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    Frickenhausen

    Für seine Irene war Erich kein Weg zu weit

    Zur Goldenen Hochzeit von Erich und Irene Hartmann aus Frickenhausen gratulierten der dritte Bürgermeister Frank Vetter (rechts) sowie Ortssprecher Bernd May hinten, Zweiter von rechts) und Isolde Faulstich von der Sparkasse (hinten links). Foto: Peter Federlein

    Am 9. Oktober 1969, als die Gemeinde Frickenhausen noch eigenständig war, hat der damalige Bürgermeister Oskar Straub Erich und Irene Hartmann, geborene Fischer, standesamtlich getraut. Tags darauf haben sich die beiden in der Kirche zu Löhrieth, dem Heimatort von Irene, das Ja-Wort gegeben.

    Am vergangenen Donnerstag wurde Goldene Hochzeit gefeiert. Frank Vetter, der dritte Bürgermeister von Mellrichstadt, überreichte ein Geschenk und überbrachte die Glückwünsche der Stadt und des Stadtrats. Dem schloss sich Isolde Faulstich von der Sparkasse an. Bernd May, Ortssprecher von Frickenhausen, gratulierte ebenfalls und dankte Irene und Erich Hartmann für die unzähligen Arbeiten, die beide – noch bis 2016 – für die Dorfgemeinschaft geleistet haben.

    In der Gemeinde engagiert

    Mit handwerklichen Aufgaben war Erich in der Gemeinde – auch für die Pflege von Grünanlagen – beschäftigt; Irene hat früher bei den Viehzählungen mitgearbeitet. Außerdem hat sie viele Jahre lang Zeitungen in Frickenhausen ausgetragen und Post von der Verwaltungsgemeinschaft zugestellt. Daneben war sie unter anderem für die Reinigung des Dorfzentrums zuständig.

    Erich Hartmann ist ein echter Frickenhäuser. Als Schüler half er neben seinen vier Geschwistern im landwirtschaftlichen Betrieb der Eltern mit. Nach der Schule lernte er nach seinen Worten Landwirt, was mit dem Besuch der landwirtschaftlichen Schule verbunden war. Mit viel Humor erzählt Erich aus seinem Leben: Weil als Bauer nicht viel zu verdienen war, lernte er von 1962 bis 1965 in Geckenau bei der Firma Happel Tüncher. Als Verputzer arbeitete er später bei der Firma Pulvermüller in München – eine weitere Station im Lebenslauf von Erich Hartmann. Nach drei Jahren in der großen Stadt zog es ihn aber wieder heim. Seinen letzten Arbeitsplatz vor dem Ruhestand fand er in Bad Neustadt bei der Firma Forbach.

    Beim Tanzen hat es gefunkt

    Mit einem Frickenhäuser Kumpel – der sein Herz in Löhrieth verloren hatte – fuhr Erich bei Schnee und Eis nach Löhrieth zum Tanz. Dort sah Erich Irene und forderte sie zum Tanz auf. Was ihm und sicherlich auch ihr gut gefallen hat. „Dann bin ich halt noch einmal nach Löhred gefohrn“, wie er humorvoll bemerkte. Und später noch öfter. Ein Jahr danach wurde das Aufgebot bestellt. Irene hat in der elterlichen Landwirtschaft mitgearbeitet, bevor sie in der Gärtnerei Hofmann in Bad Neustadt einen Arbeitsplatz fand. In Frickenhausen kümmerte sie sich in erster Linie um Haus und Hof und um die beiden Söhne.

    Beide haben jahrelang Kleintierzucht betrieben; heute kümmern sie sich in der Freizeit um ihre Hühner und Kaninchen. Und auch vorbestellte Brötchen aus der Bäckerei Euring dürfen die Frickenhäuser im Haus von Erich und Irene Hartmann abholen. Zum 50. Ehejubiläum gratulieren neben Bürgermeister und Ortssprecher die beiden Söhne, Schwiegertochter und zwei Enkelkinder.

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