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    Salz

    Gemeinde und Landkreis in enger Nachbarschaft

    Stilecht in einem Strahlrohr mauern Kreisbrandrat Stefan Schmöger und Thomas Habermann Dokumente über den Landkreis als Grundstein im neuen Atemschutzzentrum in Salz ein. Foto: Eckhard Heise

    Gerade die 30-Jahre-Marke hat die Atemschutzstrecke de Landkreises überschritten, da kann sie die an sie gestellten Anforderungen schon nicht mehr erfüllen - kein Wunder. War in der Anfangszeit die Zahl der Benutzer eher übersichtlich, so gehört es inzwischen zur Pflicht der 800 Atemschutzträger des Landkreises, einmal pro Jahr die Hindernisbahn neben dem Gerätehaus der Bad Neustädter Feuerwehr zu absolvieren. Am Ersatz in Salz wird bereits kräftig gebaut und am Dienstag wurde Richtfest an dem 4,7 Millionen-Euro-Projekt gefeiert.

    Die Arbeiten gingen so rasch voran, dass nicht einmal Gelegenheit für einen symbolischen ersten Spatenstich blieb und der Grundstein gelegt wurde, als der Rohbau schon weit fortgeschritten war. Dafür fiel der Akt aber stilecht aus. Denn statt der üblichen Behältnisse wie Kartuschen oder Kästchen mauerten Landrat Thomas Habermann und Kreisbrandrat Stefan Schmöger ein Strahlrohr ein, in dem eine Zeitung und verschiedene Dokumente gesteckt waren.

    Ausrüstung für Atemschutz nun Standard

    Längst entsprächen die Räumlichkeiten in der zentralen Einrichtung in Bad Neustadt nicht mehr den Anforderungen der Gegenwart, stellte der Landrat fest.  Darum sind Gerätschaften, Fahrzeuge und Organisationseinheiten inzwischen auf sechs Standorte im Landkreis verteilt. Verfügten vor drei Jahrzehnten gerade einmal eine Handvoll Gemeinden über Atemschutz, gehört die Ausrüstung heutzutage nahezu zum Standard, mit der 80 Wehren ausgestattet seien. Darüber hinaus können nun die Rettungsfahrzeuge von überörtlicher Bedeutung, etwa des Katastrophenschutzes, zentral eingestellt werden.

    Aber nicht nur Unterstellplätze für den Fahrzeugpark seien in dem Komplex vorhanden, der direkt neben der Baustelle des Sälzer Feuerwehrgerätehauses errichtet wird, fuhr Stefan Schmöger fort. Neben der Hindernisbahn sind außerdem Schulungs- und Trainingsräume, Lagerräume, Räume zur Organisation der Jugendarbeit und Werkstätten sowie eine Flaschenfüllanlage untergebracht. Insgesamt steht eine Nutzfläche von fast 2000 Quadratmeter zur Verfügung.

    Hindernisbahn als Herzstück

    Das Herzstück ist die Hindernisbahn, die den veränderten Herausforderungen des Atemschutzes Rechnung trägt. Schmunzelnd erinnerte Schmöger an die Anfänge des Atemschutzes vor rund zwei Jahrhunderten, als Feuerwehrleute am Einsatzort durch einen langen Schlauch frische Luft ansaugten. Eine moderne Entwicklung war dann schon, als mit Hilfe eines Blasebalgs der Feuerwehrmann über den Schlauch mit Frischluft versorgt wurde.

    Diese Zeiten sind vorbei, dafür hat der Feuerschutz für die Kommunen heutzutage seinen Preis. In diesem Fall muss der Landkreis nahezu die kompletten Kosten tragen, der Freistaat beteiligt sich mit einer halben Million Euro. Die Räumlichkeiten am alten Standort fallen der Feuerwehr Bad Neustadt zu. Die Einrichtung soll im nächsten Frühjahr ihren Betrieb aufnehmen.

         

    Der Rohbau der neuen Kreiseinrichtung neben dem künftigen Feuerwehrhaus von Salz ist schon weit fortgeschritten. Foto: Eckhard Heise

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