon seit Jahrzehnten den Bürgern offen steht,  sei für die Gemeinde ein "Drauflegegeschäft" wollte Ortsbeauftragter Theo Behringer so nicht gelten lassen: "Die Dorfwäscherei wird kostendeckend betrieben", betonte er. Welche Ansicht nun die richtige ist, soll eine Kostenkalkulation der Gemeindeverwaltung zeigen. Die Entscheidung über eine Reparatur oder die Neuanschaffung einer ca. 8.000 Euro teuren 10-Kilogramm-Waschmaschine wurde daher erst einmal zurückgestellt.

    Die Sanierung des alten Saugbehälters der Wasserversorgung mit Spritzmörtel hatte das beauftragte Ingenieurbüro auf 68.370 Euro veranschlagt. Das Ausschreibungsergebnis lag nun gleich um 30.000 Euro höher. Angesichts dieser Preisentwicklung sah der Gemeinderat keine andere Möglichkeit, als die Ausschreibung aufzuheben und zu beschließen, im Winter neu auszuschreiben.

    Leitung wird ausgetauscht

    In den vergangenen 20 Jahren hatte es über 20 Rohrbrüche auf einem ca. zwei Kilometer langen Abschnitt der Wasserfernleitung zwischen Bastheim und Reyersbach gegeben. Um der Reyersbacher Bevölkerung künftig Ärger und Verdruss wegen der dadurch bedingten Einschränkungen bei der Wasserversorgung zu ersparen, fassten die Bürgervertreter nun den Grundsatzbeschluss, die Leitung auszutauschen. Mehr als 800.000 Euro wird die Gemeinde dafür ausgeben müssen, was wiederum über die Wassergebühren finanziert werden muss.

    Im Zusammenhang mit dem Umbau des Dorfladens vergab der Gemeinderat Aufträge u.a. für den barrierefreien Zugang (Fa. Reulbach, Unterelsbach), für die Schallschutzdecke (Fa. Streit, Mellrichstadt), für die Klimaanlage (Fa. Stadler, Fladungen), für Maurer- und Betonarbeiten (Fa. Behringer, Bastheim) und für die Automatik-Zugangstür (Fa. Weber, Hofbieber) mit einem Auftragsvolumen von insgesamt rd. 60.000 Euro.

    Im vergangenen Jahr hatten die Jagdgenossenschaften Bastheim und Braidbach den "Marienweg" zwischen Braidbach und Geckenau, der auf einem Teilstück nur als Wiesenweg ausgebildet war, befestigen lassen. Da er auch von Radfahrern genutzt werden soll, müsste nun noch eine Schotterschicht aufgebracht werden, die der Gemeinde zusätzlich noch einmal 12.000 Euro kosten würde. Von den Gesamtkosten (31.752 Euro) hätte dann die Gemeinde knapp 60 Prozent übernommen. Im Gemeinderat wurde dazu auf den Grundsatzbeschluss verwiesen, wonach sich die Gemeinde generell mit 30 Prozent am Unterhalt von Wirtschaftswegen beteiligt, während die Jagdgenossen den Löwenanteil von 70 Prozent tragen. Der Restausbau wurde daher erst einmal bis zur Entscheidung über eine etwaige Förderung zurückgestellt.

    Grünes Licht vom Gemeinderat bekam schließlich noch ein Wohnhausneubau mit Garage in Braidbach, der Tekturantrag zum Dorfladen in Bastheim sowie der Neubau einer Außentreppe in Reyersbach.

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