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    Bad Königshofen

    Frauenbund Königshofen steht seit 90 Jahren für soziales Engagement

    Ehrenamtliches Engagement steht bei den Mitgliedern des Frauenbunds im Mittelpunkt, vorn links Vorsitzende Dora Horn. Foto: Regina Vossenkaul

    Seinen 90. Geburtstag feierte der Frauenbund-Zweigverein Bad Königshofen zunächst mit einem eindrucksvollen Gottesdienst mit Pfarrer Karl Feser in der Stadtpfarrkirche, wo das Gleichnis vom Getreidesamen, zwischen dem von Feinden Unkraut gesät wurde, das übergeordnete Thema lieferte. Auch die Gründerinnen des Frauenbunds hätten mit Weitsicht, Tatkraft und Entschlossenheit 1929 in einer schweren Zeit Samen in die Erde gelegt, der aufgegangen ist, erwähnte Vorsitzende Dora Horn in ihrer Begrüßung.

    Nachdem Diözesanvorsitzende Edeltraud Hann ein Grußwort gesprochen hatte, zogen die Festgäste, darunter Vertreterinnen der Frauenbund-Zweigvereine aus der Region und von verschiedenen Vereinen, mit ihren Fahnenabordnungen begleitet von der Stadtkapelle zur FrankenTherme, um dort bei einem Sektempfang anzustoßen und ins Gespräch zu kommen. Den offiziellen Teil im großen Kursaal begleitete die Veeh-Harfengruppe aus Nüdlingen musikalisch. Die Gruppe, in der Menschen mit und ohne Handicap gemeinsam musizieren, zeigte, wie das auch ohne Notenkenntnisse möglich ist.

    Prägend im gesellschaftlichen Leben

    In ihrer Ansprache erinnerte Dora Horn an die vielen Aufgaben, die der Frauenbund bewältigt hat, wobei sich die Angebote an die politischen und gesellschaftlichen Anforderungen angepasst haben. Wissen sei früher nicht so verfügbar wie heute gewesen, deshalb hätten Vorträge und Kurse von Säuglingspflege bis zur Haushaltsführung zunächst einen breiten Raum im Jahresprogramm des Zweigvereins eingenommen. Bedürftige wurden unterstützt, auch mal mit Heizmaterial oder Lebensmitteln. Mit Koch- und Backkursen könne man heute niemanden mehr interessieren, das gebe es auch im Internet, meinte Dora Horn. Ihre Aufzählung der vielen Aktivitäten und der gesammelten Gelder, die sozialen Zwecken zugeführt werden, zeigte, dass der Frauenbund mit derzeit 225 Mitgliedern auch heute noch aktiv ist und das gesellschaftliche Leben mitgestaltet.

    Darauf ging auch Bürgermeister Thomas Helbling in seinem Grußwort ein. Er bedankte sich für das Engagement der Frauen unter anderem beim Seniorennachmittag in der Adventszeit, beim Ausfahren der Senioren vom Elisabetha- und Juliusspital mit Rollstühlen, bei Fortbildungsveranstaltungen und Kurzreisen. Zahlreiche Spenden hätten soziale Projekte unterstützt, in der Region und in Afrika. "Was wären wir ohne die Frauen – kompetent, solidarisch und engagiert", fragte der Bürgermeister und überreichte eine Spende im Namen der Stadt.

    Zahlreiche Ehrungen wurden während der 90-Jahrfeier für die 25-jährige bis mehr als 50-jährige Zugehörigkeit zum Frauenbund vorgenommen. Foto: Regina Vossenkaul

    Frauenbund-Regionalvorsitzende Marianne Hillenbrand gratulierte im Namen der Zweigvereine und lobte die Gründerinnen, die die Zeichen der Zeit erkannt und die Hilfe von Frauen für Frauen organisiert hätten. Man blicke zurück auf 90 Jahre Ehrenamt mit großem Engagement und vielfältigen Aufgaben, so Hillenbrand. Sie bedankte sich auch für die Gastfreundschaft bei regionalen Treffen oder bei Weiterbildungen auf Diözesanebene. Sie wünschte weiterhin viel Freude, Mut und Durchhaltevermögen und dass der Samen weiterhin aufgeht und selbst Samen erzeugt. 

    Bei so vielen Frauen hat sich der Mundartautor Wilhelm Wolpert, der das Programm mit Geschichten und Anekdoten auflockerte, genau überlegen müssen, welche Themen er aus seinem Repertoire auswählte. Ehrungen durften nicht fehlen bei der 90-Jahrfeier, es gab silberne und goldene Nadeln für 25-jährige bis über 50-jährige Mitgliedschaft.

    Ehrungen beim Frauenbund
    Für ihre langjährige Mitgliedschaft im katholischen Frauenbund wurden geehrt:
    25 Jahre: Monika Hofmann, Karola Ramthun, Ingrid Riedel und Marliese Weigand; 30 Jahre: Hildegard Schunk, Romana Staub, Blanka Werner; 35 Jahre: Gertrud Raab, 40 Jahre: Maria Behütuns, Helene Hamm, Melitta Hummel, Sieglinde Müller und Gerlinde Schunk; für 45 Jahre Elisabeth Bassing, Elfriede Brüger und Hiltrud Marquardt; 50 Jahre und mehr: Edelgard Brandl, Erika Düchs, Pauline Staub, Resi Weigand, Marianne Heusinger, Hilde Kunik, Theresia Blum, Gertrud Müller, Irene Müller, Rosemarie Ort, Roswitha Schneider, Mathilde Straub, Erika Werner, Irene Eschenbach, Rosemarie Grabiger, Maria Bzdziuch, Maria Löwigt, Klothilde Weber. Je einen Blumenstrauß erhielten zusätzlich die beiden ältesten anwesenden Mitglieder Maria Hennig und Gertrud Schmelter, die seit 59 Jahren dabei sind.

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