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    Salz

    Gemeinde zahlt digitale Grundstückvermessung im Sälzer Altort

    Grenzstreitigkeiten "Adieu" per digitaler Technik. Im, vom Ratsgremium definierten Sanierungsbereich im Sälzer Altort, könnten die Grundstücke digital vermessen werden. So manche Definition der alten Grundstücksgrenze stammt noch aus dem Jahr 1849. Die Kosten übernimmt die Kommune und so ist das von der Regierung geförderte Sonderprogramm für jeden Grundeigner interessant. Foto: Andreas Sietz

    Grenzstreitigkeiten mit dem Grundstücknachbarn sollen nun im Altort von Salz digital vorgebeugt werden - und ein einmaliges gutes Angebot steht. Das Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Bad Kissingen mit seiner Außenstelle in Bad Neustadt hat zum Erlass vom förmlich festgelegten Sanierungsgebiet das Ratsgremium um Bürgermeister Martin Schmitt darauf hingewiesen, dass im Altort zum großen Teil nur geografische Grenznachweise vorliegen. Und diese stammen aus der Uraufnahme aus dem Jahr 1849.

    Die Lösung kommunaler Entwicklungs-, Planungs- und Verwaltungsaufgaben hänge im hohen Maße von der Qualität der verfügbaren Kartenunterlagen ab. So hat das Vermessungsamt der Gemeinde Salz ein besonderes Angebot unterbreitet. Gegenstand des Angebots ist die Feststellung und Abmarkung aller Grundstücksgrenzen in den Bereichen, in denen bisher noch keine amtliche Grenzfeststellung stattgefunden hat. Dies betrifft 87 Flurstücke im definierten Sanierungsgebiet im Altort. Die Gesamtgebühr hierfür beläuft sich nach Angebot auf 13 570 Euro. Umgelegt auf die Flurstücke wären dies rund 150 Euro.

    Gemeinde Salz zeigt sich großzügig

    Zwar könne die Kommune rechtlich 25 Prozent der Kosten auf die Grundstücksbesitzer umschlagen, aber die Gemeinde zeigt sich großzügig und übernimmt diese. Bei kleinen Grenzregelungen wurde ein einheitlicher Tauschpreis von 40 Euro je Quadratmeter festgelegt. Bürger profitieren davon. Mancher Gehwegstreifen liegt nach dem alten Plan auf Privatgrund. Passiert im Winter dort etwas, haftet der Grundstückbesitzer. Nun könnte die Kommune diesen erwerben.

    Das Vermessungsamt ersetzt nicht nur den Notar, sondern jeder könne bis über 1000 Euro einsparen. Soviel würde etwa eine private digitale Vermessung kosten. Die betreffenden Anwohner sollen angeschrieben werden, ob sie dieses Angebot wahrnehmen möchten. Der Gemeinderat beschloss die Katasterneuvermessung für den Altort auf der Basis der Vereinbarung mit dem Vermessungsamt.

    Per Satzung beschloss der Rat die 14. Änderung des Bebauungsplans "Blauten", nachdem alle Stellungsnahmen aus der öffentlichen Auslegung des Entwurfs und die Anregungen der Träger öffentlicher Belange erörtert und abgesegnet waren. Die Änderung betrifft nur den kleinen Teilbereich in der "alten Strahlunger Straße".

    Nachdem die Mandatsträger grünes Licht für den Bauantrag zum Neubauch eines Wohnhauses mit Doppelgarage in der Gartenstraße sowie für den Bauantrag zum Neubau einer Gewerbehalle "Am Kebigsgraben" im Sälzer Gewerbe- und Industriegebiet gegeben hatten, standen Bekanntgaben aus nichtöffentlichen Sitzungen bezügliche des Feuerwehrhaus-Neubaus im Fokus.

    Die Asphaltierungsarbeiten gingen für 24 300 Euro an die Firma SST Straßen- und Tiefbau aus Salz und die Feuerwehreinsatzgarderoben werden für knapp 17 000 Euro von der Kitzinger Firma Heinrich Schleyer bezogen. Ein Nachtragsangebot musste bezüglich der "Haufwerk Beprobung" eingeholt werden. Eingeschränkte Möglichkeiten des Wiedereinbaus, genauer der normalen weiteren Nutzung des Erdaushubs am neuen Feuerwehrhaus, ergaben genommene Proben.

    Die VG war beauftragt, Informationen und Preise über die Entsorgung des Aushubmateriales in einer Deponie einzuholen. Dies erforderte aber noch genauere Untersuchungen. Mit der chemischen Analyse und Stellungnahme wurde für 1500 Euro die Firma "Geotechnik Dr. Rimpel" aus Gochsheim beauftragt.

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