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    Fladungen

    Gangolfskapelle ist der Lieblingsplatz von Agathe Heuser-Panten

    Agathe Heuser-Panten, Bürgermeisterkandidatin für Fladungen, mag an ihrer Heimat die herrliche Lage, die Natur und die Lebensqualität. Aber auch Technik. So nahm sie kurz nach der Auslieferung des neuen Feuerwehrfahrzeugs auf dem Fahrersitz Platz.  Foto: Bildrechte Agathe Heuser-Panten

    Die amtierende Bürgermeisterin Agathe Heuser-Panten tritt für die Liste Wählerblock Ortsteile Fladungen an. Sie hat drei Gegenkandidaten. Unsere Redaktion stellte ihr folgende Fragen:

    Wie können Ihrer Meinung nach Gewerbeansiedlungen gefördert werden? Was ist mit der Ausweisung neuer Flächen zu diesem Zweck?

    Wir haben seit langem ausgewiesene Gewerbeflächen, die aber leider kaum nachgefragt werden. Weitere attraktive Flächen befinden sich in Privathand und darüber verfügen folgerichtig ausschließlich die Eigentümer. Wir haben und werden Flächen ankaufen, wenn sie zu vertretbaren Konditionen angeboten werden. Es braucht aber auch den Unternehmer, oder die Unternehmerin, der/die sich ansiedeln will. Da ist die bestmögliche Unterstützung selbstverständlich für mich, aber das ist sicher bei allen Kandidaten und Kandidatinnen um das Bürgermeisteramt auch so.

    An Fladungen mag ich besonders ...
    die herrliche Lage, die Natur und die Lebensqualität.
    Thema Nahversorgung und Gastronomie. Derzeit gibt es keinen Lebensmittelmarkt mehr vor Ort. Auch die Gastronomie musste einen Einbruch erfahren. Wie sehen Sie die Möglichkeiten der  Verbesserung der derzeitigen Situation?

    Ich bin da sehr optimistisch. Wir haben einen entschlossenen Investor, aber in solchen Fällen gilt eben: es ist nichts vereinbart, solange nicht alles vereinbart ist. Da liegt der Ball im Moment bei Fladungen und es gibt kein Thema, das mich stärker beschäftigt. Wenn alles gelingt, wie es nun verhandelt wird, werden wir hier eine sehr gute Lösung bekommen. Hoffentlich lässt sich das in Kürze perfekt machen.

    An Fladungen missfällt mir ...
    eigentlich nichts, aber ein neuer Supermarkt und ein Gasthaus im Stadtkern wären schön.

    Was die Gastronomie angeht gibt es ja eine private Initiative, die aber leider noch nicht in der Realisierung ist. Wir haben auch die Möglichkeit, über eine vorhandene Immobilie ein Gasthaus im Stadtkern einzurichten, das ganz erheblich mit Mitteln gefördert und realisiert werden könnte. Wie sie wissen, hat unsere Fraktion aber im Rat keine eigene Mehrheit und das Vorhaben wurde durch Stadtratsbeschluss zurückgestellt. Hätten wir die genannten 10 Millionen, wäre es wohl schon umgesetzt.

    Was ist mit dem Gemeinschaftsgefühl in Fladungen? Wie kann man Ihrer Meinung nach erreichen, dass alle an einem Strang ziehen?

    Wir haben in den letzten sechs Jahren sehr teure und aufwändige Projekte verwirklichen können. Wann werden in einer Kommune eine Schule komplett saniert, ein vollkommen neuer Kindergarten mit Krippe und Hort realisiert, eine Millionenrenovierung des Rathauses abgerechnet und auch in den Ortsteilen in diesem Umfang saniert und gleichzeitig die Schulden minimiert? Weitere Beispiele wären kein Problem. Es ist meines Erachtens naiv anzunehmen, dass das ohne schwierige und auch strittige Diskussionen ginge. Dort, wo klare Interessensunterschiede bestehen, ist es nach meiner Erfahrung im Bürgermeisteramt manchmal schnell vorbei mit "an einem Strang ziehen". Also haben wir immer wieder auch sehr komplizierte Diskussionen geführt, aber ich hätte mir mehr als einmal einen besseren Stil in der Debatte gewünscht.  

