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    Oberelsbach

    Feuerwehrhaus: Langer Weg fand seinen feierlichen Abschluss

    Gelungener Festumzug: Über 30 Feuerwehren - hier die Kinderfeuerwehr Oberelsbach - und zahlreiche örtliche Vereine nahmen an dem großen Festumzug anlässlich des 145-jährigen Bestehens und der offiziellen Übergabe des neuen Feuerwehrgerätehauses teil. Der Umzug wurde viel beklatscht. Foto: Marc Huter

    Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten zum 145-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Oberelsbach stand das neu errichtete Feuerwehrgerätehaus. Nicht nur, weil nach dreijähriger Bauzeit nun die offizielle Übergabe und Segnung im Kreise zahlreicher Ehrengäste stattfinden konnte, auch weil das Festgeschehen sich eben genau hier abspielte. Pfarrer Hubert Grütz nutzte es am Sonntagmorgen sogleich für seinen Festgottesdienst mit Segnung, die Oberelsbacher Floriansjünger bestückten es fleißig mit Festgarnituren und der Kuchenbar. Das große Festzelt mit Bühne schloss sich direkt an die geöffneten Tore des neuen Domizils an.

    Offizielle Schlüsselübergabe: Über die Fertigstellung des neuen Feuerwehrgerätehauses in Oberelsbach freuten sich am Sonntag (v. l.) Pfarrer Hubert Grütz, der die Segnung vorgenommen hatte, Bürgermeisterin und Schirmherrin Birgit Erb, Kommandant Sebastian May sowie der Landtagsabgeordnete Sandro Kirchner. Foto: Marc Huter

    „Es war ein langer, aber letztlich erfolgreicher Weg“, stellte Oberelsbachs Bürgermeisterin und Schirmherrin Birgit Erb in ihrer Festansprache fest. Gar nicht genug Lob konnte sie den ehrenamtlichen Dienstleistenden der Freiwilligen Feuerwehr Oberelsbach zollen, die neben dem normalen Feuerwehrdienst insgesamt 2000 Arbeitsstunden als Eigenleistung in die Baumaßnahme des Feuerwehrgerätehauses investiert haben. „So wurde oft bis tief in die Nacht mit viel Enthusiasmus gearbeitet“, blickte sie zurück. Engagement, Mut und Zuverlässigkeit zeichne die Feuerwehr Oberelsbach seit 145 Jahren aus, was sich beim Bau des Feuerwehrhauses wieder eindrucksvoll bestätigt habe. „Sie können stolz auf ihre Leistung und das neu geschaffene Feuerwehrdomizil sein“, so Erb.

    Eine große Zahl von Ehrengästen

    Neben der Schirmherrin begrüßte Kommandant Sebastian May den Landtagsabgeordneten Sandro Kirchner, die gesamte Kreisfeuerwehrführung mit Kreisbrandrat Stefan Schmöger, Kreisbrandinspektor Michael Omert und die Kreisbrandmeister Ralf Kirchner und Bernd Abert, Altbürgermeister Oskar Mangold, den stellvertretenden Landrat Josef Demar, einige Bürgermeister der umliegenden Gemeinden, die Mitglieder des Gemeinderates, die Vertreter der beteiligten Firmen, zahlreiche Vereinsvorstände und 30 Feuerwehren. Bei strahlendem Sonnenschein kam so am Nachmittag ein beeindruckender Feuerwehrfest-Umzug zustande, der viel beklatscht wurde. Eine große Fahrzeugschau, bei der auch die Kreisfeuerwehr, das Technische Hilfswerk und die Bergwacht ihre Fahrzeuge und ihre Ausrüstung vorstellten, ein spannendes Kinderprogramm, eine interessant zu lesende Festschrift sowie beste musikalische Unterhaltung durch die Trachtenkapellen Oberelsbach und Ginolfs und der Formation „Böhmisch G’schtörd“ trugen zum Gelingen der zweitägigen Feierlichkeiten bei.

