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    Ostheim

    Filigrane Kunstwerke läuten die Osterzeit ein

    "Extra - Fein". Schwarze Scherenschnitte und Kunst am Ei prägen die diesjährige Osterausstellung des Vereins Freunde der Kirchenburg
    Ingrid Schmidt hat wieder mit viel Liebe die Exponate der Osterausstellung arrangiert.
    Ingrid Schmidt hat wieder mit viel Liebe die Exponate der Osterausstellung arrangiert. Foto: Eva Wienröder

    “Extra - Fein” lautet der Titel der diesjährigen Osterausstellung des Vereins Freunde der Kirchenburg e.V., die am Mittwochabend offiziell im Beisein vieler Kunstinteressierter in den Räumen der ehemaligen Kirchhofschule eröffnet wurde. Bis 6. Mai 2019 können filigrane Scherenschnitt-Arbeiten von Marina Leiska und fein gestaltete Ostereier aus der Sammlung von Ingrid Schmidt bestaunt werden. Die Ausstellung bildet zugleich den Auftakt eines bunten Veranstaltungsreigens, den der Verein heuer wieder präsentiert.

    Ein strahlender Vorsitzender Adolf Büttner begrüßte bei der Vernissage die Besucher. Er war sichtlich erfreut über den regen Zuspruch. Ein besonderer Gruß galt den Vertretern der VR-Bank und der Sparkasse. Die beiden regionalen Bankinstitute gehören zu den großen Förderern des Vereins. Und dieses Mal gab es eine großzügige Spende von der Sparkassenstiftung. Im Rahmen der Ausstellungseröffnung, die von Johannes Liebst mit leisen Gitarrenklängen würdig begleitet wurde, konnte Büttner einen Scheck in Höhe von 3.000 Euro aus den Händen von Heiko Leidig, Vorstandsmitglied der Sparkasse, entgegennehmen.

    Neue Beleuchtung zum Saisonstart

    Rechtzeitig zum Saisonauftakt konnte die Erneuerung der Beleuchtung in den Ausstellungsräumen abgeschlossen werden. Das war ein Projekt, das den Verein schon länger beschäftigt hat, schließlich ging es darum, die Exponate noch besser zur Geltung kommen zu lassen, wie Büttner erklärte. Beratend zur Seite standen die  Bayerische Landesstelle für nichtstaatliche Museen und der Bezirk Unterfranken, die auch den Grundstock für die Finanzierung gelegt haben. Immerhin wurden 20.000 Euro in die Anlage investiert

    Als kunstvollen Scherenschnitt hat Marina Leiska den historischen  Apothekereid von 1667 aufs Papier gebracht. Drei Monate benötigte sie für dieses, eines ihrer aufwändigsten Werke.
    Als kunstvollen Scherenschnitt hat Marina Leiska den historischen  Apothekereid von 1667 aufs Papier gebracht. Drei Monate benötigte sie für dieses, eines ihrer aufwändigsten Werke. Foto: Eva Wienröder

    Für das Ausstellungskonzept zeichnete in bewährter Weise Ingrid Schmidt verantwortlich.  Unterstützt von Maritta Waldsachs hat sie wieder mit viel Liebe die Exponate arrangiert. Ostheim ist inzwischen für seine Osterausstellungen weithin bekannt. Eingebettet in die Ausstellung mit fein gestalteten Eiern und den speziellen Ostheimer Osterbräuchen  möchte Ingrid Schmidt nun diese besondere Kunst der Öffentlichkeit nahe bringen.

    Schwarze Scherenschnitte und Kunst am Ei

    Die schwarzen Scherenschnitte und die Kunst am Ei haben nach den Worten der Ausstellungsleiterin etwas gemeinsam: “Beide werden von ausgeglichenen, in sich ruhenden, liebenswerten Menschen gestaltet. Sie alle benutzen außer ihrer Fantasie ganz feine Werkzeuge und gestalten ihre großen kleinen Kunstwerke.” Schmidt hatte im vergangenen Jahr auf der Suche nach Kunstschaffenden Marina Leiska aus der Nähe von Heilbronn kennengelernt und schätzt sich glücklich, sie für diese Ausstellung gewonnen zu haben. Mit den Scherenschnitten hat Marina Leiska erst im Alter von 53 Jahren begonnen, inzwischen ist diese künstlerische Betätigung etwas mehr als zwei Jahrzehnte ihre große Leidenschaft und bedeutet für sie Fantasie und Entspannung.

    Die Liebe zu kleinen, feinen Dingen, wohnte ihr aber schon immer inne, wie die Künstlerin bei einem Rundgang durch die Ausstellung offenbarte. Dabei konnte man auch mehr über ihre Schaffensweise erfahren. So stanzt Leiska die Motive nicht einfach aus, sondern sie schneidet mit viel Geduld von Hand aus. Zunächst hat sie eine einfache Nagelschere benutzt. Irgendwann bekam sie dann von Bekannten den Tipp, es einmal mit medizinischem Besteck zu probieren. E

    Jedes Bild ein Unikat

    Präzision ist auch beim Kleben gefragt, jeder noch so kleiner Schnipsel muss fein mit Kleber betupft und schließlich ordentlich auf dem weißen Trägerpapier fixiert werden. Dabei hilft Marina Leiska ihr Mann Dieter, der auch das Rahmen der Bilder übernimmt. Bild ist nicht gleich Bild. Jedes ist ein Unikat. Und manche Scherenschnittbilder sind besonders zeitaufwändig. So wie der Apothekereid aus dem Jahr 1667. Daran hat sie drei Monate gearbeitet.

    Die Ausstellung “Extra - Fein” gastiert bis zum 6. Mai 2019 in der ehemaligen Kirchhofschule und ist zu den Öffnungszeiten des Museums (Freitag bis Montag und an Feiertagen von 14 bis 17 Uhr) zugänglich. Mehr Infos unter www.lebendige-kirchenburg.de.

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    Bearbeitet von Eva Wienröder

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