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    Salz

    Fortbildung für Sportabzeichen-Prüfer ab diesem Jahr verpflichtend

    Deutschlandweit gelten einheitliche Kriterien für den Erwerb des Deutschen Sportabzeichens.
    Deutschlandweit gelten einheitliche Kriterien für den Erwerb des Deutschen Sportabzeichens. Foto: Archiv: Ulrike Mauer

    Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) legt Wert darauf, dass deutschlandweit einheitliche Kriterien für den Erwerb des Deutschen Sportabzeichens (DSA) angewandt werden, und dass für diese Qualitätsmarke Mindeststandards gelten. Ab sofort gilt die Regelung, dass für die Verlängerung der Sportabzeichen-Prüfer-Ausweise Fortbildungen zu machen sind. Deshalb und weil ein paar Änderungen ab 2020 für die DSA-Leistungen gelten, wurden die Prüfer zur ersten Fortbildungsveranstaltung in diesem Jahr im Kreis Rhön-Grabfeld nach Salz eingeladen.

    Referent des Abends im Sportheim der DJK war Thomas Reubelt, Sportabzeichen-Referent des BLSV-Kreises Rhön-Grabfeld (Bayerischer Landessportverband). Zwei Dutzend Prüfer aus dreizehn Vereinen des Landkreises lauschten den Ausführungen Reubelts, der jetzt auch dem Sportabzeichen-Lehr-Team des BLSV-Bezirks Unterfranken angehört.

    Er informierte, dass für Sportabzeichen-Prüfer neue Strukturen festgelegt wurden, sowohl für ihre Ausbildung in Theorie und Praxis als auch für deren Fortbildung. Der Zeitaufwand dafür mit einem Seminartag halte sich in Grenzen. Für die Erst-Ausbildung sind acht und für die Fortbildung vier Lerneinheiten vorgegeben. Voraussetzung ist allerdings, dass man sich mit dem neuen Prüfungswegweiser und dem Übungs-Booklet vertraut gemacht hat. Beide Materialen stehen zum Download auf der Internetseite www.deutsches-sportabzeichen.de bereit, ebenso wie die Prüfkarten mit Datenschutzinformationen, Leistungskataloge und Durchführungshinweise (auch für Menschen mit Behinderungen), zu denen Reubelt Detailinformationen gab.

    Prüferausweis hat vier Jahre Gültigkeit

    Weitere Nachschlagewerke und Formulare stehen auf der BLSV-Homepage zur Verfügung, wie das „Handbuch für Sportabzeichen-Prüfer“ und der Antrag auf Verlängerung des Prüferausweises, der nur noch vier Jahre Gültigkeit hat. Und über die Seite "BLSV-QualiNet" werden in diesem Jahr zwei Online-Seminare angeboten sowie Ausbildungslehrgänge in den bayerischen Bezirken.

    Der unterfränkische Ausbildungs-Termin wird am 9. Mai in Goldbach angeboten. Sollten die Sportvereine in Rhön-Grabfeld mindestens ein Dutzend Ausbildungskandidaten anmelden, dann könnte eine solche Ausbildung auch in den Landkreis geholt werden, warb Reubelt.

    Weitere Sportabzeichen-Prüfer werden dringend benötigt, will man die DSA-Statistik wieder verbessern. Denn von 2008 bis 2015 ist die Zahl der erworbenen Sportabzeichen in Unterfranken um mehr als zwei Drittel gesunken und verharrt seitdem auf einigermaßen beständigem Niveau. 2018 waren es in Rhön-Grabfeld 1.109. Darunter waren nur 121 Jugendliche. Reubelt wünscht sich, dass mehr Sportvereine und mehr als die sieben Schulen bisher im Landkreis den Erwerb des Deutschen Sportabzeichens anbieten. 

    Viele Kinder können nicht schwimmen

    Die scheinbar leichteste Anforderung der Schwimmfähigkeit hat vor allem die Zahlen der Jugendlichen- und Schulsportabzeichen sinken lassen, weil viele Kinder nicht schwimmen können, wie die Lehrer berichten. Das sei eine erschreckende gesellschaftliche Entwicklung. Hier seien Eltern und Politik gefordert, gegenzusteuern.

    Reubelt und der anwesende Vorsitzende des BLSV-Kreises Rhön-Grabfeld, Klaus Greier, informierten die Prüfer noch über das am 20. und 21. Juli in Mellrichstadt stattfindende Großereignis "Sportabzeichen-Tour-Stopp" des DOSB. Mellrichstadt gehört damit zu den Städten in ganz Deutschland, an denen diese große Sportabzeichen-Werbeveranstaltung mit attraktivem Beiprogramm durchgeführt werden wird.

    Es sind alle Generationen angesprochen

    Die beiden luden die Prüfer ein, an diesen beiden Tagen als aktive Helfer mitzuwirken, damit dieses überregional ausstrahlende Ereignis mit Beteiligung von prominenten Sportbotschaftern zu einem großen Erfolg werden kann. Der erste Tag wird der Allgemeinheit und den Vereinen gewidmet, am zweiten Tag werden viele Schulen des Landkreises anwesend sein. Es soll ein großes "Bewegungsfest für alle" werden, wie es Greier beschrieb. Mit "alle" sind sämtliche Generationen angesprochen einschließlich behinderter Menschen. Miteinander Sport zu treiben und Spaß zu haben, steht im Vordergrund.

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