    Kommandant Sebastian May wagte einen Rückblick über den langen Weg, der bis zur erfolgreichen Errichtung des neuen Feuerwehrhauses gegangen werden musste, bis der Marktgemeinderat vor vier Jahren den zukunftsweisenden Beschluss zum Neubau gefasst hatte. Sein Dank galt der Marktgemeinde für diese richtige Entscheidung, den Mitarbeitern des Bauhofs für die sehr tatkräftige Unterstützung, jedoch besonders auch den Feuerwehrkameraden für den unermüdlichen Einsatz in ihrer Freizeit. „Was lange währt, wird endlich gut“, freute er sich und nahm den symbolischen Schlüssel für das neue Feuerwehrgerätehaus von Bürgermeisterin Birgit Erb entgegen.

    Geschenk: Die Partnerfeuerwehr aus Hattingen-Niederwenigern übergab als Geschenk zum neuen Feuerwehrgerätehauses ein großformatiges, historisches Bild ihres eigenen Feuerwehrgerätehauses. Foto: Marc Huter

    Nach den Worten des Landtagsabgeordneten Sandro Kirchner könnte man den Spruch „Alles neu macht der Mai“ auch umdichten in „Alles neu macht der Markt Oberelsbach“. Die Kommune habe hierbei in die Infrastruktur, in die Sicherheit, vor allem aber in die Zukunft investiert, so der Landtagsabgeordnete.

    Staatliche Ehrungen

    Ihm gleich tat es der stellvertretende Landrat Josef Demar, der diesen schönen Anlass dazu nutzte, die staatlichen Ehrungen für langjährigen Feuerwehrdienst durchzuführen. So überreichte Demar den Feuerwehrdienstleistenden Jochen Hergenhan, Stefan Griebel (beide Feuerwehr Weisbach), Alexander Seufert (Feuerwehr Sondernau) sowie Mirko Borzyk und Markus Henneberger (beide Feuerwehr Unterelsbach) das staatliche Ehrenzeichen in Silber für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst. Gratulationen überbrachte auch die Partnerfeuerwehr aus Hattingen-Niederwenigern mit einem großformatigen historischen Bild ihres ersten Feuerwehrgerätehauses, das sicherlich in den neuen Räumlichkeiten einen Platz finden wird.

    Ehre, wem Ehre gebührt: Bei den Feierlichkeiten zum 145-jährigen Bestehen ehrte stellvertretender Landrat Josef Demar und Bürgermeisterin Birgit Erb für 25-jährigen aktiven Feuerwehrdienst (weiter von links) Stefan Griebel Mirko Borzyk, Alexander Seufert, Markus Henneberger. Darüber freuten sich auch Kreisbrandinspektor Michael Omert und Kreisbrandrat Stefan Schmöger. Foto: Marc Huter

    Die Kosten für das neue Feuerwehrgerätehaus mit der Anbindung an das Rathaus und den Umbauten für den Umkleidebereich mit Duschen, der Werkstatt sowie den Besprechung- und Beschulungsraum bezifferte Bürgermeisterin Birgit Erb auf 604 000 Euro. Gefördert wird die Maßnahme durch den Freistaat Bayern im Rahmen einer Festbetragsförderung in Höhe von 115 000 Euro nach den Feuerwehrzuwendungsrichtlinien. Zusätzlich konnte der Markt Oberelsbach investive Mittel aus der Stabilisierungshilfe in Höhe von 268 000 Euro verwenden, so dass nach Abzug der Eigenleistung des Feuerwehrvereins Oberelsbach in Höhe von 22 000 Euro rund 200 000 Euro beim Markt Oberelsbach als Eigenleistung zu erbringen waren.

    Zum Gruße: Die zahlreichen Feuerwehren begrüßte die Kreisfeuerwehrführung auf dem Marktplatz. Foto: Marc Huter

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