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    Bad Neustadt

    Gartenstadt: Am Radweg scheiden sich die Geister

    Er ist umstritten - der Radweg entlang der Gartenstraße. Das zeigte die Gartenstädter Bürgerversammlung. Das Bild zeigt auch den zuletzt neu geschaffenen Zebrastreifen.  Foto: Eckhard Heise

    Gerade einmal gut zwei Dutzend Bürger fanden sich bei der Bürgerversammlung in der Gartenstadt ein. Doch die sorgten für eine lebhafte Diskussion, in der es in erster Linie um den Radweg entlang der Gartenstraße ging.

    Bürgermeister Bruno Altrichter stellte jedoch zunächst die verschiedenen Hochbauarbeiten etwa im Bereich um die Brend bei der Fußgängerbrücke und dem Bauvorhaben auf dem ehemaligen Pfeuffer-Areal vor. Dazu bemerkte er außerdem, dass auf dem Friedhof in der Gartenstadt weitere Urnengräber installiert werden.

    Plan: Radfahrer sollen auf Straße geleitet werden

    Nachdem das Stadtoberhaupt den neuen Zebrastreifen in der Gartenstraße nur kurz erwähnte, leitete er unmittelbar danach auf den Radweg entlang der Straße über. Die Pläne der Verwaltung sehen vor, dass die Radfahrer auf die Straße geleitet werden sollen, was stark mit den Unfällen an der Einfahrt Brückenstraße zusammenhängt. Damit sollen Radfahrer in beiden Richtungen zwischen dem Jopp-Werk und den Hofwiesen auf der Straße fahren.

    Johannes Herrmann zeigte sich entsetzt über die Pläne zum Radweg und wies darauf hin, dass an den Unfällen an der Brücke nicht nur Radfahrer beteiligt seien. Der Senior, der nach eigenen Angaben regelmäßig den Radweg benutzt, befürchtet, dass die Situation angesichts des dichten Verkehrs für Radfahrer schwieriger wird. Altrichter meinte hingegen, dass Radfahrer auf der Straße besser aufgehoben seien, weil sie dann als vollwertiger Verkehrsteilnehmer wahrgenommen werden.

    Altrichter: Gibt wohl keine "ideale Lösung"

    René Kirchner war ebenfalls nicht überzeugt und forderte, dass wenigstens die Fahrradwege auf der Straße markiert werden sollten, was jedoch wegen der geringen Straßenbreite problematisch sei, wie Altrichter erwiderte. Burkhard Fleischmann schlug vor, den Radweg an der Brückenstraße enden zu lassen, damit Fahrradfahrer halten müssen. Uwe Kröckel schlug an diesem Bereich die Anbringung einer Schwelle vor, was Altrichter angesichts der Bedeutung der Straße nicht als praktikabel empfand. Von anderer Seite bekam Altrichter wiederum Unterstützung, und Uwe Kröckel betonte, dass Autofahrer in diesem Bereich auch mehr Rücksicht nehmen müssten. Altrichter räumte ein, dass es die "ideale Lösung" für den Bereich wohl nie geben wird. Das Thema soll nun demnächst dem Stadtrat vorgelegt werden.

    René Kirchner meldete sich erneut zu Wort und erkundigte sich, was mit der Fläche der Firma Heinlein an der Bahnhofstraße passiert und ob das Gelände nicht als Parkplatz genutzt werden kann. Altrichter machte jedoch darauf aufmerksam, dass sich die Fläche in Privatbesitz befinde und für diesen Zweck nur schwer zu nutzen sei. Im Moment gebe es auch keinerlei Hinweis, was auf dem Gelände entstehen soll. Er erinnerte ferner daran, dass das gesamte Umfeld des Bahnhofs überarbeitet werde und dann ganz neue Parksituationen geschaffen werden.

    Im weiteren Verlauf forderte Uwe Kröckel eine konsequente Einführung einer 30 km/h-Zone im Bereich westlich der Berliner Straße. Altrichter befürwortete den Wunsch, der mit dem Abschluss der Erschließungsarbeiten in dem Bereich umgesetzt werden könnte.

    Wohnungen im ehemaligen Kreiskrankenhaus?

    Schriftlich hatte eine Bürgerin der Gartenstadt vorgeschlagen, das ehemalige Kreiskrankenhaus für Wohnzwecke herzurichten. Altrichter erklärte dazu, dass die Nutzungsmöglichkeiten intensiv untersucht worden seien. Die Gebäude seien aber weder zum Wohnen, als Hotel oder Pflegeeinrichtung nutzbar, alleine schon, weil viele Räume nicht natürlich belichtet werden. Bad Neustadt habe jedoch signalisiert, das Areal zu übernehmen, wenn es geräumt ist. Dann kann das Gebiet für Wohnzwecke hergerichtet werden. Außerdem werde noch an die Ansiedlung eines Hotels gedacht, weil in dieser Hinsicht noch erheblicher Bedarf herrsche.

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