    Mein Lieblingsplatz hier ist ...
    die Gangolfskapelle.

    Es sei der Hinweis darauf gestattet, dass alle Entscheidungen mit Mehrheiten erreicht wurden, die über die Fraktionsgrenzen hinweg gefunden werden mussten. Wie bereits erwähnt: meine Fraktion hat keine eigene Mehrheit im Rat. Es mussten und wurden also jeweils Mehrheiten gefunden. Das ist auch eine Form von Gemeinschaft und an einem Strang ziehen.

    Ich hoffe auf einen sachlichen neuen Stadtrat, der die zukünftige Bürgermeisterin oder den Bürgermeister unterstützt, die Diskrepanz zwischen der Kernstadt und den Ortsteilen und zwischen den einzelnen Listen auflöst. Versprechen wollen es alle, mal sehen.

    Wenn ich als Bürgermeister 10 Millionen Euro frei zur Verfügung hätte, würde ich ...
    sehr gründlich nachdenken, wie wir sie am besten nutzen können. Bei geschickter Nutzung von Förderungen lässt sich ja heutzutage mehr als das doppelte Investitionsvolumen daraus machen. Das wäre schön und wir hätten sicher eine generalsanierte Grenzlandhalle.
    In Fladungen gibt es keine Angebote für seniorengerechtes Wohnen bzw. auch keine Pflegeeinrichtung. Sehen Sie hier Möglichkeiten?

    Möglichkeiten haben wir auf jeden Fall. In den letzten Jahren habe ich mehrfach mit Interessenten verhandelt, auch bis kurz vor der Realisierung. Letztendlich sind Investoren jeweils aus wirtschaftlichen Gründen abgesprungen oder haben andere Orte gewählt. Es ist ähnlich wie bei der Gewerbeansiedlung, allerdings haben wir Grundstücke in privater und in öffentlicher Hand, die in Frage kommen. Leider ist aus dieser im Kern ja auch sozialen Aufgabe mehr und mehr ein Geschäft geworden mit den dann gültigen Regeln. Wir haben derzeit eine Reihe von Wohnmöglichkeiten in privater Hand und auch unsere mobilen Pflegedienste in der oberen Rhön, die es ja vielen Senioren ermöglichen, in den eigenen vier Wänden zu bleiben. Ich selbst habe auf mittlere Sicht auch das ehemalige Blindenheim, unsere jetzige Gemeinschaftsunterkunft für Asylsuchende im Blick, aber das braucht auch noch etwas Zeit.

    Zu den Zukunftsvisionen für Fladungen zähle ich …
    Die Frage kann ich kaum beantworten. Visionen sind für mich nicht so wichtig, ich realisiere lieber das Machbare. Eine Vision ist es aber, sicher unseren Kindern und Enkeln ein intaktes und lebenswertes Umfeld zu bewahren, eine komplette Daseinsvorsorge, wirtschaftliche Weiterentwicklung mit Arbeitsplätzen, Stärkung und Optimierung des Tourismus, für die Stadt mit allen Ortsteilen.
    Steckbrief
    Name: Agathe Heuser-Panten, geborene Heuser
    Geburtsdatum: 12.11.1951
    Geburtsort: Frauweiler/Erftkreis
    Wohnort: Fladungen
    Parteizugehörigkeit: Keine Parteizugehörigkeit, aber Liste Wählerblock Ortsteile Fladungen
    Ausbildung/Beruflicher Werdegang: Bankkauffrau, Ausbildereignungsprüfung
    Familienstand/Kinder: 3 Kinder
    Ehrenämter: 1. Bürgermeisterin, Vorstandsmitglied  Förderverein Freibad Fladungen
    Hobbys/Interessen: keine Angabe
    Lieblingsverein: Viele Lieblingsvereine
    Ihr Vorbild: meine Eltern

    Bearbeitet von Ralf Hein

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